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Forschung mitgestalten: Jetzt für die DFG-Fachkollegienwahl kandidieren

13.10.2026

Im Herbst 2027 werden die Mitglieder der DFG-Fachkollegien neu gewählt. Bereits jetzt beginnt die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten. Forschende der JMU können sich bis Ende Oktober zur Wahl aufstellen lassen.

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Das Hauptgebäude der Uni Würzburg am Sanderring. (Bild: Robert Emmerich / Universität Würzburg)

Wissenschaftliche Selbstverwaltung lebt vom Engagement ihrer Mitglieder. Besonders sichtbar wird das in den Fachkollegien der DFG: Rund 630 gewählte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vertreten dort die verschiedenen Fachgebiete, bewerten Förderanträge und bringen ihre Expertise in die Weiterentwicklung der Forschungsförderung ein. Im Herbst 2027 werden die Fachkollegien neu gewählt. Bis Ende Oktober dieses Jahres können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Würzburg für die DFG-Fachkollegienwahl aufstellen lassen.

„Wer in einem Fachkollegium mitwirkt, übernimmt Verantwortung weit über die eigene Forschung hinaus und kann wichtige Entwicklungen in Wissenschaft und Forschungsförderung mitgestalten“, sagt JMU-Präsident Paul Pauli. „Dieses Engagement ist für die eigene Fachgemeinschaft ebenso wertvoll wie für die Wissenschaft insgesamt. Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn sich viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unserer Universität für eine Kandidatur entscheiden.“

Wie wird man Kandidatin oder Kandidat?

Wer für ein Fachkollegium kandidieren möchte, kann sich nicht unmittelbar selbst bei der DFG zur Wahl stellen. Vorschlagsberechtigt sind die Mitgliedseinrichtungen der DFG, der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft sowie ausgewählte Fachgesellschaften und Fakultätentage. Das Nominierungsverfahren an der JMU wird deshalb zentral vom JMU-Wahlamt koordiniert. Nach Rücksprache mit den Dekanaten und der Universitätsleitung werden alle Vorschläge gebündelt eingereicht.

Forschende der Universität Würzburg, die gerne für ein Fachkollegium kandidieren möchten, können ihr Interesse an einer Kandidatur noch bis Ende Oktober beim Dekanat ihrer Fakultät oder per E-Mail an dfgwahl2027@uni-wuerzburg.de bekunden. Für eine erfolgreiche Nominierung werden folgende Informationen benötigt: Name, Titel, Einrichtung/Fakultät, dienstliche E-Mailadresse sowie die DFG-Fachzuordnung; z. B. „1.12-01 Mittelalterliche Geschichte“ (eine Übersicht über die Systematik der Fachkollegien gibt es hier).

Auf Grundlage der eingegangenen Vorschläge verabschiedet der Senat der DFG die endgültige Kandidierendenliste. Dabei prüft er die fachliche Zuordnung und kann die Vorschläge um weitere Personen ergänzen. Wer von mehreren DFG-Mitgliedseinrichtungen oder vorschlagsberechtigten Fachgesellschaften und Fakultätentagen nominiert wird, verbessert seine Ausgangsposition für die Aufnahme in die finale Kandidierendenliste. Es lohnt sich daher, frühzeitig das Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen sowie den einschlägigen Fachgesellschaften zu suchen und um Unterstützung für die eigene Kandidatur zu werben.

Ein Mehraufwand, der sich lohnt

Die Mitglieder werden für eine Amtszeit von rund vier Jahren (2028 bis 2032) gewählt und gestalten in dieser Zeit die Forschungsförderung und wissenschaftliche Selbstverwaltung aktiv mit. Durchschnittlich kommen die Fachkollegien zu vier eintägigen Sitzungen pro Jahr zusammen. Hinzu kommen schriftliche Bewertungsverfahren, die Mitwirkung an Begutachtungen sowie die Beteiligung an strategischen und förderpolitischen Diskussionen der DFG.

„Für jede Sitzung nehme ich mir etwa zwei Tage Zeit zur Vorbereitung: Ich lese die Anträge, setze mich intensiv mit den Gutachten auseinander und verfasse Stellungnahmen. Hinzu kommt die Sitzung selbst und die Bearbeitung der sogenannten Wochenlisten, deren Umfang variiert. Darüber hinaus wirke ich regelmäßig in Begutachtungskommissionen mit, beispielsweise in den Koordinierten Verfahren der DFG.“, so Professorin Kristina Lorenz, Mitglied des Fachkollegiums „Medizin“.

Trotz dieses Mehraufwands möchte sie ihre Kolleginnen und Kollegen an der Universität Würzburg zur Kandidatur ermutigen: „Für mich ist die Mitarbeit im Fachkollegium in mehrfacher Hinsicht wertvoll: Ich erhalte Einblicke in die Vielfalt aktueller Forschung und kann Entwicklungen in meinem Fach aus einer übergreifenden Perspektive verfolgen. Gleichzeitig kann ich mich in strategische Diskussionen der DFG einbringen und so Weiterentwicklungen der Forschungsförderung mitgestalten. Und nicht zuletzt entstehen durch die mehrjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit persönliche Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen des Fachs, die ich als große Bereicherung empfinde.“

Weiterführende Informationen zur DFG-Fachkollegienwahl 2027:

Ansprechperson

Stefan Wettengel, JMU-Wahlamt, dfgwahl2027@uni-wuerzburg.de

Von Anne von Thun

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