Intern
Studierendenvertretung

Forderung zum Erhalt der Posthalle

16.11.2022

Wir fordern im Namen der knapp 30.000 Studierenden der Universität Würzburg die Stadt Würzburg dazu auf, für den Erhalt der Kulturstätte “Posthalle” einzutreten. Speziell fordert die Studierendenvertretung, dass Antrag 92‐2022 weiter behandelt und schlussendlich beschlossen wird.


Die Posthalle spielt eine wichtige Rolle im kulturellen Leben Würzburgs. Nirgends sonst im näheren Umkreis werden so regelmäßig und vielfältig Konzerte und ähnliche Veranstaltungen angeboten. Festivals und Events locken jährlich ca. 200.000 Besucher:innen in die Posthalle, damit ist sie schon seit fast 15 Jahren ein Motor der Gastronomie und Hotelbranche in Würzburg. Während all dieser Zeit war die Posthalle nie auf Hilfen angewiesen.
Da die Posthalle auch Künstler:innen von überregionaler Bekanntheit bedienen kann, sorgt die Posthalle auch für die Sichtbarkeit Würzburgs als Wohnort und ist so als Standortfaktor nicht zu unterschätzen. Besonders für Studierende wäre das Fehlen einer solchen Eventlocation sehr abschreckend.


Dass großes Interesse am Erhalt der Posthalle besteht, wurde mit der Initiative “Egal Wo! Hauptsache... Posthalle Retten!” von 2019 deutlich gemacht. Hier wurden 22.000 Unterschrifen gesammelt
und zuletzt hat sich auch der Stadrat einstimmig zu einem Erhalt bekannt. Nun müssen auf dieses Bekenntnis Taten folgen. Aufgrund der Planungsunsicherheit über das aktuelle Mietvertragsende, dem 30. Juni 2023, hinaus mussten bereits ca. 60 potentielle Kulturveranstaltungen abgelehnt werden. Eine ausreichende Auslastung und Refinanzierung ist der Posthalle sonicht mehr möglich. Dieser bedarf es aber jetzt, sofern der Mietvertrag entsprechend verlängert wird. Andere Faktoren sind die gestiegenen Energiekosten und die Inflation, welche Veranstaltungsorte wie die Posthalle zusätzlich belasten. Es braucht daher im kommenden Jahr eine finanzielle Unterstützung von Seiten der Stadt.


Sollte hier keine finanzielle Hilfe folgen, ist mit dramatischen Konsequenzen zu rechnen. Es gibt dann keine vergleichbare Kuturbühne mehr in der Studierendenstadt Würzburg. Der Studienstandort verliert einschneidende Attraktivität. Außerdem werden die Folgekosten aufgrund einer Unterbrechung für eine neue Posthalle auf dem Glaskeilgelände um ein vielfaches teurer. Das Know‐How der Mitarbeiter:innen geht verloren, das Inventar müsste neu angeschafft werden und langjährige Partnerschaften gehen verloren. Die 15 Mitarbeiter:innen und auch alle studentischen Hilfskräfte müssten entlassen werden. So würde die Posthalle wertvolle Mitarbeiter:innen, mit teilweise fast 15 Jahren Erfahrung, verlieren.

Aufgrund obiger Folgen ist klar, dass ein Fortbestehen der Posthalle nur dann sichergestellt ist, wenn die Stadt den Verlust ausgleicht. Falls die Posthalle wegfällt, wird ein wichtiger Teil der kulturellen Szene in Würzburg nachhaltig wegbrechen.
Deshalb fordert die Studierendenvertretung der Universität Würzburg die Stadt auf, ihrem Bekenntnis
zu folgen und alle nötigen Mittel für den Erhalt der Posthalle zur Verfügung zu stellen.

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