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Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin

Master Biomedizin

Beschreibung

Studiengang

Die Regelstudienzeit des Master beträgt 4 Semester (2 Studienjahre, 120 ECTS). Herzstück des Studiengangs ist das Praktikum Modellorganismen im 1. Semester. Hier werden die Studierenden im Labor mit biomedizinischen Modellen und Modellorganismen vertraut gemacht (Tissue Engineering, Mausmodelle, Candida, Drosophila, Nematoden und Plathelminthen, Fische).  Begleitet wird dies durch vertiefende Spezialvorlesungen zu medizinisch relevanten Bereichen der Lebenswissenschaften wie Neurobiologie, kardiovaskulärer Biologie und molekularer Onkologie und einer frei zu wählenden klinische Vorlesung. 


Im zweiten und dritten Semester stehen zwei mindestens sechswöchige Laborpraktika im Focus wobei Thema und Labor frei wählbar sind (Genehmigung durch Studiendekan). Diese Praktika werden sehr häufig im Ausland durchgeführt. Sie werden von Würzburg aus betreut. Im dritten und vierten Semester finden dann auch Vorbereitung und Durchführung der Masterthesis statt.
 
Im Modul „Wissensvermittlung und Tutorentätigkeit“ wechseln die Studierenden auf die andere Seite und lehren. Sie nehmen aktiv an Vorbereitung, Durchführung und Prüfung einer Lehrveranstaltungen für Bachelor-Studierende teil.  

Verlauf

Verlaufsplan

 

Wahlpflichtbereich I

Klinische Neurobiologie, kardiovaskuläre Biologie, molekulare und klinische Onkologie, Stammzellbiologie, regenerative Medizin

Wahlpflichtbereich II

RNA-Welten, Lebenszyklus von Proteinen, Genomstabilität, Immunologie, Virologie, Bioinformatik, Systembiologie, Pathogenität von Mikroorganismen, Zell- und Entwicklungsbiologie, Humangenetik

Wahlpflichtbereich III

Wissensvermittlung bzw. Tutorentätigkeit, Klinische Medizin

Module

Module im 1. Studienjahr

Pflichtbereich
03-98-MMOD: Modellorganismen (20 ECTS)
03-98-MFPB: Fortgeschrittenen Praktikum Biologie (10 ECTS)
03-98-MFPM: Fortgeschrittenen Praktikum Medizin (10 ECTS)

Wahlpflichtbereich I
03-98-MVKN: Klinische Neurobiologie (5 ECTS)
03-98-MVKB: Kardiovaskuläre Biologie (5 ECTS)
03-98-MVMO: Molekulare Onkologie (5 ECTS)
03-98-MVSZ: Stammzellbiologie (5 ECTS)
03-98-MVTF: Tissue Engineering / Funktionswerkstoffe (5 ECTS)
03-ONC-CLIN: Klinische Onkologie (5 ECTS)

Module im 2. Studienjahr

Pflichtbereich
03-98-MPPF: Projektarbeit im Forschungslabor (15 ECTS)
03-98-MTH: Masterthesis Biomedizin (25 ECTS)
03-98-MKO: Kolloquium (5 ECTS)

Wahlpflichtbereich II
08-MBC-RNAW: RNA-Welten (5 ECTS)
08-MBC-LCP: Lebenszyklus von Proteinen (5 ECTS)
08-MBC-GST: Genomstabilität (5 ECTS)
03-98-ImmM1: Immunologie 1 BM (5 ECTS)
03-98-ImmM2: Immunologie 2 BM (5 ECTS)
03-98-VirM1: Virologie 1 BM (5 ECTS)
03-98-VirM2: Virologie 2 BM (5 ECTS)
03-98-ImmFor: Fortschritte der Immunologie (5 ECTS)
07-MBI-B: Bioinformatik BM (5 ECTS)
07-MS-B: Systembiologie BM (5 ECTS)
07-MM1-B: Infektionsbiologie BM (5 ECTS)
07-MM2-B: Pathogenität von Mikroorganismen BM (5 ECTS)
07-MZE-BM: Zell- und Entwicklungsbiologie Master BM (5 ECTS)
03-98-MHGS: Seminar Humangenetik (5 ECTS)
03-98-MHGP: Praktikum Humangenetik (10 ECTS)
03-98-MVAND: Biomedizinische Veranstaltungen anderer Studiengänge (5 ECTS)
03-98-MTUT2: Wissensvermittlung bzw. Tutorentätigkeit (2 ECTS)
03-98-MTUT3: Wissensvermittlung bzw. Tutorentätigkeit (3 ECTS)
03-98-MKM2: Klinische Medizin (2 ECTS)
03-98-MKM3: Klinische Medizin (3 ECTS)

Studienfachbeschreibung gesamt: Übersicht aller Module (Anlage SFB, Studienfachbeschreibung Master Biomedizin)

Auslandsaufenthalte

Forschungpraktika Inland & Ausland

Im Rahmen des Masterstudienganges müssen zwei mind. sechswöchige Laborpraktika (je 10 ECTS) absolviert werden.

Forschungslabore, an denen/in denen bisher Praktika von Masterstudenten absolviert wurden - in Europa und weltweit:

Weltweit zum Beispiel USA, Singapur, Japan, Indien, Kanada, Australien und Kolumbien

Abschlussarbeiten

Abschlussarbeiten: Bachelor- und Masterthesis-Themen (Auszug aus den Jahren 2013 - 2015)

Im Rahmen des Bachelor- bzw. Master-Studienganges ist eine wissenschaftliche Bachelor-/Masterarbeit (Dauer B.Sc. 3 Monate, M.Sc. 6 Monate) anzufertigen. Die wissenschaftliche Arbeit soll neue spezielle Erkenntnisse liefern, diese begründen und so beschreiben, dass sie objektiv nachvollziehbar sind und ihren Nutzen mit Bezug auf den derzeitigen Stand der Wissenschaft diskutieren.

Bachelor- und Masterarbeiten können je nach Interesse in unterschiedlichen Forschungsrichtungen angefertigt werden (je drei Beispiele siehe nachfolgend).

Kardiovaskuläre Biologie

  • "Light-sheet microscopic analyses of megakaryopoiesis in mice"
  • "The role of the actin regulator Hematopoietic protein 1  for platelet production and function"
  • „Rolle und Modulierung der Expression des löslichen VEGF Rezeptor 1 in der Arteriosklerose"


Regenerative Medizin

  • "Development of human 3D airway models with iPSCs as a cell source"
  • "Tissue engineering of a 3D meniscus model based on equine primary cells"
  • "Characterization of an allogeneic wound dressing based on primary human keratinocytes"


Infektionsforschung

  • "The role of small RNAs in host and pathogen during Salmonella infection of epithelial cells"
  • „Molekulare Charakterisierung von Argonaute-Genen im Fuchsbandwurm Echinococcus multilocularis"
  • „Regulation der Temperatur-abhängigen Biofilmbildung bei Neisseria meningitidis"


Immunologie

  • „Etablierung eines ELISPOT-Assays zum Nachweis einer T-Zell-Antwort bei neurodegenerativen Erkrankungen"
  • „Transfer von löslichem HLA-G auf dendritische Zellen - ein neuer immune escape Mechanismus im Ovarialkarzinom?"
  • "Characterization of Antibody-mediated TNF Receptor Activation"


Stammzellbiologie

  • „Zeitabhängige Charakterisierung intestinaler Zellen differenziert aus murinen embryonalen Stammzellen in vitro"
  • "Modeling cortical migration defects using patient-specific induced neurons
  • "The effect of transforming growth factor beta on stemness properties in primary liver cancer"


Tumorforschung

  • "Vulnerability of triple negative breast cancer cells to RNAi-mediated knock-down of selected metabolic genes"
  • „Alternative Strategien zur Hemmung der Raf-MEK-ERK1/2-Kaskade bei Colonkarzinom"
  • "Virotherapy of feline tumors via oncolytic vaccinia virus GLV-5b451 expressing the anti-VEGF single-chain antibody GLAF-2"


Neurowissenschaften

  • "Influence of the circadian clock on cell growth of central brain neuroblasts in Drosophila melanogaster"
  • "Role of microglial phagocytosis in Alzheimer's disease"
  • "Impact of social fear conditioning and cognitive training on neuronal plasticity in two different animal models"


Biochemie und Molekularbiologie

  • „Optimierung der Kombination NanoLuc/Halo-Tag als BRET-Partner am Beispiel der ligandenabhängigen Interaktion des µ-Opioidrezeptors mit ß-Arrestin2"
  • "The role of 5' -UTR in mRNA stability and translational efficiency"
  • "Workflow optimization for the data analysis of clinical-exomes"


Zellbiologie

  • "The regulation of mitotic kinesins by DREAM in human cancer cells"
  • "Unraveling the Nuclear Architecture of Trypanosoma brucei Using Chromosome Conformation Capture"
  • "The role of FKBP immunophillins in muscle and adipose tissue"
Zulassung

Der Master-Studiengang kann jeweils nur zu einem Wintersemester begonnen werden. Für den nächsten Masterstudiengang-Beginn können Sie sich im Zeitraum von Mitte Mai bis zum 15. Juli (Ausschlussfrist) des jeweiligen Jahres online bewerben.

Voraussetzungen für die Bewerbung zum Masterstudiengang (universitätsinternes Eignungsverfahren)

(Die nachfolgend aufgeführten Kriterien sind als vorläufig zu betrachten bis zur endgültigen Genehmigung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Diese lösen das bisherige Zulassungsverfahren (Fachspezifische Bestimmungen zur ASPO 2015, § 4) ab)

  • Ein erfolgreich absolviertes Erststudium (in der Regel ein Bachelor) in Biomedizin oder in einem vergleichbaren Studiengang 
  • Nachweis bestimmter fachlicher Zulassungsvoraussetzungen (im Erststudium erworbene Kompetenzen) im Bereich der biologischen und chemischen Grundlagen der Lebenswissenschaften sowie der vorklinischen und der klinisch-theoretischen Medizin, wie sie beispielsweise im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Biomedizin an der JMU erworben werden. Abschlüsse in den Bachelor-Studiengängen Molekulare Medizin, Molekulare Biomedizin, Medizinische Biologie und Biomedical Sciences sind in der Regel als gleichwertig anzusehen.
  • Die Eignung wird in der Regel im Rahmen eines Auswahlgesprächs geprüft.
  • Notengrenzen und Kriterien für eine vorläufige Zulassung bei noch fehlendem Bachelor-Zeugnis sind den Fachspezifischen Bestimmungen zu entnehmen (Link wird nach Veröffentlichung eingestellt).

Zum Masterbewerbungsportal

Aktuelles

Mit sehr guten Leistungen überzeugt

Die Würzburger Biomedizinstudentin Anna Thomann hat im Stipendienprogramm „MINT Excellence“ des Finanzdienstleisters MLP überzeugt. Für ihre überdurchschnittlichen Studienleistungen bekommt sie eine einmalige Unterstützung in Höhe von 3.000 Euro.

Um eines der 30 Stipendien von MLP zu erhalten, musste sich die 24-Jährige in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegen bundesweit 1.000 Bewerber durchsetzen.

Tests und Selbstpräsentation

Die Studierenden können aus drei Kategorien auswählen, in der sie sich für das „MINT-Excellence“-Stipendien bewerben: „Social Excellence“ für gesellschaftliches Engagement, „Science Excellence“ für besondere wissenschaftliche Leistungen oder „Studies Excellence“. In dieser Kategorie überzeugte die Würzburgerin mit ihren sehr guten Studienleistungen.

In einem zweitägigen Assessment Center musste sie einem Wissenstest standhalten und sich bei einer Selbstpräsentation vorstellen. In fünf Minuten musste sie über ihre Hobbys, ihre Person und ihr Studium erzählen.

Krankheiten erforschen

Anna Thomann beschäftigt sich im Zuge ihres Masters mit Grundlagenforschung im Bereich der Immunologie. „Sehr spannend finde ich Autoimmunkrankheiten, insbesondere Multiple Sklerose“, erklärt sie. Eine Erkrankung, die häufig auftrete, über die aber noch recht wenig bekannt sei.

„Das ist eigentlich erstaunlich, weil es so viele Fälle bei jungen und älteren Menschen gibt.“ Das Interessante an Autoimmunkrankheiten sei, dass das Immunsystem praktisch den eigenen Körper angreife. Das wolle sie verstehen.

Auf die Frage, warum sie sich nicht für ein Medizinstudium entschieden hat, antwortet die Studentin: „Es ist die Forschung, die mich begeistert.“ Aktuell überprüft sie, wie Mauszellen auf bestimmte Stimulationen reagieren und was dabei im Tier passiert. Warum dann nicht Biologie? „Mir war es wichtig, den Fokus auf dem Menschen zu haben und Krankheiten zu erforschen. Vielleicht kann irgendwann mal einem Kranken mit meiner Forschung geholfen werden.“

Ein Studiengang mit Praxisnähe

Biomedizin sei ein sehr anspruchsvolles Studium, sagt die Studentin. Ihr habe es allerdings immer Spaß gemacht, deshalb sei es ihr so leicht von der Hand. Die Pflichtveranstaltungen und Praktika waren gerade im Bachelorstudium sehr zeitintensiv. „Viele meiner praktischen Erfahrungen habe ich in Amerika gesammelt“, so Thomann. Dort hat sie vier Monate in Yale und vier Monate in San Francisco in einem Labor gearbeitet. Das sei eine positive Erfahrung gewesen und habe ihr viel gebracht.

Förderung der MINT-Fächer

Studierende wie Anna, die für ihre Sache brennen, will MLP mit seinem Programm fördern. Dabei hat sich der Finanzdienstleister auf Nachwuchswissenschaftler der sogenannten MINT-Fächer konzentriert. Dazu zählen Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik. Neben der finanziellen Förderung in Höhe von 3.000 Euro haben alle Teilnehmer, die in die engere Wahl gekommen sind, einen Zugang zu einem exklusiven Netzwerk. Dort können sie den Kontakt zu den anderen Stipendiaten und Experten halten.

 

Quelle: einBLICK (25.07.2017)

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