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Rudolf-Virchow-Zentrum - Center for Integrative and Translational Bioimaging

Bachelor Biomedizin

Studiengang

Die Regelstudienzeit des B.Sc. Biomedizin beträgt 6 Semester (3 Studienjahre, 180 ECTS). Die Studieninhalte werden in thematisch abgestimmten Modulen zusammengefasst, die aus unterschiedlichen Veranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Praktika) bestehen. Die zentralen Studieninhalte des B.Sc.-Programms gliedern sich wie folgt: 

Pflichtbereich:

  • Naturwissenschaftliche Kernfächer: Biologie, Physik, Chemie, Mathematik
  • Vorklinische Grundlagenfächer der Humanmedizin: Anatomie/Histologie, Zellbiologie, Physiologie, Biochemie/Molekularbiologie
  • Klinisch-theoretische Grundlagenfächer: Infektiologie, Immunologie, Pharmakologie, Neurobiologie, Pathologie

Wahlpflichtbereiche:

Vertiefen der theoretischen Kenntnisse durch praktische Anwendung in zahlreichen zwei- bis vierwöchigen Praktika, teils mit begleitenden Seminaren. Diese Module decken ein breites thematisches wie auch methodisches Spektrum ab. Die Praktika werden zum größten Teil als Blockpraktika in der vorlesungsfreien Zeit absolviert.

Fach- und Schlüsselkompetenzen: 

Gentechnik und biologische Sicherheit, Sachkundenachweis Versuchstierkunde, Biometrie, Präsentationskenntnisse, Wissenschaftsenglisch, Interkulturelle Kommunikation, Tutorentätigkeit

Wann geschieht was:

Ab dem 4. Semester finden die praktischen Übungen auch in den Forschungslaboren statt. Im 6. Semester liegt der Schwerpunkt auf der Bachelorthesis sowie vorbereitenden Laborpraktika.

Eine Gesamtübersicht der in den verschiedenen Semestern vorgesehenen Module ist der Grafik (siehe Verlauf) zu entnehmen. Beziehungsweise den Link zu den Modulhandbüchern und einer Liste von  Abschlussarbeiten der Bachelor- und Masterthesen der letzten Jahre, die das Spektrum der im Studiengang bearbeiteten Forschungsbereiche widerspiegeln.

Verlaufsplan

Wahlpflichtbereich I "Zellbiologie, Genetik und Bioinformatik" (10 ETCS, i.d.R. Praktika)

Zellbiologie in drei Vertiefungsrichtungen: Signaltransduktion und Stammzellen, Zytoskelett und Mikroskopische Bildgebung, Immunologie; Genetik und Humangenetik; Bioinformatik

Wahlpflichtbereich II "Erweiterter Wahlpflichtbereich" (20 ECTS, i.d.R Praktika)

Immunologie und Virologie, Molekulare Infektionsbiologie, Molekulare Mikrobiologie, Pharmakologie und Toxikologie, Pathophysiologie und Pathobiochemie, Aktuelle Methoden der experimentellen Biomedizin, Grundlagen der Neurobiologie, Bildgebende Verfahren in den Lebenswissenschaften, Laborpraktikum im Forschungslabor

Beispiele aus Fach- und Schlüsselkompetenzen (20 ECTS)

Rahmenbedingungen biomedizinischer Laborarbeit, Sachkundenachweis Versuchstierkunde, Präsentationskenntnisse, Wissenschaftsenglisch, diverse Forschungspraktika, Tutorentätigkeit, Journal Club, Interkulturelle Kompetenzen, Pool der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen

Auflistung der Module nach Studienjahren

Module im 1. Bachelorjahr (Pflichtbereich)

07-ZEORG: Grundlagen der Biologie - Von der Zelle zum Organismus (7 ECTS)
07-PHYORG: Physiologie der Organismen (5 ECTS)
07-GENEU: Genetik und Neurobiologie (4 ECTS)
08-CH-BM: Grundlagen der Chemie für Studierende der Biomedizin (8 ECTS)
08-OC-BM: Vertiefte Organische Chemie für Studierende der Biomedizin (4 ECTS)
11-EFNF: Einführung in die Physik für Studierende anderer Fächer (7 ECTS)
11-PFNF: Physikalisches Praktikum für Studierende anderer Fächer (3 ECTS)
10-M-STAB: Statistik für Studierende der Naturwissenschaften und Biomedizin (5 ECTS)
03-98-BCH: Grundlagen der Biochemie und Molekularbiologie (10 ECTS)
03-98-ANA-1: Anatomie und Zellbiologie (5 ECTS)
03-98-ANA-2: Histologie (5 ECTS)

Module im 2. Bachelorjahr

Pflichtbereich
07-3A3EBIOTI: Entwicklungsbiologie der Tiere (4 ECTS)
03-98-BCH: Grundlagen der Biochemie und Molekularbiologie (10 ECTS)
03-98-BCHF: Biochemie und Molekularbiologie für Fortgeschrittene (10 ECTS)
03-98-PHY1: Physiologie des Menschen 1 (5 ECTS)
03-98-PHY2: Physiologie des Menschen 2 (5 ECTS)
03-98-MIK: Mikrobiologie (5 ECTS)
03-98-VIM: Allgemeine Virologie und Immunologie (5 ECTS)

Wahlpflichtbereich
03-98-PZB1: Praktikum Zellbiologie - Schwerpunkt Signaltransduktion und Stammzellen (5 ECTS)
03-98-PZB2: Praktikum Zellbiologie - Schwerpunkt Zytoskelett und mikroskopische Bildgebung (5 ECTS)
03-98-PZB3: Praktikum Zellbiologie - Schwerpunkt Immunologie (5 ECTS)
03-98-PGH: Einführung Genetik und Humangenetik (5 ECTS)
07-BI: Einführung in die Bioinformatik (5 ECTS)
03-98-PIV: Praktikum Immunologie und Virologie (5 ECTS)
03-98-PMIB: Praktikum Molekulare Infektionsbiologie (5 ECTS)
03-98-PGN: Grundlagen Neurobiologie (5 ECTS)
03-98-PMoMi: Praktikum Molekulare Mikrobiologie (5 ECTS)
03-98-PPT: Praktikum Pharmakologie und Toxikologie (5 ECTS)
03-98-PPC: Pathophysiologie und Pathobiochemie (5 ECTS)
03-98-RVZ: Einführung in aktuelle Methoden der experimentellen Biomedizin (5 ECTS)
08-BGV: Bildgebende Verfahren in den Lebenswissenschaften (5 ECTS)
03-98-PF2: Laborpraktikum im Forschungslabor (5 ECTS)

Module im 3. Bachelorjahr (Pflichtbereich)

03-98-APA: Allgemeine Pathologie (5 ECTS)
03-98-APT: Allgemeine Pharmakologie und Toxikologie (5 ECTS)
03-98-IPP: Projektarbeit im Forschungslabor (8 ECTS)
03-98-TH: Bachelor -Thesis Biomedizin (12 ECTS)
03-98-TK: Kolloquium (3 ECTS)

 

Gesamtübersicht + Module des Bereichs "Fachspezifische Schlüsselqualifikationen (20 ECTS)" siehe Studienfachbeschreibung, Anlage SFB

Abschlussarbeiten: Bachelor- und Masterthesis-Themen (Auszug aus den Jahren 2016 - 2020)

Im Rahmen des Bachelor- bzw. Master-Studienganges ist eine wissenschaftliche Bachelor-/Masterarbeit (Dauer B.Sc. 3 Monate, M.Sc. 6 Monate) anzufertigen. Die wissenschaftliche Arbeit soll neue spezielle Erkenntnisse liefern, diese begründen und so beschreiben, dass sie objektiv nachvollziehbar sind und ihren Nutzen mit Bezug auf den derzeitigen Stand der Wissenschaft diskutieren.

Bachelor- und Masterarbeiten können je nach Interesse in unterschiedlichen Forschungsrichtungen angefertigt werden (je drei Beispiele siehe nachfolgend).

Kardiovaskuläre Biologie

  • "A functional analysis of splicing factors in cardio vascular disease"
  • "Live cell imaging of platelet formation under static and dynamic conditions"
  • "Neutrophil trafficking and intercellular interactions in post-ischemic cardiac repair"


Infektionsforschung

  • "Purification of T. brucei surface proteins and characterisation of their diffusion properties"
  • "B-cell-mediated transfer infection of human gastric organoids with Epstein-Barr Virus"
  • „Untersuchungen zur Rolle von CHAP-Domänen-Proteinen in Staphylococcus aureus"

Immunologie

  • "Effects of dextran sulfate sodium-induced colitis on experimental autoimmune encephalomyelitis in mice"
  • "The influence of a novel Jakinib in the dichotomy of mucosal healing and inflammation-associated cancer resolution in primary T cells and mice?"
  • "Conversion of anergic T cells into FoxP3- IL10+Tr1cells in vivo"

Tumorforschung

  • "Functional characterization of mutations affecting the receptor tyrosine kinase domain of IGF1R in multiple myeloma"
  • "Studies investigating the relationship between YB-1 and MYC and their respective involvement in the malignant transformation of plasma cells in multiple myeloma"
  • "Establishment and characterization of tumor models in Drosophila melanogaster"

Neurowissenschaften

  • "Investigating the Drosophila motion vision pathway with optogenetics"
  • "Signaling cascades linked to NaV1.9 in DRG neurons"
  • "Morphological and Functional Analysis of Ighmbp2-deficient Mouse Motor Neurons"

Biochemie und Molekularbiologie

  • „Kalibration und Charakterisierung eines Anisotropiemessplatzes zur Analyse der Rotationsdiffusion biologisch relevanter Moleküle"
  • "Purification of T. brucei surface proteins and characterisation of their diffusion properties"
  • Molekular- und zellbiologische Analysen von ETS- Transkriptionsfaktoren des Fuchsbandwurms Echinococcus multilocularis"

Zellbiologie

  • „Studien zur Stress- und Endotoxin-vermittelten Änderung der Expression des Glykoproteins 130 kDa (gp130) in Immun- und Leberzellen"
  • "Mirror-enhanced time-resolved fluorescence spectroscopy to probe membrane dynamics"
  • "Role of phosphoglycolate phosphatase for macrophage functions in vitro"

Thomas Möginger [6. Semester B.Sc.]

"Wenn man den Wunsch hat zu studieren, stellt sich eines Tages unweigerlich die Frage, welcher Studiengang es denn nun sein soll. Für meine Frage ob Medizin, Biologie, Biochemie oder Pharmazie war der Studiengang „Biomedizin“ in Würzburg die Antwort. Denn neben den zahlreichen Schnittpunkten mit meinen Interesse und Vorlieben, ermöglichte mir das Studium der Biomedizin sogar, dass sich diese zur Leidenschaft weiterentwickeln konnten. So lernte ich in Kursen der Medizin, die Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Körpers näher kennen, erhielt Einblicke in die biochemischen Prozesse auf zellulärer Ebene und verstand, wie Wechselwirkungen mit pharmazeutischen Substanzen die Makro- und Mikrobiologie eines Organismus  beeinflussen. Was mich neben dem stark praxisbezogenen Studiengang jedoch am meisten überrascht hat, sind die vielfältigen Möglichkeiten der Spezialisierung in einem späteren Masterstudium. Ob nun Virologie, Immunologie, Mikrobiologie oder ganz was anderes – was man später einmal beruflich machen will, lässt die Biomedizin völlig offen."

 

 

Franziska Kraus [6. Semester B.Sc.
]

"Interdisziplinäres Lernen, Denken und Arbeiten – Die Biomedizin ermöglicht durch ihre Vielfalt den Aufbau eines breitgefächerten und dennoch auch tiefgreifenden Grundwissens, das es ermöglicht, fächerübergreifend Zusammenhänge zu erkennen, zu verstehen und Hürden und Probleme anzugehen. Theoretische Grundlagen werden parallel in praktisches Arbeiten und wissenschaftliche Methoden übersetzt,  welche Forschung überhaupt erst möglich machen. Gleichzeitig bietet gerade diese Diversität den Raum, Interessen auszubilden, zu vertiefen und zu festigen."  

 

 

 

 

Kevin Berg [4. Semester, B.Sc.
]

"Für Biomedizin habe ich mich entschieden, weil ich mich vor Allem für die menschliche Biochemie und ihre pathologischen Veränderungen interessiere. Außerdem erlaubt es der eher kleine Studiengang in einer sehr persönlichen und angenehmen Atmosphäre zu studieren!" 

 

 

 

 

Nina Karguth [4. Semester, B.Sc.]
"Der Studiengang Biomedizin an der Universität Würzburg bietet mir eine breite Ausbildung in den Bereichen Biologie und Medizin. Dadurch entstehen vielfältige Möglichkeiten der Berufswahl, sodass ich mich noch nicht von Beginn an festlegen muss, wo mein zukünftiger Arbeitsplatz sein wird. Außerdem fühlt man sich in Würzburg zwischen dem Main und den Weinbergen als Student sehr wohl".

 

 

 

 

 

 

Für den Studiengang Biomedizin (B.Sc.) besteht eine Zulassungsbeschränkung. Pro Studienjahr stehen 30-40 Studienplätze zur Verfügung. Hauptauswahlkriterium ist die Abiturnote. Die erforderliche Durchschnittsnote für eine erfolgreiche Zulassung bewegte sich in den letzten Jahren zwischen 1,0 bis 1,4 (Nachrückverfahren bis Note 1,7). Ein Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich. Die Bewerbung erfolgt online bis spätestens 15. Juli über die Bewerbungsseite der Universität.