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    Alfred Forchel ist Ehrensenator

    12.05.2022

    Auf dem Stiftungsfest 2022 wurde der langjährige Universitätspräsident Alfred Forchel mit der Ehrensenatorwürde ausgezeichnet.

    Alfred Forchel (rechts) wurde auf dem Stiftungsfest 2022 mit der Ehrensenatorwürde ausgezeichnet. Ihm gratulierte Universitätspräsident Paul Pauli.
    Alfred Forchel (rechts) wurde auf dem Stiftungsfest 2022 mit der Ehrensenatorwürde ausgezeichnet. Ihm gratulierte Universitätspräsident Paul Pauli. (Bild: Rudi Merkl / Universität Würzburg)

    Alfred Forchel wurde 1952 in Stuttgart geboren. Von 1972 bis 1978 studierte er an der dortigen Universität Physik und wurde 1982 mit einer Arbeit zum Thema „Thermodynamische Eigenschaften optisch angeregter Elektron-Loch-Plasmen in Halbleitern“ promoviert. Die Habilitation folgte 1988 mit einer Arbeit über „Dimensionsabhängige elektronische Eigenschaften von Halbleiterstrukturen“.

    1990 nahm Alfred Forchel den Ruf auf den Lehrstuhl für Technische Physik an der Universität Würzburg an. 1994 übernahm er die Leitung des Mikrostrukturlabors, welche er bis 2009 innehatte. Er ist einer der Urheber des im Wintersemester 2000/01 eingerichteten Studienganges Nanostrukturtechnik, des ersten ingenieurwissenschaftlichen Studiengangs der JMU, und einer der Initiatoren des Wilhelm Conrad Röntgen Research Center for Complex Material Systems (RCCM), dessen Leiter er von 2007 bis 2021 war.

    Die Realisierung eines neuen Zentrums für Nanotechnologie auf dem Campus am Hubland 2008 hat er wesentlich angestoßen und vorangetrieben, wie er auch die Errichtung eines Nordbayerischen Anwenderzentrums für ultrahochauflösende Analytik, gefördert vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), maßgeblich unterstützt hat.

    Zwei Amtszeiten als Universitätspräsident

    Von 2007 bis 2009 war Alfred Forchel Vorsitzender des Senats, bevor er 2009 vom Universitätsrat der JMU zum Präsidenten der Universität gewählt wurde. 2015 wurde er für eine weitere Amtszeit bestätigt, bis er 2021 altersbedingt aus diesem Amt ausschied. Über den Eintritt in den Ruhestand hinaus ist er seitdem als Seniorprofessor an der Fakultät für Physik und Astronomie tätig.

    Zahlreiche Auszeichnungen erhalten

    Die Verdienste von Alfred Forchel wurden mit zahlreichen Auszeichnungen national und international gewürdigt. So erhielt er 2019 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) den Copernicus-Preis für seine herausragende polnisch-deutsche Kooperation. 2011 wurde ihm von der Technischen Universität Breslau seine erste Ehrendoktorwürde verliehen, die zweite 2019 vom Technion, dem Israel Institute of Technology in Haifa.

    2016 wurde er zum auswärtigen Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften gewählt, und 2021 würdigte die Stadt Würzburg seine Verdienste mit der Silbernen Stadtplakette. Im selben Jahr wurde er vom International Symposium on Compound Semiconductors mit dem Welker Award geehrt.

    Die Universität strategisch weiterentwickelt

    Mit großem Weitblick und höchstem persönlichen Einsatz hat Alfred Forchel die JMU strategisch weiterentwickelt. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Förderung der Drittmitteleinwerbung in allen Disziplinen. Zu den besonderen Highlights gehören der Erfolg der JMU bei der Einwerbung des Verbund-Exzellenzclusters „Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien – ct.qmat“.

    Ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der JMU lag auch im Umbau des 2011 eröffneten Universitätscampus Hubland Nord. Außerdem lag sein Fokus auf der Verbesserung der Rahmenbedingungen von Studium und Lehre. Die JMU erhielt 2018 als erste bayerische Universität die Systemakkreditierung.

    Begegnungsorte für Forschende initiiert

    Ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens lag auf der Ansiedlung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen wie des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI). Auch herausgehobene Begegnungsorte für den Austausch und die Kooperation mit internationalen Gastforschenden entstanden durch Alfred Forchels Initiative: das 2016 gegründete Siebold-Collegium Institute for Advanced Studies und das 2021 eröffnete Schelling-Forum.

    In Anerkennung seiner großen Verdienste um die Alma Julia verlieh die Julius-Maximilians-Universität Prof. Dr. Alfred Forchel auf dem Stiftungsfest 2022 die Würde eines Ehrensenators. Die Laudatio hielt Universitätspräsident Paul Pauli.

    Von Präsidialbüro der Universität

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