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    Rudolf-Virchow-Zentrum - Center for Integrative and Translational Bioimaging

    Millionen für die Ubiquitinforschung

    11.05.2021

    Das Graduiertenkolleg „Ubiquitylierung verstehen: Von molekularen Mechanismen zu Krankheiten“ an der Universität Würzburg geht in die zweite Runde. Es bietet für weitere viereinhalb Jahre Stellen für 15 Promovierende.

    Die Struktur des Proteins Ubiquitin. (Bild: Petra Hänzelmann)

    Ubiquitin – so heißt ein kleines, aber lebenswichtiges Protein, das praktisch überall im Körper vorkommt. Es kontrolliert unter anderem den Abbau überschüssiger Proteine und vermittelt Signale, die die Zellteilung steuern. Fehler im Ubiquitin-System des Körpers können fatal sein, denn sie tragen zu Krebs, Infektionskrankheiten oder neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer bei.

    Über welche biochemischen Mechanismen wirkt Ubiquitin, und wie machen Fehlfunktionen des Ubiquitin-Systems den Menschen krank? An diesen und weiteren Fragen forscht an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) seit April 2017 ein Graduiertenkolleg, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Sprecher ist Professor Alexander Buchberger vom Lehrstuhl für Biochemie.

    Fünf Millionen Euro für die Forschung

    Jetzt hat die DFG dem Kolleg eine zweite Förderperiode bewilligt. Für die kommenden viereinhalb Jahre stellt sie dafür rund fünf Millionen Euro, nachdem es in der ersten Phase bereits 4,5 Millionen Euro gegeben hatte. Das Geld fließt in die Finanzierung von 15 Promotionsstellen sowie in ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm.

    „Die erste Förderperiode ist überaus erfolgreich verlaufen“, sagt Alexander Buchberger. In mehr als 30 wissenschaftlichen Publikationen haben die Mitglieder des Graduiertenkollegs neue Forschungsergebnisse veröffentlicht. Ihre Erkenntnisse haben dazu beigetragen, die Entstehung bestimmter Krankheiten besser zu verstehen und erste Schritte hin zur Entwicklung therapeutischer Wirkstoffe einzuleiten. Darüber hinaus werden bis Ende 2021 die ersten 15 Promovierenden ihre Abschlüsse gemacht haben.

    In der nun bewilligten zweiten Förderperiode wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Schwerpunkt auf die Wirkstoffentwicklung und die Rolle von Ubiquitin bei der Eindämmung bakterieller Infektionen legen.

    Wie die DFG das neue Kolleg fördert

    In Graduiertenkollegs arbeiten Promovierende interdisziplinär an einem gemeinsamen Oberthema und in einem strukturierten Forschungsprogramm. Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen, wie die DFG schreibt. Eine interdisziplinäre Ausrichtung der Graduiertenkollegs ist erwünscht.

    Welche Disziplinen beteiligt sind

    Interdisziplinär arbeitet das Würzburger Graduiertenkolleg definitiv: An ihm sind die Disziplinen Chemie und Pharmazie, Medizin und Biologie beteiligt. Die teilnehmenden Hochschullehrerinnen und -lehrer forschen im Biozentrum, im Rudolf-Virchow-Zentrum - Center for Integrative and Translational Bioimaging, im Comprehensive Cancer Center Mainfranken, im Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum und im Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie.

    Kontakt

    Prof. Dr. Alexander Buchberger, Lehrstuhl für Biochemie, Universität Würzburg, T: (0931) 31-88031, alexander.buchberger@biozentrum.uni-wuerzburg.de

    Mehr Infos

    Twitter: @grk2243

    Von Gunnar Bartsch

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