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Professional School of Education

Herbsttagung

Co-Teach-Abschlusstagung - Herbsttagung 2023/ Schulentwicklungstage

Digitalisierte Welt und Bildung. Perspektiven der Lehrkräftebildung und pädagogische Praxis

Am 4. und 5. Oktober 2023 widmet sich die diesjährige PSE-Herbsttagung bzw. der Schulentwicklungstag in Zusammenarbeit mit dem BMBF-Projekt CoTeach dem Thema Digitalität und Bildung aus verschiedenen Perspektiven.

Die Besonderheit der diesjährigen Tagung liegt in der Verknüpfung der bisher fokussierten Schulpraxis mit der neu hinzukommenden wissenschaftlichen Perspektive, durch das Projekt CoTeach. „Connected Teacher Education“, kurz „CoTeach“ – unter diesem Projekttitel erforschten über drei Jahre lang 15 Professoren*innen und 14 Promovierende in interdisziplinären Teams innovative digitale Lernkontexte. Die innovativen digitalen Konzepte für (angehende) Lehrkräfte reichen von AR-Apps für den Physikunterricht, Simulationen für den Mathematikunterricht,  Medienkompetenzvermittlung in inklusiven Grundschulklassen mittels Storytelling, VR-Lernumgebungen für den modernen Fremdsprachenunterricht, VR-Lehr-Lernszenarien in einem außerschulischen Lernort für den Religionsunterricht, Lernstrategien und Lernkurs, pädagogisches Konzept zur Förderung von interkulturellen medienbezogenen Kompetenzen von Dozierenden in der Lehrer*innenbildung.

Am 4. Oktober wird das Tagungsthema aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet. Die Expertin Prof. Dr. Scheiter gibt nicht zuletzt als Mitglied der Steuerungsgruppe der Transferstelle des Kompetenzverbundes lernen:digital eine aktuelle Einschätzung der Thematik und leitet Impulse aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und ihren vielfältigen Erfahrungen ab. Anschließend präsentieren 14 Promovierende und 15 Professoren*innen des vom BMBF finanzierten Projektes „CoTeach – Connected Teacher Education“ ihre Ergebnisse in einem Posterrundgang vor und stellen diese zur Diskussion.

Am 5. Oktober wechselt der Fokus von der Wissenschaft hin zur Praxis. Frau Prof. Dr. Nord (Universität Würzburg) spannt den Bogen aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem CoTeach-Projekt zur didaktischen und praktischen Umsetzung. Prof. Dr. Gerholz (Universität Bamberg) präsentiert Erkenntnisse Erkenntnisse zur Generation Z, deren Nutzung digitaler Medien und vervollständigt den Transfergedanken. Nach den beiden Impuls-Vorträgen finden zwei Runden mit jeweils ca. 18 Workshops (darunter 5 Workshops aus dem CoTeach-Projekt) sowie eine abschließende (moderierte) Podiumsdiskussion mit den beiden Referent*innen Frau Prof. Dr. Nord und dem Wirtschaftspädagogen Prof. Dr. Gerholz, dem Leiter des Arbeitspakts 3 von CoTeach Prof. Dr. Siller, StR Roman Kruse sowie StR Michael Kühnert statt.


Hier geht's zum CoTeach-Doku-Film


Grußworte

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen der Julius-Maximilians-Universität (JMU) begrüße ich Sie ganz herzlich zur diesjährigen Herbsttagung der Professional School of Education (PSE) und gleichzeitig zur Abschlusskonferenz des BMBF-Projektes “Connected Teacher Education” (CoTeach), das im Rahmen der bundesweiten Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der Universität Würzburg von 2020 bis 2023 stattfindet.

Die zweitägige Veranstaltung ist in diesem Jahr in mehrfacher Hinsicht ganz besonders:

Die erste Besonderheit ist, dass die Herbsttagung in enger Zusammenarbeit mit den Schulentwicklungstagen der unterfränkischen Schulbehörden und der regionalen Schulentwicklung nun bereits zum 14. Mal stattfindet. Damit kann – ohne zu übertreiben – die Erfolgsgeschichte “Herbsttagung” mit jährlich ca. 300 Teilnehmenden fortgeschrieben werden.

Die zweite Besonderheit ist die Fusion der Herbsttagung mit dem Projektabschluss von CoTeach. 15 wissenschaftliche Projektmitarbeiter:innen und 15 Professor:innen präsentieren nach über dreijähriger intensiver Forschung kurz vor dem Projektende ihre Ergebnisse – zum einen als interaktiver Posterrundgang (4.10.) und zum zweiten in Form verschiedener Workshops (5.10.). Seit März 2020 entwickelten, gestalteten und evaluierten sie in interdisziplinär zusammengesetzten Teams innovative digitale Lernkontexte, um nicht zuletzt die Digitalisierung in der Lehrkräftebildung an der JMU nachhaltig voranzutreiben. Ich bin stolz darauf, dass wir als JMU mit dem vom BMBF mit 2,1 Mio. geförderten Projekt CoTeach Teil der bundesweiten Initiative „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ sind.

Die dritte Besonderheit liegt in der Verknüpfung der bisher stärker fokussierten Schulpraxis mit der nun umfangreichen wissenschaftlichen Perspektive durch das Projekt CoTeach. Dieser Brückenschlag – als immer wieder eingeforderter Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis – gelingt unter dem diesjährigen Tagungsthema „Digitalisierte Welt und Bildung. Perspektiven der Lehrkräftebildung und pädagogischen Praxis“. Nur ein aktiver Austausch zwischen der universitären Lehrkräftebildung und der schulischen Praxis kann dafür sorgen, dass zukünftige und erfahrene Lehrkräfte auf die aktuellen und anstehenden Herausforderungen insbesondere im Bereich der Digitalisierung gut vorbereitet sind und mit diesem Thema kompetent und förderlich umzugehen wissen.

Vor dem Hintergrund der hohen Relevanz dieser Veranstaltung gilt mein besonderer Dank der PSE, dem gesamten CoTeach-Projektteam, den unterfränkischen Schulbehörden und der regionalen Schulentwicklung sowie allen Beteiligten, die inhaltlich mit Vorträgen und Workshops oder organisatorisch wertvolle Beiträge zu dieser Tagung leisten.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine interessante, erkenntnisreiche und mutmachende Veranstaltung sowie einen anregenden Austausch miteinander.

 

Prof. Dr. Paul Pauli

Präsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich heiße Sie herzlich willkommen zu den regionalen Schulentwicklungstagen 2023. Ich freue mich sehr, dass die Veranstaltungen endlich wieder flächendeckend in Präsenz stattfinden können und Sie alle damit wieder mehr Gelegenheit zum persönlichen Austausch haben.

Die vergangenen Jahre stellten eine Zäsur in vielen Lebensbereichen dar – die Schulfamilie war hier besonders betroffen. Und wir alle wissen: Ein Zurück in die schulische „Normalität“ der Zeit vor Corona gibt es nicht mehr. Jetzt richtet sich der Blick nach vorne, denn in der schulischen „Normalität“ der Zeit nach Corona muss es unser Ziel sein, dass die Schulen gestärkt aus der Pandemie hervorgehen. Dazu ist eine konstante und zukunftsorientierte Entwicklung an den Schulen notwendig.

In diesem Zusammenhang ist die Bedeutung von Schulentwicklung besonders wichtig: Denn Schulentwicklung trägt maßgeblich dazu bei, den Umgang mit systemischen Veränderungen zu begleiten und sichert die passgenaue Umsetzung vor Ort an den einzelnen Schulen.

Eine weitere Bestrebung der regionalen Schulentwicklungstage im laufenden Schuljahr ist die Anknüpfung an das Geleistete der Schulen. Gerade nach den schwierigen Zeiten der Pandemie und der damit oftmals einhergehenden öffentlichen Negativberichterstattung ist es wichtig, dass die Schulen wieder vermehrt ihre individuellen Stärken in den Vordergrund stellen und den Entwicklungsprozess auch dort ansetzen, wo sie schon besonders versiert sind. Eine stärkenorientierte Schulentwicklung unterstützt diesen Prozess nachhaltig. Natürlich kann und soll auch weiterhin bedarfsgerechte Schulentwicklung dort stattfinden, wo eine Schule für sich selbst Potential zur Optimierung identifiziert. Eine solche Professionalisierung ist nicht nur für alle Beteiligten besonders gewinnbringend, sondern hilft auch, Alleinstellungsmerkmale von Schulen zu schärfen. Und nur so kann Schule auch wieder die Gelegenheit bieten, nicht nur ein Ort des Lernens zu sein, sondern auch ein Ort des sozialen Miteinanders für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler.

Wir leben weiterhin in einer Zeit großer Veränderungen – die regionalen Schulentwicklungstage leisten mit ihrem Fortbildungsprogramm einen wertvollen Beitrag dazu, dass diese Veränderungsprozesse an den Schulen angestoßen und begleitet werden können.

Der ReSET in Unterfranken steht dieses Jahr daher unter dem Motto „Digitalisierte Welt und Bildung. Perspektiven der Lehrkräftebildung und pädagogischen Praxis“. Dazu wird im Regierungsbezirk Unterfranken durch die Kooperation mit der PSE wieder eine Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlagen: Als Teilnehmende erhalten Sie am ersten Tag des ReSET Einblicke in das umfassende Projekt „CoTeach“, das sich über drei Jahre hinweg innovativen digitalen Lernkontexten widmete. Der zweite Tag des ReSET befasst sich mit den Ergebnissen für die didaktische Praxis sowie der Haupt-Zielgruppe des digitalen Angebotes, der Generation Z. Die Erkenntnisse werden in vielfältigen Workshops vertieft und die einzelnen Perspektiven in einer abschließenden Podiumsdiskussion reflektiert.

Mein besonderer Dank für dieses ansprechende Programm geht an Frau Doris Grimm als zuständige Schulentwicklungsberaterin: Ohne ihren engagierten und fortwährenden Einsatz wären die Tagungen in diesem Format nicht möglich, denn das Aufgreifen aktueller Themen der Schulentwicklung und die Aufbereitung für ein alle Schularten übergreifendes Zielpublikum bedarf eines besonderen Fingerspitzengefühls in der Vorbereitung.

Ihnen, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wünsche ich eine gewinnbringende Fortbildung: Sie sind es, die hier und heute möglichst viele neue Ideen und Impulse mitnehmen und diese passgenau an Ihren Schulen multiplizieren und umsetzen. Denn um etwas so Komplexes wie das System Schule an die vielfältigen Veränderungen anzupassen, bedarf es engagierter Lehrkräfte, die für die Schulentwicklung brennen und die diese kontinuierlich und beherzt vorantreiben.

Dafür möchte ich mich bei Ihnen allen bedanken!

 

München, im September 2023

Juliane Stubenrauch-Böhme, MRin

Referat VII.3

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie - alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schulentwicklungstage 2023 - im Namen der Professional School of Education ganz herzlich begrüßen. Mit dieser Tagung verbinden wir, dieses Jahr zum vierzehnten Mal, eine langjährige Tradition der guten Zusammenarbeit von Schule und Hochschule. Wir – in meinem Falle die Professional School of Education der Universität Würzburg – freuen uns jedes Jahr auf diese große Tagung, weil die Zusammenarbeit mit den Schulbehörden in Unterfranken immer fruchtbar und lehrreich ist und alle Beteiligten sich gegenseitig inspirieren und offensichtlich – dies zeigt ihre Teilnahme - ein attraktives Programm für Sie zusammengestellt haben.

Zentrales Thema ist die Bildung in einer digitalisierten Welt: Wie sieht guter Unterricht mit digitalen Medien aus? Was sind die gesellschaftlichen Implikationen der Digitalisierung? Wie lassen sich die wissenschaftliche Perspektive und die Schulpraxis gewinnbringend verbinden? Im Rahmen von Workshops, Kurzpräsentationen und Vorträgen werden wir mit Ihnen diese Fragen diskutieren.

Die diesjährige Tagung unterscheidet sich aber dadurch, dass sie gleichzeitig die Abschlusstagung des BMBF-Projekts „Connected Teacher Education“ der bundesweiten Qualitätsoffensive Lehrerbildung ist. Drei Jahre lang haben die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in interdisziplinären Teams innovative digitale Lernkontexte untersucht – angefangen bei Augmented-Reality-Apps für den Physikunterricht über die Vermittlung von Medienkompetenz in inklusiven Grundschulklassen bis zu Virtual-Reality-Lernumgebungen für den modernen Fremdsprachenunterricht, um nur ein paar Angebote zu nennen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts werden Ihnen  ihre Forschungsergebnisse und innovativen digitalen Lernkontexte in Kurzpräsentationen und Workshops vorstellen.

Eine Besonderheit der diesjährigen Tagung liegt also in der Verknüpfung der Schulpraxis mit der wissenschaftlichen Perspektive durch das Projekt „Connected Teacher Education“. Auch in diesem Projekt war die Digitalisierung das zentrale Thema, insbesondere der Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis.

Es ist uns gelungen, über das Thema der Digitalisierung die schulische Praxis mit der Wissenschaft gewinnbringend für alle Perspektiven zu verbinden. Gemeinsam mit unseren Praxispartnern*innen und weiteren Digitalisierungsinitiativen an der Universität Würzburg wie z.B. dem Kompetenzzentrum für digitales Lehren und Lernen (DigiLLabs) der Professional School of Education oder auch dem WueDive-Projekt für digitale Innovationen in der Lehre, können wir im Zeitalter der Digitalisierung auch weiterhin viel Positives für den Fortschritt und die Sicherung der Qualität universitärer als auch schulischer Lehre bewirken.

Ich freue mich auf diese besondere Tagung und wünsche Ihnen viele Impulse und Ideen für Ihre tägliche Arbeit.

Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Organisationsteam für die hervorragende Planung und den Referentinnen und Referenten für die zahlreichen, praxisrelevanten Beiträge.

Prof. Dr. Thomas Trefzger

Direktor der PSE

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

nach den online-Veranstaltungen in den Jahren der Pandemie bin ich sehr dankbar, dass es nun wieder möglich ist, Schulentwicklungstage in Präsenz durchzuführen. Auch wenn durch die fortschreitende Digitalisierung vieles möglich war und so aufrechterhalten werden konnte, sind die persönlichen Begegnungen nur schwer ersetzbar.

Die digitale Kompetenz als vierte Kulturtechnik wirkt sich zunehmend auch auf unser Verständnis von Rechnen, Schreiben und Lesen aus. Sie verändert unser Arbeits- und Privatleben und wirkt tief in unsere sozialen Beziehungen hinein. Es entstehen neue Kompetenzerwartungen. Die bisherigen Kompetenzerwartungen entwickeln sich sowohl inhalts- als auch situationsbezogen weiter.

Beim bayerischen Verständnis des Kompetenzbegriffs wird das sehr deutlich: „Kompetent ist eine Person, wenn sie bereit ist, neue Aufgaben- oder Problemstellungen zu lösen, und dieses auch kann. Hierbei muss sie Wissen bzw. Fähigkeiten erfolgreich abrufen, vor dem Hintergrund von Werthaltungen reflektieren sowie verantwortlich einsetzen.“ (Quelle: ISB München)

Wenn es uns gelingt, dass alle an Bildung beteiligten Personen beständig digitale Kompetenzen erwerben und optimieren, profitiert nicht nur der Einzelne, sondern unsere Gesellschaft als Ganzes. Immer wieder rückt die Lehrkräftebildung in den Focus und damit auch die pädagogische Praxis.

Ich bedanke mich beim gesamten Organisationsteam sowie bei allen Referentinnen und Referenten, die sich diesem so wichtigen Thema widmen, sehr herzlich für ihr Engagement.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich, dass sie viele hilfreiche Informationen und Eindrücke mitnehmen, die sie in den Schulfamilien vor Ort gewinnbringend einsetzen können.

 

Maria Walter 

Abteilungsdirektorin im Bereich 4: Schulen bei der Regierung von Unterfranken -

Vorsitzende der Konferenz der Schulaufsicht


Tagungsprogramm

14:30 Uhr

Ankommen & Begrüßung

15:00 Uhr

Auftakt und Keynote: Prof. Dr. Katharina Scheiter (Universität Potsdam): 

"Guter Unterricht mit digitalen Medien – worauf kommt es an?"

16:00 Uhr

Kaffeepause

16:30 Uhr

Ergebnispräsentation (Poster und interaktive Stationen)

mit Feedback und Austausch

Slot 1 (16:45-17:00 Uhr): Manuel Neubauer, Stephanie Kasch, critical friend: Prof. Johannes Heger

Slot 2 (17:00-17:15 Uhr): Frank, Gerber, critical friend: Dr. Katja Weirauch

Slot 3 (17:15-17:25 Uhr): Warmdt/Frisch, critical friend: Petra Meißner

10min Puffer/Pause

Slot 4 (17:35-17:50 Uhr):  Hein/Steinbock, Förster, critical friend: Prof. Wolfgang Lenhard

Slot 5 (17:50-18:00 Uhr): Schleier, critical friend: Prof. Andreas C. Lehmann

Slot 6 (18:00-18:15 Uhr): Glaser, Jessen, critical friend: Dr. Markus Elsholz

19:00 Uhr

Konferenzdinner im Ratskeller (eigener Raum)

Ab 8:00 Uhr

Ankommen & Anmeldung

08:30 Uhr

Begrüßung und Filmpremiere "CoTeach-Film"

09:00 Uhr

Impulsvortrag I von Prof. Ilona Nord (Universität Würzburg):

„Gesellschaftliche Implikationen der Digitalisierung“

09:45 Uhr

Impulsvortrag II von Prof. Karl-Heinz Gerholz (Universität Bamberg):

„Generation Z – Digital Natives, but not Digital Learners? – Chancen und Herausforderungen
für die Unterrichtsarbeit“

10:30 Uhr

Kaffeepause

11:00 Uhr

Workshoprunde I

12:00 Uhr

Mittagspause

13:00 Uhr

Workshoprunde II

14:00 Uhr

Kaffeepause

14:30 Uhr

Podiumsdiskussion: „Digitalisierte Welt und Bildung“
(Prof. Gerholz/Uni Bamberg, Prof. Siller/Uni Würzburg, Prof.in Nord/Uni Würzburg, Roman Kruse/Realschule Dettelbach, Stephan Holze/Wirtschaftsschule Neustadt/Saale)

ca. 15:30 Uhr

Abschluss & Tagungsende

Tagungsmoderation: Jürgen Gläser (BR)

Anmeldung

Die Anmeldung zu den einzelnen Programmpunkten erfolgt über FIBS. Anmeldeschluss ist der 24.9.2023.

Die Teilnahme am 4.10. ist kostenfrei. Der Teilnahmebeitrag für den 5.10. beträgt 12 Euro, Studierende nehmen kostenfrei teil. 

Angehörige der Universität und andere Interessierte, die nicht über einen FIBS-Zugang verfügen, können sich per E-Mail an tagung-pse@uni-wuerzburg.de anmelden. Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse sowie die Veranstaltungstage an, die Sie besuchen möchten.

Studienseminare melden sich bitte gesammelt als Seminar per E-Mail an  tagung-pse@uni-wuerzburg.de über eine eigene Liste  an. 

Lehrkräfte melden sich bitte über FIBS an:

Tag 1 der Tagung am 4.10.2023: M046-0/23/340860 https://fibs.alp.dillingen.de?event_id=346885

Tag 2 der Tagung am 5.10.2023: M046-0/23/340861 https://fibs.alp.dillingen.de?event_id=346886

Tagungsort: Universität Würzburg, Hubland Süd, Z6 (Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude)


Vorträge & Abstracts

Guter Unterricht mit digitalen Medien – worauf kommt es an?

Vortrag von Prof.in Dr. Katharina Scheiter, Universität Potsdam, am 4. Oktober 2023

Das Thema Digitalität ist in Schule nicht mehr wegzudenken. Allerdings stellt sich vielen Akteuren und Akteurinnen dabei nicht nur die Frage nach der Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der technischen Ausstattung, sondern vielmehr nach der Gestaltung eines guten Unterrichts mit (und über) digitale Medien. Doch was macht guten Unterricht aus und wie lassen sich digitale Medien so einsetzen, dass Lehr- und Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern bestmöglich unterstützt werden? Dies ist die Leitfrage des Vortrags. Ausgangspunkt bilden Erkenntnisse der Unterrichtsforschung zur Prozessqualität von Unterricht und darauf aufbauende Überlegungen zu Möglichkeiten der Umsetzung von guter Klassenführung, kognitiver Aktivierung und konstruktiver Unterstützung mit Hilfe digitaler Medien. Eine wichtige Rolle bei der Gestaltung guten Unterrichts mit digitalen Medien spielt zudem die Verschränkung von digitalen und analogen Lerngelegenheiten mit dem Ziel, ihre unterschiedlichen Funktionen für die Unterstützung von Lernprozessen so zu kombinieren, dass das Beste aus beiden Welten zum Einsatz kommt. Den Abschluss bilden Überlegungen zur Rollenverteilung von Lehrenden, Lernenden und digitalen Werkzeugen in einer zunehmend durch künstliche Intelligenz geprägten digitalen Welt.

Gesellschaftliche Implikationen der Digitalisierung

Vortrag von Frau Prof.in Dr. Ilona Nord, Universität Würzburg, am 5. Oktober 2023

Der Einzug Künstlicher Intelligenz in das alltägliche Leben macht es deutlich: Die wohl einschneidenste gesellschaftliche Implikation der Digitalisierung ist, dass ihre Effekte unübersehbar präsent sind. Alle gesellschaftlichen Sektoren werden integral durch Digitalisierungsprozesse und dynamisiert durch Künstliche Intelligenz verändert, sei es der Bereich der Medizin, des Rechts, der Kultur und darin der Religionen, der Bildung oder der Wirtschaft (1). Die wissenschaftliche Reflexion auf diese Lage ist vielgestaltig, apokalyptisch oder heilsprophetisch, jedenfalls häufig unversöhnlich dualistisch und hitzig, zugleich aber auch kühl, wie etwa systemtheoretisch oder verantwortungsethisch (2). Sozial- und Kulturwissenschaftliche Suchbewegungen, die sich mit den erwartbaren und nur imaginierbaren Folgen auseinandersetzen, verhandeln zentral das Verhältnis von Körper/Leib und Technik sowie die Frage nach einer angemessenen Beschreibung der Relationalität individueller, sozialer und technischer bzw. digitaler und dabei auch KI-gesteuerter Interaktionen. Welche Zukunft hat die Gesellschaft, in der wir leben (3)?

 

Generation Z - Digital Natives, but not Digital Learners? - Chancen und Herausforderungen für die Unterrichtsarbeit

Vortrag von Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz, Universität Bamberg, am 5. Oktober 2023

Die Generation Z ist nicht nur die heutige Lernendengeneration, sondern auch die Generation, welche wir adäquat auf die zunehmend digital strukturierten beruflichen wie gesellschaftlichen Handlungsfeldern vorbereiten müssen. Die Unterrichtung der Generation Z führt in der Unterrichtsarbeit schnell zu Widersprüchen. Die Generation Z ist mit digitalen Medien aufgewachsen, beherrscht diese aber im beruflichen Unterrichtsalltag nicht unbedingt professionell. Die Generation Z kann schnell zwischen medialen Inhalten wechseln, hat aber eine niedrigere Aufmerksamkeitsspanne. Im Vortrag werden die Lernpräferenzen der Generation Z in den Blick genommen. Dabei werden Widersprüche, Herausforderungen und vor allem die Potentiale der Generation Z thematisiert, um darauf basierend aufzuzeigen, welche didaktischen wie digitalen Gestaltungselemente vielversprechend in der Unterrichtsarbeit sind, die Lernpräferenzen der Generation Z aufzunehmen und wirksam Kompetenzen zu fördern.

 

Unser Workshop-Angebot

Nach den beiden Impulsvorträgen haben Sie die Möglichkeit in zwei Workshoprunden aus unserem breiten Workshopangebot je einen Workshop auszuwählen und thematische Fragstellungen zu vertiefen. Einen Überblick über dieses breite Workshop-Angebot erhalten Sie auf unserem Padlet :  Link zum Padlet

Nach dem Anmeldeschluss zur Tagung werden Sie per E-Mail aufgefordert Ihre Workshops zu wählen. 

 

Podiumsdiskussion: Digitalisierte Welt und Bildung

Moderation: Jürgen Gläser (BR)

Podiumsteilnehmer*innen: Prof. Gerholz/Uni Bamberg, Prof. Siller/Uni Würzburg, Prof.in Nord/Uni Würzburg, Roman Kruse/Realschule Dettelbach, Stephan Holze/Wirtschaftsschule Bad Neustadt a.d. Saale

 

Vielen Dank an unsere Sponsoren!