Sieben JMU-Studierende neu in der Bayerischen EliteAkademie
22.09.202638 neue Studierende hat die Stiftung Bayerische EliteAkademie (BEA) für den Jahrgang 2026 ausgewählt. Gleich sieben Geförderte kommen von der Universität Würzburg – so viele wie nie zuvor.
Nach einem umfangreichen Auswahlprozess steht der 28. Jahrgang der Stiftung Bayerische EliteAkademie (BEA) fest. 38 herausragend engagierte Studierende aus 13 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften wurden aufgenommen, so die Stiftung in einer Pressemitteilung.
Darunter sind 2026 gleich sieben Studierende der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU): Franziska Beisler, Clara Böhmer, Anna Fleck, Anne Gümpelein, Anna Mölle, Moritz Schanbacher und Asena Ünal – ein Rekordergebnis für die JMU! Im Rahmen einer zweijährigen studienbegleitenden Weiterbildung beschäftigen sie sich seit September mit Fragen von Führung, Verantwortung und werteorientierter Persönlichkeitsentwicklung.
Mehr als eine fachliche Förderung
„Bereits der Auswahlprozess hat mich stark dazu angeregt, über mich selbst, meine Werte, meine Motivation und meine Ziele im Leben nachzudenken“, so Jurastudentin Clara Böhmer.
Alle sieben Studierenden nennen die vielschichtige und interdisziplinäre Philosophie der BEA als eine zentrale Motivation für ihre Bewerbungen. Asena Ünal, Masterstudentin für Management, erklärt:
„An der BEA hat mich besonders angesprochen, dass es nicht nur um fachliche Leistung geht, sondern auch um Verantwortung, Haltung und ein reflektiertes Verständnis von Führung. Ich möchte mich intensiver mit diesen Themen auseinandersetzen, eigene Sichtweisen hinterfragen und gleichzeitig das einbringen, was ich während meines Studiums im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich gelernt habe.“
Kompetent für eine positive Zukunft
„Wir fördern junge Menschen, die nicht nur durch ihre Leistungen überzeugen, sondern auch den Wunsch mitbringen, Verantwortung zu übernehmen und zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Gesellschaft beizutragen“, so beschreibt Professor Johannes Wallacher, Stiftungsvorstand und Akademischer Leiter das Selbstbild der Akademie.
Dieser zukunftsorientierte und verantwortungsbewusste Ansatz überzeugte die Würzburger Studierenden.
Chemie-Student Moritz Schanbacher erwartet sich vor allem vom Mentoring viel: „Gerade in unsicheren Zeiten halte ich ethisch fundierte Lebens- und Führungskompetenzen für wichtiger denn je. Ich hoffe, in den zwei Jahren ein besseres Gespür dafür zu entwickeln, was gute Führung ausmacht.“
Für Anne Gümpelein (BWL) bedeutet Verantwortung, „die eigene Zukunft zu gestalten und dabei auch das Gemeinwohl im Blick zu haben.“ Neben globalen Themen nennt sie dabei auch ein lokales: „Mir liegt besonders der Erhalt unserer Weinkulturlandschaft am Herzen, damit sie auch für kommende Generationen erhalten bleibt. Dafür braucht es Menschen, die gemeinsam anpacken und andere zum Mitmachen motivieren.“
Für Franziska Beisler (Lehramt Gymnasium, Physik und Mathematik) steht die Bayerische EliteAkademie auch für die Chance, „den Perspektivwechsel auf den Begriff ‚Elite‘ selbst mitzutragen: Nicht als Ausdruck von Privilegien, sondern von Verantwortungsbewusstsein!“
Austausch und Team-Gedanke
Die BEA bringt Menschen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Lebenswelten und Perspektiven zusammen. „Dieser interdisziplinärer Austausch schafft Verständnis, eröffnet neue Denkweisen und stärkt die Fähigkeit, auch in komplexen Situationen verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen,“ so Stiftungsvorstand Oliver Jörg.
Clara Böhmer freut sich, „die anderen Stipendiaten kennenzulernen, mich mit ihnen
auszutauschen und zusammen Erfahrungen zu sammeln.“ Chemie-Studentin Anna Fleck hofft, dass aus der gemeinsamen Zeit nachhaltige Kontakte entstehen: „Ich glaube, dass die gemeinsamen Erfahrungen über einen Zeitraum von zwei Jahren besonders nachhaltig wirken und dass die Menschen, die man dabei kennenlernt, einen weit über das Programm hinaus begleiten werden.“
Der Teamgedanke ist auch für Anna Mölle (Lehramt Gymnasium, Physik und Mathematik) zentral: „Über viele Jahre im Ehrenamt habe ich erlebt, wie viel möglich wird, wenn ein Team gemeinsam an einer Vision arbeitet. Von der BEA erhoffe ich mir, Erfahrungen im Bereich Teambuilding und -führung gezielt zu vertiefen und bewusst in den beruflichen Kontext zu übertragen.“
Vielseitiges Programm
Die Förderung umfasst vier mehrwöchige Präsenzphasen einschließlich einer zweiwöchigen Bildungsreise in das außereuropäische Ausland in der vorlesungsfreien Zeit. Auf dem Programm stehen interaktive Seminaren und Workshops, Kaminabende mit Führungskräften aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur sowie Outdoortage und ein Besuch der europäischen Institutionen in Brüssel. Ergänzt wird die Ausbildung durch ein Mentoringprogramm und praxisnahe Projektarbeiten.
Franziska Beisler ist auf eine ganz bestimmte Erfahrung gespannt:
„Besonders freue ich mich auf das Bergrettungsseminar. Eine Person aus unserer Universität, die ich sehr schätze, hat mir erzählt, wie prägend eine ähnliche Erfahrung für sie war und dass sie gerade in komplexen und stressigen Situationen noch heute auf die dort gewonnenen Erkenntnisse zurückgreifen kann. Ich hoffe, dass mir die BEA eine ähnliche Erfahrung ermöglicht.“
Bewerbungsbeginn für 2027: 1. Oktober
Die Ausschreibung für den 29. Jahrgang startet am 1. Oktober 2026. Bewerbungen sind bis 13.Dezember möglich. Im November bietet die BEA eine Reihe von virtuellen Infoveranstaltungen. Für Stipendieninteressierte sind diese eine sehr gute Möglichkeit, die BEA und ihr Programm näher kennenzulernen und auch individuelle Fragen zu stellen. Aktuelle Termine und weitere Informationen.

