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Dr. Julien Martin Bobineau, Neuphilologisches Institut/Romanistik

20.02.2020

Dr. Julien Bobineau ist Habilitand am Lehrstuhl für Französische und Italienische Literaturwissenschaft und beteiligt sich am DAAD - Alumni - Projekt 2020 mit dem Thema 'Wandel gestalten - nachhaltiges Leben, Arbeiten & Forschen'.

Auftritt Dr. Bobineau - ScienceSlam 2019, Foto: Universitätsarchiv
ScienceSlam 2019, Foto: Universitätsarchiv

Herr Bobineau, wie würden Sie einem Laien Ihr Forschungsfeld beschreiben?

Als Literatur- und Kulturwissenschaftler beschäftige ich mich vorrangig mit französischsprachigen Literaturen und Kulturen in Frankreich, Belgien und in Subsahara-Afrika. Zu den Untersuchungsgegenständen meines Faches zählen sowohl klassische Texte wie Dramen, Romane oder Gedichte, aber auch modernere Medien wie Kinofilme, Fernsehserien, Comics oder Computerspiele. Dabei soll mit einem Fokus auf Entstehung, Struktur, Ästhetik und Wirkung ein besseres Verständnis der untersuchten Texte und Medien erreicht werden. Derzeit forsche ich v.a. zu den Auswirkungen der Kolonialzeit auf historische und zeitgenössische Kulturen in Afrika und in Europa, weiterhin zu den Erzählstrukturen von Fernsehserien und Computerspielen sowie zur Ethik der Jagd in der französischen Literatur des 17., 18. und 19. Jahrhunderts.

Was ist Ihr größter Motivator für Ihre Arbeit - was treibt Sie an?

Mein persönlicher Antrieb liegt einerseits in meiner wissenschaftlichen Neugier verortet: Im Rahmen meines Berufes lerne ich jeden Tag neues Wissen hinzu. Andererseits speist sich meine Leidenschaft aus der Freude an der Vermittlung dieses Wissens - ob im Hörsaal, in wissenschaftlichen Publikationen oder im Rahmen von populärwissenschaftlichen Veranstaltungen wie Science Slams oder vhs-Kursen.

Wo sehen Sie die größte Herausforderung darin, einen positiven Wandel zu einem nachhaltigen Leben und Arbeiten zu gestalten?

Die Problemstellungen in Bezug auf nachhaltiges Leben und Arbeiten sind sehr divers : Neben den umweltbezogenen Fragestellungen nach dem Klimawandel und dem Verbrauch von endlichen Ressourcen steht im Zeitalter der Globalisierung auch die soziale, wirtschaftliche und politische Gerechtigkeit im Fokus des Themas 'Nachhaltigkeit'. Die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts liegt meiner Ansicht nach darin, dass wir all jene Fragestellungen nicht isoliert voneinander betrachten können, sondern stets alle verschiedenen Dimensionen mitdenken müssen. Wir benötigen nun eine neue, holistische Ethik, an deren Konzeption alle Stakeholder beteiligt werden sollten.

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