Referat Mobilität
FAQ zum Studierendenentscheid Semesterticket
Es geht um die Frage, wie teuer eine Erweiterung des Gültigkeitsbereich des Semestertickets maximal ausfallen soll. In zwei Entscheiden stehen dabei Preise in Höhe von 10 € bzw. 20 € zur Auswahl.
Neben der Stadt Würzburg und den Landkreisen Würzburg, Main-Spessart und Kitzingen, wäre das Semsterticket dann auch in der Stadt Schweinfurt und den Landkreisen Schweinfurt, Bad Kissingen, Haßberge und Röhn-Grabenfeld gültig.
Weil zur Frist der Einreichung des Studierendenentscheids kein Angebot durch den NVM vorgelegt wurde, haben wir zwei realistische Preise auf Grundlage von Studierendenwohndaten und Nutzungszahlen der Verkehrserhebung formuliert. Dabei setzen wir uns selbstverständlich für eine möglichst preisgünstige Lösung ein.
Du kannst dich in jedem der beiden Entscheide für und gegen eine Preisgrenze für eine Erweiterung entscheiden. Im Studierendenentscheid „Semesterticket: Erweiterung Geltungsbereich - 1“ kannst du der Erweiterung des Geltungsbereichs zum Preis von maximal 10 € pro Semester zustimmen oder diese ablehnen. Im Studierendenentscheid „Semesterticket: Erweiterung Geltungsbereich - 2“ kannst du uns, sollte eine Einigung bis 10 € pro Semester nicht möglich sein, die Möglichkeit geben, auch maximal 20 € Preissteigerung zu akzeptieren. In beiden Fällen setzen wir uns selbstverständlich für eine möglichst preisgünstige Lösung ein.
Wenn beide Studierendenentscheide nicht angenommen werden, wird sich das Referat Mobilität in den Verhandlungen zum Semesterticket gegen eine kostenpflichtige Erweiterung des Geltungsbereichs aussprechen. Eine Weiterführung des Semestertickets generell steht nicht zur Abstimmung.
Dann musst du dem Entscheid „Semesterticket: Erweiterung Geltungsbereich - 1“ zustimmen und den Entscheid „Semesterticket: Erweiterung Geltungsbereich - 2“ ablehnen.
Dann musst du beiden Entscheiden „Semesterticket: Erweiterung Geltungsbereich - 1“ und „Semesterticket: Erweiterung Geltungsbereich - 2“ zustimmen.
Dann musst du beide Entscheide „Semesterticket: Erweiterung Geltungsbereich - 1“ und „Semesterticket: Erweiterung Geltungsbereich - 2“ ablehnen.
Im Januar 2025 wurde der damals für die Stadt Würzburg zuständige Verkehrsverbund (VVM) durch einen neuen Verkehrsverbund (NVM) abgelöst, der ein deutlich größeres Verbundgebiet hat. Weil in diesem Zusammenhang die Tickets auf den neuen größeren Bereich erweitert wurden, werden seitdem Gespräche darüber geführt, ob auch das Semesterticket einen vergrößerten Geltungsbereich haben soll. Zudem wird sich ein einheitliches Semesterticket für die beiden Hochschulstandorte im Verbundgebiet, Würzburg und Schweinfurt gewünscht.
Es würde zu einer einmaligen Preissteigerung für die Erweiterung des Geltungsbereiches kommen. Dieser Preis bleibt auch in den folgenden Semestern weiterhin bestehen. Zudem kann es in den Folgejahren zu weiteren Preiserhöhungen durch die normalen Tarifsteigerungen kommen.
Normale Tarifsteigerungen sind die normalen Preisentwicklungen im ÖPNV. Durch i.d.R. steigende Personalkosten, Spritpreise und Aufwendungen für Reparaturen/Neuanschaffungen von Fahrzeugen verändern sich die durchschnittlichen Kosten pro Fahrtkilometer. Diese werden dann auf die verschiedenen Ticketsysteme umgelegt und führen zu einer Verteuerung.
108,00 € zum Sommersemester 2026 und 110,10 € zum Wintersemester 2026/27.
In den Jahren 2009 und 2014 wurde der Gültigkeitsbereich des Semestertickets bereits um die Landkreise Kitzingen und Main-Spessart erweitert. Beide Erweiterungen waren relativ günstig (jeweils ~ 0,5 € pro Semester). Im Rahmen einer umfassenden Verkehrszählung und -erhebung hat der NVM in seinem gesamten Gebiet 2022-2023 Daten über das Nutzungsverhalten erhoben. Ein Ergebnis der Erhebung war außerdem, dass Studierende den ÖPNV in den Landkreisen Kitzingen und Main-Spessart - gerade auf den Bahnstrecken - intensiver nutzen als in der Vergangenheit angenommen. Die Verkehrsunternehmen haben daher eine Preiserhöhung entsprechend einer gutachterlichen Empfehlung verhandelt. Nachdem die einzige Alternative eine Kündigung des Semestertickets gewesen wäre, entschied sich das Referat Mobilität in Rücksprache mit dem Studierendenparlament dafür, der Preiserhöhung zuzustimmen.
Das Semesterticket funktioniert als Solidarmodell: das bedeutet, dass alle Studierenden den gleichen Betrag zahlen – unabhängig davon, wie intensiv sie den ÖPNV nutzen. Dadurch leistet das Semesterticket eine große Verlässlichkeit für die Verkehrsunternehmen, da sie jedes Semester mit hohen Einnahmen aus dem Semesterticket rechnen können. Diese Verlässlichkeit sorgt dafür, dass das Ticket für alle Studierenden günstig angeboten werden kann.
Laut einem Gerichtsurteil darf der Preis eines Solidartickets wie dem Semesterticket maximal 60 % des Preises des Deutschlandtickets betragen. Da wir das Bayerische Ermäßigungsticket beziehen können, dürfte uns der NVM ein solches Ticket nur zu einem sehr günstigen Preis anbieten, was nicht im Interesse der Verkehrsunternehmen liegt.
Bei einem solchen Modell müssten Studierende mehr zahlen, die bisher nicht regelmäßig ein ermäßigtes Deutschlandticket kaufen, aber weiterhin gerne im bisherigen Geltungsbereich den ÖPNV nutzen möchten. Zudem wird die Zukunft des Deutschlandtickets politisch bestimmt und ist somit deutlich unsicherer als das Semesterticket. Ein weiterer großer Vorteil des Semestertickets sind die vertraglich zugesicherten Leistungen, wie die Garantie eines bestimmten Taktes auf Buslinien in Richtung Hubland. Außerdem haben wir mit dem Semesterticket bei den Verkehrsunternehmen eine Grundlage, auf deren Basis wir bei der Gestaltung von Buslinien und deren Fahrplänen mitgestalten können.
Zunächst könnte man in den neu hinzugekommenen Gebieten den ÖPNV nutzen, ohne dafür ein zusätzliches Ticket lösen zu müssen. Dies ist besonders für Personen relevant, die aus diesen Landkreisen stammen, aber auch für Studierende, die dort für Praktika absolvieren müssen. Außerdem wäre eine Anbindung zwischen den beiden Standorten der THWS endlich mit dem Semesterticket möglich.
Die neu hinzugekommenen Gebiete sind recht weit weg von Würzburg, wodurch vermutlich viele Studierende einen höheren Preis für das Semesterticket zahlen müssten, ohne die zusätzlichen Leistungen regelmäßig zu nutzen.
Der Semesterbeitrag wird von allen Studierenden jedes Semester an das Studierendenwerk gezahlt, er setzt sich aus dem Studierendenwerksbeitrag und dem Beitrag für das Semesterticket zusammen. Weitere Infos findest du hier.
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