Slammer: innen 2026
Die Portraits der Slammer:innen folgen in Kürze!
Dr. Daniela Tausch
Psychotherapeutin
Slam Titel: Wie bitte? Vom Wissen und der Erfahrung des Nichtverstehens
Was gefällt Ihnen am Format des Science Slam?
Ich habe bereits an vielen Science Slams der Alumni als Hörerin teilgenommen und schätze besonders die Mischung aus Wissen, Unterhaltung und unmittelbarem Kontakt zum Publikum. Das Format ist kurzweilig, informativ, humorvoll – und nie langweilig. Ich mag die offene, neugierige und wertschätzende Atmosphäre, die Johannes Keppner und Michaela Thiel schaffen. Schon vor zwei Jahren dachte ich: Das Thema Schwerhörigkeit gehört auf diese Bühne. Nach dem Science Slam 2025 wusste ich: Jetzt bin ich so weit, dieses Thema selbst zu wagen.
Worüber werden Sie sprechen?
Ich spreche über Schwerhörigkeit, Missverständnisse, Tinnitus und Cochlea-Implantate – humorvoll, persönlich und wissenschaftlich verständlich. Dabei zeige ich, dass Hören viel mehr ist als Lautstärke: Es entsteht im Zusammenspiel von Ohr, Gehirn, Technik und Alltag. Am Ende steht die Botschaft: Schwerhörigkeit kann komisch sein, ist aber auch anstrengend, faszinierend und manchmal echte Gehirnakrobatik.
Was begeistert Sie besonders an dem Thema?
Mich fasziniert, wie eng Hören und Gehirn zusammenarbeiten – und wie viel moderne Technik ermöglichen kann, wenn das natürliche Hören nicht mehr selbstverständlich ist.
Dr. Dahlia Shehata
Lehrstuhl Altorientalistik
Was gefällt Ihnen am Format des Science Slam?
Ich liebe es, fachfremdes Publikum für meine eigene Forschung im Radio, über Videos oder im Fernsehen zu interessieren und zu begeistern. Das Science Slam sehe ich als Challenge, um kurz, prägnant und doch exklusiv meine Forschungsfragen zu positionieren. Und natürlich bin ich gespannt, ob der Funke überspringt.
Worüber werden Sie sprechen?
Von Ton zu Ton! Ich werde vor Augen führen, wie die Entzifferung von Keilschrifttexten, die auf Tontafeln geschrieben sind, die Töne einer 4000 Jahre alten Musik aus dem alten Mesopotamien neu erklingen lassen.
Was begeistert Sie besonders an Ihrem Thema?
Das Überraschungsmoment wie beim Auspacken eines Geschenks: Wenn ich in Keilschrift geschriebene Texte und Notenschriften entziffere und am Ende dieser hürdenreichen Arbeit die Klänge der Vergangenheit höre, überrascht das Ergebnis einer vertraut anmutenden Musik, die selbst nach so vielen Jahrtausenden des Schweigens noch auf uns moderne Europäer wirken kann.

