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    Professional School of Education

    Herbsttagung

    Herbsttagung 2022/ Schulentwicklungstage - online

    Mut macht Schule - Perspektiven für eine starke Bildung

    Durch die Ausbreitung des Coronavirus und auf Grund der aktuellen Lage in der Ukraine  stehen die Schulen vor großen Herausforderungen.

    Innerhalb kürzester Zeit wurden dem Schulsystem  eine Vielzahl  komplexer, neuer  Aufgaben gestellt, die oft nur schwierig zu lösen sind.

    Der Schulentwicklungstag 2022 / Herbsttagung 2022 beschäftigt sich deshalb in diesem Jahr mit dem Thema Mut machen nach und in der Krise, motivieren und stark bleiben (Resilienz).

    Auch im Jahr 2022 findet die gemeinsame Tagung der PSE und der regionalen Schulentwicklung, unsere "Herbsttagung/Schulentwicklungstage" online statt.

    In der Zeit vom 4. bis 6. Oktober 2022 sind Sie herzlich eingeladen, sich mit Vorträgen und Kurzimpulsen aus der Praxis fortzubilden. 

     

    Grußworte

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    im Namen der Julius-Maximilians-Universität (JMU) begrüße ich Sie herzlich zur Herbsttagung 2022 der Professional School of Education (PSE), die – inzwischen schon zur Tradition geworden – wieder gemeinsam mit den Schulentwicklungstagen der unterfränkischen Schulbehörden und der regionalen Schulentwicklung veranstaltet wird. Wie bereits in den beiden vergangenen Jahren findet die Tagung erneut im Online-Format statt. Im Vordergrund stehen dabei die aktuellen Herausforderungen, die sich für die Schulen insbesondere durch die Pandemie und den Ukrainekonflikt ergeben.

    An der Universität Würzburg mit ihren rund 28.000 Studierenden in 250 Studiengängen bilden die Lehramtsstudiengänge einen besonderen Schwerpunkt. Nahezu 6.500 Lehramtsstudierende sind derzeit in einer der vielen möglichen Fächerkombinationen an der JMU immatrikuliert. Die Universität unterhält zudem langjährige Kooperationen mit den unterfränkischen Gymnasien und Realschulen, mit mehreren Fach- und Berufsoberschulen sowie mit Schulen in angrenzenden Regionen. Auch mit Grund-, Mittel- und Förderschulen besteht eine enge Zusammenarbeit. Die PSE bündelt die bestehenden akademischen und praxisbegleitenden Angebote der Universität in der Lehrerbildung fakultätsübergreifend. Die PSE setzt sich einen neuen Schwerpunkt im Bereich der Bildungsforschung mit dem Ziel, auf diese Weise die Lehrerbildungs- und Forschungsaktivitäten an der JMU fachlich und institutionell weiterzuentwickeln.

    Durch die Verbindung von universitärer Lehre und Forschung im Bereich der Lehramtsfächer und Lehramtsdidaktiken auf der einen Seite und der Schulpraxis auf der anderen Seite fließen aktuelle Entwicklungen und Fortschritte in die Angebote ein, die sowohl den Studierenden als auch den Lehrkräften zugutekommen. Es freut mich auch sehr, dass in diesem Zusammenhang zum kommenden Wintersemester 2022/23 der Zusatzstudiengang Antisemitismuskritische Bildung für Unterricht und Schule (ZABUS) erstmalig an der JMU angeboten wird (angesiedelt am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik). Er greift ein Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz auf, dem wir in unserem Land in ganz besonderer Weise verpflichtet sind.

    Das Motto der diesjährigen Herbsttagung „Mut macht Schule – Perspektiven für eine starke Bildung“ kann ebenfalls in diese Richtung verstanden werden. Es rückt insbesondere Strategien zur Krisenbewältigung und Resilienz in den Mittelpunkt. Noch bevor die Auswirkungen der Coronazeit konkret abschätzbar oder gar geschultert waren, folgt nun – verursacht durch die Lage in der Ukraine – für die Schulen bereits der nächste Kraftakt. Hierbei ist es wichtig, gute Werkzeuge an der Hand zu haben, um die Vielzahl der oft schwierigen und komplexen Aufgaben lösen zu können. Es gilt die eigene Motivation aufrecht zu erhalten, um nicht erschöpft zu resignieren. Die Veranstaltung möchte hier ihren Beitrag leisten und Möglichkeiten bzw. Methoden zur Bewältigung problematischer Situationen und Stärkung der mentalen Widerstandsfähigkeit aufzeigen.

    Mein besonderer Dank gilt der PSE, den unterfränkischen Schulbehörden und dem Team der regionalen Schulentwicklung sowie allen Beteiligten, die inhaltlich mit Vorträgen und Workshops oder organisatorisch ihre wertvollen Beiträge zu dieser Tagung leisten. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam auch weiterhin viel Positives für den Fortschritt und die Sicherung der Qualität universitärer wie schulischer Lehre bewirken können.

    In diesem Sinne wünsche ich allen eine interessante, erkenntnisreiche und mutmachende Veranstaltung sowie einen anregenden Austausch miteinander.

    Prof. Dr. Paul Pauli

    Präsident der Universität Würzburg

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,


    im vergangenen Schuljahr ist trotz der verbliebenen coronabedingten Einschränkungen wieder deutlich mehr Normalität in den schulischen Alltag eingekehrt. Schulische Aktivitäten wie Konzerte oder Klassenfahrten waren endlich erneut möglich und die Schulen wurden wieder zu einem Ort des gemeinschaftlichen Lernens im Klassenzimmer und der sozialen Begegnung.
    Die Zeit der großen Herausforderungen ist allerdings noch nicht überwunden: Die Schulen arbeiten die Pandemie pädagogisch auf, schließen Lernlücken und stärken das soziale Miteinander. Darüber hinaus stellt der Krieg in der Ukraine die Schulen in Bayern ebenfalls vor neue Aufgaben: Geflohene Kinder und Jugendliche werden aufgenommen und erfolgreich in die Schulfamilien integriert. Der Schulgemeinschaft gebührt daher unser Respekt und unser herzlicher Dank.
    In diesen turbulenten Zeiten ist es die zentrale Aufgabe von Schule, den Dialog mit den Kindern und Jugendlichen zu fördern und ihnen Halt und Verlässlichkeit zu geben. Dazu werden u. a. Erkenntnisse des Krisenmanagements aus den vergangenen zwei Jahren in den Alltag integriert, Strategien zum Umgang mit Belastungen angewandt und das Wir-Gefühl innerhalb der Schulfamilie weiter gestärkt. So können Stabilität und Sicherheit zurück in den Alltag aller an Schule Beteiligten gebracht und eine geschützte Lehr- und Lernumgebung geschaffen werden.
    Die regionalen Schulentwicklungstage unterstützen diese Arbeit der Schulen vor Ort mit einem wertvollen Fortbildungsprogramm, das erneut online verfügbar ist. Es freut mich sehr, dass wieder interessierte Kolleginnen und Kollegen aus ganz Bayern an dem breiten Themenspektrum der Fortbildungen teilhaben können. Deshalb geht mein besonderer Dank an die Schulentwicklungsberaterinnen und Schulentwicklungsberater. Ohne deren fortwährenden Einsatz wären solche übergreifenden Tagungen zu aktuellen Themen der Schulentwicklung nicht möglich.
    Ebenso danke ich den Referentinnen und Referenten für ihre zahlreichen Vorträge und Workshops.
    Ihnen, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wünsche ich gewinnbringende Fortbildungen mit vielen neuen Impulsen und Ideen sowie ausreichend Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch. Auch für Ihr Interesse und Engagement möchte ich mich bedanken – denn nur mit Ihrer Unterstützung kann die Multiplikation der Tagungsinhalte in die Fläche des Freistaates gelingen.

    München, im September 2022
    gez. Juliane Stubenrauch-Böhme, MRin
    Referat VII.3

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Auch ich darf Sie - alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Herbsttagung und der Schulentwicklungstage 2022 - im Namen der Professional School of Education ganz herzlich begrüßen. Wir – in meinem Falle die Professional School of Education der Universität Würzburg – freuen uns jedes Jahr auf diese große Tagung, weil die Zusammenarbeit mit den Schulbehörden in Unterfranken immer fruchtbar und lehrreich ist und alle Beteiligten an einem Tisch oder in diesem Jahr leider wieder am Monitor sitzen und sich gegenseitig inspirieren und offensichtlich – dies zeigt ihre Teilnahme - ein attraktives Programm für Sie zusammengestellt haben. Mit dieser Tagung verbinden wir eine langjährige Tradition der guten Zusammenarbeit von Schule und Hochschule – die sich auch durch Corona nicht ausbremsen ließ. Das bewährte Tagungskonzept mit einem Mix aus Vorträgen und Workshopformaten – dieses Jahr ist es ein Markt der Möglichkeiten - konnten wir wie bereits in den vergangenen zwei Jahren ins Digitale transformieren. 

    Auch wenn uns klar ist, dass das die Begegnungen und Gespräche am Rande der Tagung nicht ersetzen kann, sind wir froh, diese über Jahre gewachsene Zusammenarbeit auch in der Pandemie fortzusetzen – wenn auch mit einem hoffentlich letztmaligen digitalen Angebot. Umso mehr freut es uns, wenn wir Sie im kommenden Jahr wieder in Echt in unserem großen Hörsaal begrüßen können. Bedanken möchte ich mich schon jetzt für die inzwischen langjährige finanzielle Unterstützung durch die Lehrerverbände bllv, blrv, bpv, GEW und europafels. Ohne Sie wäre es uns nicht möglich diese Tagung so durchzuführen!

    Unser Tagungsthema „Mut macht Schule - Perspektiven für eine starke Bildung“ legt den Fokus auf eine Auseinandersetzung mit den Frage, wie können allen an Schule Beteiligten – Lehrer:innen, Schüler:innen, Eltern – Perspektiven aufgezeigt werden, die ermutigen, unter den aktuellen Umständen hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Sei es mit Hilfe von theologischen Sinndeutungen, durch Aufbau von Resilienz im Kontext von Krisen und Katastrophen, oder durch ganz konkrete Beispielen aus dem Schulalltag. 

    Ich freue mich auf diese Tagung und die vielen Beiträge in dieser Woche und wünsche Ihnen viele Impulse und Ideen für Ihre tägliche Arbeit.

    Prof. Dr. Thomas Trefzger

    Direktor der PSE

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    die letzten zwei Jahre haben den Schulen enorm viel an Kraft, Flexibilität, Kreativität und Engagement abverlangt. Die Auswirkungen auf alle Mitglieder der Schulfamilie wurden nicht nur wissenschaftlich untersucht, wir sehen diese auch in unserer täglichen Arbeit. Und die Entwicklungen in diesem Jahr lassen den Schluss zu, dass wir auch weiterhin gefordert sein werden, kreative und flexible Lösungen zu finden.

    Daher bin ich sehr dankbar, dass die diesjährigen Schulentwicklungstage sich dem Thema der Stärkung von Schule als Bildungsort widmen. Möglichkeiten und Perspektiven aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte in krisenhaften Situationen den Mut nicht verlieren und sich und andere motivieren, stark zu bleiben, ist eine Zielsetzung, die sehr passend für unsere Zeit ist. Denn erfolgreiches Bildungshandeln setzt voraus, dass Kinder und Jugendliche selbstbewusst und zuversichtlich in die Zukunft blicken können im Wissen, dass die ihnen vermittelten Kompetenzen sie befähigen, aktuelle und künftige Situationen zu bewältigen und zu gestalten. Dies zu erreichen ist und bleibt eine der Kernaufgaben von Schule. Wenn diese Aufgabe gelingt, profitiert nicht nur der Einzelne, sondern unsere Gesellschaft als Ganzes.

    Ich danke daher den Organisations- und Beraterteams sowie allen Referentinnen und Referenten, die sich diesem so wichtigen Thema widmen, sehr herzlich für ihr Engagement.

    Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich, dass sie viele hilfreiche Informationen und Eindrücke mitnehmen, die sie in den Schulfamilien vor Ort gewinnbringend einsetzen können.

    Würzburg, den 28.09.2022

    Monika Zeyer-Müller

    Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken

    Vorsitzende der Konferenz der Schulaufsicht in Unterfranken


    Was mir Halt gibt und Mut macht. Resilienzförderung für Lehrende und Lernende aus (inter)religiöser Perspektive

    Vortrag von Frau Prof.in Dr.in Elisabeth Naurath

    Jeden Tag neue Hiobsbotschaften. Aktuell stehen viele Lehrkräfte vor der herausfordernden Frage, wie sie auf Ängste von Schülern und Schülerinnen reagieren sollen, die vor allem von medialen Eindrücken des Krieges in der Ukraine, aber auch von Themen wie Klimawandel, Gewalt oder Missbrauchsskandalen stark belastet sind und ihre sorgenvollen Fragen nach der Zukunft in den Unterricht mitbringen. Auch grundlegende Fragen nach dem Bösen und dem Leiden spielen hier mit hinein. Gibt es eigentlich von theologischer Seite Tröstendes, Halt gebendes und Ermutigendes?  Können wir Antwortversuche und Bewältigungsstrategie finden, die uns selbst als Lehrende an Leib und Seele gut tun und die uns helfen, auch unseren Schülern und Schülerinnen Mut zu machen? Wie kann religiöse Bildung angesichts von Ohnmachtsgefühlen und Zukunftsängsten ermutigen und Resilienzen aufbauen? Diesen Fragen wollen gemeinsam - grundsätzlich und an konkreten Beispielen - mit Blick auf religiöse Sinndeutungen nachgehen.

    Frau Prof. Naurath ist Theologin und Religionspädagogin. Seit 2013 ist sie Professorin für Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts der Universität Augsburg. Sie arbeitet  mit dem Schwerpunkt Friedensbildung und interreligiöse Bildung.

    Der Vortrag mit Diskussion findet statt am Dienstag, 04.10.2022, 14.00 Uhr bis etwa 16.00 Uhr

    Anmeldung über FIBS:  M046-0/22/307105-1

     

     

    Resilienz im Kontext von Krisen und Katastrophen: was kann Schule beitragen?

    Vortrag von Frau Ao. Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Juen, Universität Innsbruck

    Resilienz beinhaltet drei wesentliche Aspekte: Erholungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und Wachstumsfähigkeit von Einzelnen, Gruppen, Gemeinschaften und Systemen. Resilienz von Einzelnen muss immer gemeinsam mit Resilienz von Gruppen, Gemeinschaften und Resilienz der Schule als Ganzes betrachtet werden. Die Resilienzförderung von Schüler*innen hängt auch von der Befindlichkeit ihrer Bezugspersonen (Eltern, Lehrkräfte) ab.

    Schule ist für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Kontext zur Resilienzförderung. Allerdings sollte die schulische Umgebung in bestimmter Weise strukturiert sein damit Resilienz gefördert wird. Aus systemischer Sicht muss Schule Sicherheit, Verbundenheit aller Gruppen, Selbst und kollektive Wirksamkeit, Ruhe (Erholungsräume) und Hoffnung (Zukunftsperspektiven) zur Verfügung stellen.

    Frau Prof.in Juen arbeitet am Institut für Psychologie der Universität Innsbruck. Ihre Schwerpunkte sind Klinische Psychologie, Notfallpsychologie und Krisenintervention. 

    Der Vortrag mit Diskussion findet statt am Mittwoch, 05.10.2022, 14.00 Uhr bis etwa 16.00 Uhr

    Anmeldung über FIBS: A026-40.1/22/308024-1

     

     

    Markt der Möglichkeiten: Kurzimpulse aus der Praxis

    Am 6. Oktober stehen Impulse aus der Praxis mit  Methoden und Ideen die Menschen Mut und Schulen fit für die Zukunft machen, im Fokus. Nach einer kurzen Einführung haben Sie in drei Zeitslots die Gelegenheit, je einen Impuls kennenzulernen und zu vertiefen. Jeder Impuls (Dauer: ca. 20 min) wird 3x vorgestellt. Jede+r Teilnehmer*in kann somit drei Impulse besuchen. Alle Impulse werden in einem Padlet zusammenfassend vorgestellt.  Link zum Padlet

    Donnerstag, 6. Oktober 2022, 14:00 Uhr bis etwa 16:30 Uhr

    Anmeldung über FIBS: M52N-0/22/28

    Vielen Dank an unsere Sponsoren!