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David Brandstätter ist Ehrenbürger

12.05.2026

Fast zwei Jahrzehnte lang führte David Brandstätter den Universitätsbund Würzburg. Für dieses Engagement und für seine weiteren Verdienste verlieh die Universität ihm die Würde eines Ehrenbürgers.

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David Brandstätter, neuer Ehrenbürger der Universität Würzburg, mit Universitätspräsident Paul Pauli. (Bild: Rudi Merkl / Universität Würzburg)

In Anerkennung seiner außergewöhnlichen Verdienste um Medien und Kommunikation, Gesellschaft und Wissenschaft sowie seiner herausragenden Rolle als Förderer und Gestalter verlieh die Universität Würzburg bei ihrem Stiftungsfest 2026 in der Neubaukirche die Würde eines Ehrenbürgers an David Brandstätter.

Brandstätter, geboren am 2. März 1961 in Mallnitz in Kärnten (Österreich), hat als herausragende Persönlichkeit über Jahrzehnte hinweg das öffentliche Leben der Region Mainfranken geprägt. Zugleich hat er Medien, Gesellschaft und Wissenschaft auf besondere Weise miteinander verbunden.

Gleich nach dem Abitur nach Würzburg

Nach dem Abitur am Gymnasium in Spittal an der Drau im Sommer 1980 zog er noch im selben Jahr nach Würzburg – eine Entscheidung, die nicht nur seinen eigenen Lebensweg, sondern auch die mediale und gesellschaftliche Landschaft Unterfrankens nachhaltig beeinflussen sollte.

Bereits im Herbst 1980 begann seine Verbindung zur Mediengruppe Main-Post mit einer freien Mitarbeit. Es folgten ein Volontariat ab 1981 und anschließend verschiedene journalistische Stationen innerhalb des Hauses: zunächst als Redakteur in der Lokalredaktion Hammelburg, später in der Regionalredaktion Franken/Bayern.

Chefredakteur und Geschäftsführer der Main-Post

1990 übernahm er die Position des stellvertretenden Ressortleiters der Politikredaktion, zwei Jahre später wurde er stellvertretender Chefredakteur der Main-Post-Gruppe. Im Jahr 1993 schließlich wurde David Brandstätter Chefredakteur der Zeitungstitel der Mediengruppe Main-Post.

Sein Verantwortungsbereich wuchs stetig: 1995 kam zusätzlich die Geschäftsführung der Main-Post-Tochtergesellschaft Volksblatt GmbH hinzu. Seit 2001 war er Geschäftsführer der Mediengruppe Main-Post, ab 2008 deren Alleingeschäftsführer – eine Position, die er bis Ende 2024 innehatte.

Mit Weitsicht und klarem Wertekompass

In dieser Zeit gestaltete er die Entwicklung eines der bedeutendsten Medienhäuser der Region maßgeblich und führte es mit journalistischer Überzeugungskraft, unternehmerischer Weitsicht und einem klaren Wertekompass durch eine Zeit tiefgreifender Veränderungen der Medienlandschaft.

Als Journalist, Chefredakteur und Medienmanager stand David Brandstätter stets für eine verantwortungsbewusste, unabhängige und qualitativ hochwertige Berichterstattung. Unter seiner Führung entwickelte sich die Mediengruppe Main-Post zu einer zentralen Stimme der Region und zu einem wichtigen Forum für gesellschaftlichen Diskurs, politische Meinungsbildung und kulturellen Austausch.

Über sein berufliches Wirken hinaus engagierte er sich in bedeutenden Institutionen des deutschen Medienwesens, unter anderem als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bis zum Sommer 2024 sowie als Berater der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Auch in die akademische Lehre an der Universität Würzburg brachte er seine Erfahrungen als Medienpraktiker ein.

Vorsitzender des Universitätsbundes

Eine besondere Bedeutung kommt seinem langjährigen Engagement für den Universitätsbund Würzburg zu: Seit 2007 stand David Brandstätter der Gesellschaft der Freunde und Förderer der JMU als Erster Vorsitzender vor und prägte deren Entwicklung über siebzehn Jahre hinweg in außergewöhnlicher Weise.

Mit strategischem Gespür und großem persönlichen Einsatz initiierte er zahlreiche Kooperationen mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft und stärkte damit nachhaltig die Handlungsfähigkeit und Sichtbarkeit des Universitätsbundes – stets zum Wohl der Universität.

Unter seiner Leitung entstanden neue Formate und Initiativen, die den Austausch zwischen Universität und Öffentlichkeit intensivierten. Mit der Wintervortragsreihe „Hörsaal on Tour“ werden wissenschaftliche Themen direkt zu den Menschen der Region getragen. Nicht nur durch diese, sondern genauso durch die zahlreichen weiteren Projekte und Initiativen während seiner fast zwei Jahrzehnte dauernden Wirkungszeit für den Universitätsbund, intensivierte David Brandstätter mit herausragendem Einsatz die Verbindung von Universität, Wirtschaft, Kultur und Bürgerschaft.

David Brandstätter hat mit seiner Persönlichkeit, seiner strategischen Weitsicht und seinem langjährigen Engagement entscheidend dazu beigetragen, die Universität Würzburg noch stärker in der Öffentlichkeit zu verankern und den Universitätsbund zu einem kraftvollen Netzwerk von Förderern, Unterstützern und Freunden der Universität zu entwickeln.

Von Präsidialbüro der Universität

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