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Uni Würzburg Community und Alumni & Friends e.V.

Slammer: innen 2026

Moderation von Johannes Keppner

Moderator bei Radio Gong

Dr. Isabell Ramming

Mikrobiologin, Postdoc Universität Würzburg

Die letztjährige Gewinnerin Dr. Isabell Ramming des Science-Slam 2025 wird den diesjährigen Slam 2026 eröffnen!

Welche Tipps möchten Sie den diesjährigen Slammer:innen mit auf den Weg geben?
Das Wichtigste an dem Abend: Spaß haben und die 7 Minuten genießen. Denn genau das wird beim Publikum hängen bleiben.

Wie fühlt es sich an, den Science Slam in diesem Jahr zu eröffnen?
Ehrlich gesagt wirklich groß! Denn natürlich möchte ich, dass mein Slam genauso bewegt wie im letzten Jahr. Aber ich freue mich schon riesig auf diesen Abend.

 

Dr. Daniela Tausch

Psychotherapeutin

Slam Titel: Wie bitte? Vom Wissen und der Erfahrung des Nichtverstehens

Was gefällt Ihnen am Format des Science Slam?

Ich habe bereits an vielen Science Slams der Alumni als Hörerin teilgenommen und schätze besonders die Mischung aus Wissen, Unterhaltung und unmittelbarem Kontakt zum Publikum. Das Format ist kurzweilig, informativ, humorvoll – und nie langweilig. Ich mag die offene, neugierige und wertschätzende Atmosphäre, die Johannes Keppner und Michaela Thiel schaffen. Schon vor zwei Jahren dachte ich: Das Thema Schwerhörigkeit gehört auf diese Bühne. Nach dem Science Slam 2025 wusste ich: Jetzt bin ich so weit, dieses Thema selbst zu wagen.

Worüber werden Sie sprechen?

Ich spreche über Schwerhörigkeit, Missverständnisse, Tinnitus und Cochlea-Implantate – humorvoll, persönlich und wissenschaftlich verständlich. Dabei zeige ich, dass Hören viel mehr ist als Lautstärke: Es entsteht im Zusammenspiel von Ohr, Gehirn, Technik und Alltag. Am Ende steht die Botschaft: Schwerhörigkeit kann komisch sein, ist aber auch anstrengend, faszinierend und manchmal echte Gehirnakrobatik.

Was begeistert Sie besonders an dem Thema?

Mich fasziniert, wie eng Hören und Gehirn zusammenarbeiten – und wie viel moderne Technik ermöglichen kann, wenn das natürliche Hören nicht mehr selbstverständlich ist.

Dr. Dahlia Shehata

Lehrstuhl Altorientalistik

Was gefällt Ihnen am Format des Science Slam?

Ich liebe es, fachfremdes Publikum für meine eigene Forschung im Radio, über Videos oder im Fernsehen zu interessieren und zu begeistern. Das Science Slam sehe ich als Challenge, um kurz, prägnant und doch exklusiv meine Forschungsfragen zu positionieren. Und natürlich bin ich gespannt, ob der Funke überspringt.

 

Worüber werden Sie sprechen?

Von Ton zu Ton! Ich werde vor Augen führen, wie die Entzifferung von Keilschrifttexten, die auf Tontafeln geschrieben sind, die Töne einer 4000 Jahre alten Musik aus dem alten Mesopotamien neu erklingen lassen.

 

Was begeistert Sie besonders an Ihrem Thema?

Das Überraschungsmoment wie beim Auspacken eines Geschenks: Wenn ich in Keilschrift geschriebene Texte und Notenschriften entziffere und am Ende dieser hürdenreichen Arbeit die Klänge der Vergangenheit höre, überrascht das Ergebnis einer vertraut anmutenden Musik, die selbst nach so vielen Jahrtausenden des Schweigens noch auf uns moderne Europäer wirken kann.

Jessica Kümmel

Forschung im Bereich chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten mit CAR Tregs

Slam Titel: „Wenn ein T-Rex Sportwagen fährt: eine Therapie für chronische Darmentzündungen“

Was gefällt Ihnen am Format des Science Slam?

Ein Science Slam gibt die Möglichkeit, ein komplexes Thema für jeden verständlich zu vermitteln. Durch die unterhaltsame Aufbereitung des Forschungsthemas werden die Zuhörer: innen mitgenommen und lassen sich so für ein neues Thema gewinnen.

Besonders begeistert mich die Herausforderung, unser Forschungsthema so zu vermitteln, dass es auch außerhalb der Wissenschaft auf Begeisterung stößt und im Gedächtnis bleibt.

 

Worüber werden Sie sprechen?

In meinem Science Slam möchte ich zum einen über chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa aufklären und verbildlichen, wie das Immunsystem im Darm dabei aus dem Gleichgewicht gerät. Zum anderen möchte ich zielgerichtete regulatorische T Zellen (CAR Tregs) als Therapiemöglichkeit vorstellen und dabei zeigen, welche Hürden und Hindernisse solch ein Forschungsthema mit sich bringt.

 

Was begeistert Sie besonders an dem Thema?

Besonders begeistert mich an meinem Forschungsthema, dass es Grundlagenforschung mit konkretem Krankheitsbezug verbindet. Dabei vereinen sich gleich mehrere Ebenen wie die Immunbiologie, Gentechnik, Zelltherapie und Klinik. Faszinierend finde ich zudem, dass körpereigene Zellen für die eigene Therapie genutzt werden können, indem man sie „umprogrammiert“. Und nicht zuletzt steckt darin Detektivarbeit: man muss herausfinden, welches Konstrukt und welche Variante am besten funktioniert.

Prof. Dr. Schwab

Lehrstuhlinhaber Medienpsychologie, Studiengangverantwortlicher des BSc MK, Sprecher der AG Suizidprävention und Medien des NaSPro

Was hat Sie dazu bewegt, an unserem Science Slam teilzunehmen?

Ich war noch nie dabei. Frau Thiel hat mich mehrfach angesprochen und mir final mit dem Fahrrad auf dem Campus aufgelauert. Alle Wege waren versperrt und ich musste zusagen (Ja, ich neige zu karikaturartigen Übertreibungen. Manchmal lüge ich sogar, aber genauso war es und die Luftpumpe sah wirklich gefährlich aus, nein, Spaß…).

 

Welches wissenschaftliche Thema bringen Sie dieses Jahr auf die Bühne?

Es wird um unser Engagement und die Forschung in Sachen Suizidprävention gehen. Das wird sicher hochemotional aber nicht unbedingt wirklich „witzig“. Eher wird es sich um Wissenschaftskommunikation als eine Art „Eudaimonisches Entertainment“ handeln.

 

Was ist das Besondere an Ihrem diesjährigen Thema, das Sie unbedingt mit dem Publikum teilen möchten?

Natürlich ist das Thema absolut wichtig und wird uns in den kommenden Jahren noch schwer beschäftigen. Ich werde zeigen wieso. Zudem ist die Herausforderung nicht unwesentlich: Kann es mir gelingen in 7 Minuten dieses sensible Thema in einem Science Slam zu packen? Wie mach ich das nur? Zumindest ich bin derzeit angemessen verunsichert und schwebe zwischen Hoffen und Bangen.

 

Prof. Dr. Eva-Maria Kieninger

Inhaberin des Lehrstuhls für Deutsches und Europäisches Privatrecht sowie Internationales Privatrecht an der Universität Würzburg

Slam-Titel: "Klimaklagen gegen Carbon Majors" 

Was gefällt Ihnen am Format des Science Slam?

Man erreicht ein Publikum, das sich nie in eine Jura-Vorlesung setzen würde.

 

Worüber werden Sie sprechen?

„Klimaklagen gegen Carbon Majors“, also die circa 100 Unternehmen weltweit, die für 70 % der Treibhausgasemissionen seit Beginn der Industrialisierung verantwortlich sind. Wie können sie für die Billionenschäden zur Rechenschaft gezogen werden, die durch die Folgen des Klimawandels entstehen?  

 

Was begeistert Sie besonders an dem Thema?

Der Klimawandel und der Verlust der Biodiversität sind die größten Herausforderungen für die Menschheit. Das „Polluter Pays Principle“ sollte auch hier angewendet und von den Gerichten durchgesetzt werden. Es geht um Gerechtigkeit, vor allem im Verhältnis zu den Menschen, die nichts zum Klimawandel beigetragen haben.