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Fünf Millionen Euro für die Waldforschung

31.03.2026

Die Vielfalt in Wirtschaftswäldern auf Basis ökologischer Theorien fördern: Das ist das Ziel einer Forschungsgruppe, deren Weiterförderung die DFG nun bewilligt hat. Leiter ist der JMU-Waldökologe Jörg Müller.

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Professorin Anne Chao, eine der führenden Wissenschaftlerinnen in der Biostatistik, auf einer experimentellen Fläche der DFG-Forschungsgruppe BETA-FOR im Wald der Universität Würzburg (Universitätsforstamt Sailershausen). (Bild: Simon Thorn)

Forschende beobachten seit Jahren, dass die heutigen Wirtschaftswälder in Mitteleuropa zu gleichförmig aussehen: Die meisten sind mittelalt, mit dichtem Kronenschluss und ohne Totholz. Doch in jüngerer Zeit führen naturschutzorientierte Konzepte der Forstwirtschaft und immer mehr Störungen, etwa durch Windbruch oder Borkenkäferbefall, wieder für mehr Vielfalt.

Besser verstehen, welche Folgen die Homogenisierung der Wälder hat und wie man sie rückgängig machen kann: Daran arbeitet die Forschungsgruppe BETA‑FOR. An elf Standorten in Deutschland untersuchen Fachleute aus Ökologie, Forstwissenschaft, Fernerkundung, chemischer Ökologie und Statistik zum ersten Mal experimentell, ob und wie eine größere strukturelle Vielfalt auch zu mehr Biodiversität und Multifunktionalität führt.

Fünf Millionen Euro für weitere vier Jahre

Seit 2022 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Arbeit dieser Gruppe. Deren bisherige Bilanz ist so gut, dass die DFG nun die Weiterförderung für vier Jahre mit über fünf Millionen Euro bewilligt hat.

Sprecher der Forschungsgruppe ist Professor Jörg Müller, Inhaber des Lehrstuhls für Naturschutzbiologie und Waldökologie am Biozentrum der Universität Würzburg.

„In der zweiten Phase legen wir unseren Schwerpunkt unter anderem auf die Synthese von Biodiversität und Multifunktionalität, die Betrachtung der zeitlichen Entwicklung, die Modellierung der Walddynamik unter verschiedenen Klimaszenarien sowie auf eine ökonomische Bewertung“, so Jörg Müller. Dazu sollen an allen elf Standorten je 30 Artengruppen und Ökosystemfunktionen betrachtet werden.

Webseite der Forschungsgruppe BETA-FOR

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Von Robert Emmerich

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