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Afrikazentrum

Virtuelle Winter School zur Corona-Pandemie in Afrika

11.12.2020

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf dem afrikanischen Kontinent? Wie reagieren Wirtschaft, Bildungssektor, Umwelt und die Gesundheitssysteme in Afrika auf die globale Krise? In welchen Bereichen ist das Krisenmanagement afrikanischer Länder besonders gut aufgestellt? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus einer virtuellen Winter School mit dem Titel „Global Change and the COVID-19 Pandemic in Africa – Chances or Challenges?“.

Die virtuelle Winter School mit dem Titel „Global Change and the COVID-19 Pandemic in Africa – Chances or Challenges?“ wird im Februar 2021 vom Forum Afrikazentrum der Universität Würzburg veranstaltet. Die Veranstaltung steht dabei unter der Schirmherrschaft der Coimbra Group, einem Kon-sortium bestehend aus über 40 europäischen Spitzenuniversitäten. 

Entgegen vieler negativer Prognosen zu Beginn der Corona-Pandemie ist der afrikanische Kontinent ist bislang kaum flächendeckend vom aktuellen Infektionsgeschehen betroffen. Dies hat neben der geringen innerafrikanischen Mobilität und fehlenden Testkapazitäten vor allem einen Grund: Die Bevölkerung in vielen afrikanischen Länder ist durch bereits überstandene Gesundheitsnotstände, verursacht durch Ebola, Malaria oder Gelbfieber, geübt im Umgang mit Pandemien.

Gerade in den von Ebola-geplagten Ländern wie Sierra Leone, Guinea oder der Demokratischen Republik Kongo ist ein Lockdown des öffentlichen Lebens aus Gründen der Gesundheitsprävention längst keine Besonderheit mehr. Grundregeln wie die AHA-Formel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) müssen den Menschen in den meisten Ländern Afrikas nicht mehr erklärt werden, sondern zählen zum alltäglichen Normalzustand. Doch welche Folgen hat das globale Ausmaß der Corona-Pandemie auf den von Krisen gebeutelten Kontinent Afrika?

In einer virtuellen Winter School des Forums Afrikazentrum der Universität Würzburg unter dem Titel „Global Change and the COVID-19 Pandemic in Africa - Chances or Challenges?" wollen sich internationale Expert*innen und Studierende aus Afrika mit der Frage beschäftigen, welche wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Folgen für ausgewählte Regionen Afrikas aus der globalen Krise zu beobachten sind.
 

Zehn Expert*innen, 50 Studierende, eine praxisorientierte Abschlussveranstaltung

Unterstützt wird die Veranstaltung von der Coimbra Group, einem Bildungsnetzwerk bestehend aus 41 europäischen Spitzenuniversitäten, dem die Universität Würzburg als Gründungsmitglied angehört. In insgesamt fünf Sessions – darunter „Erwachsenenbildung“, „Ökonomie“, „Medizinanthropologie“, „Ökologie“ und „Kultur“ – geben zehn Expert*innen in afrikanisch-europäischen Tandems fachlichen Input.

Die vorgestellten Thesen werden von den teilnehmenden Studierenden, davon 25 von Universitäten des Coimbra Group-Netzwerkes und weitere 25 von afrikanischen Partneruniversitäten, in verschiedenen Workshop-Phasen weiterentwickelt. Im Rahmen einer praxisorientierten Abschlusspräsentation der studentischen Projekte diskutieren die Teilnehmer*innen mit Mitgliedern des EU-Parlaments und der Afrikanischen Union.

Zu Beginn der Winter School findet zudem ein Keynote-Vortrag statt, der die aktuelle epidemiologische Situation auf dem afrikanischen Kontinent umfassend beleuchtet. Interessierte Masterstudierende und Doktorand*innen aus allen Fachbereichen der Universität Würzburg können sich bis 10. Januar 2021 auf der Homepage des Forums Afrikazentrum bewerben.
 

Website
 

Bildnachweis: Anna.psiaki, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Hintergrund: Die Coimbra Group ist ein internationales Bildungsnetzwerk, das sich aus 41 europäischen Spitzenuniversitäten zusammensetzt. Die Mitglieder des 1985 gegründeten Konsortiums vereint ein hoher internationaler Standard, eine traditionsreiche Geschichte und akademische Exzellenz. Ausgewiesene Ziele des Zusammenschlusses sind die internationale Vernetzung, die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre sowie der Erfahrungsaustausch. Im Bereich der europäischen Bildungspolitik arbeitet die Coimbra Group eng mit der Europäischen Kommission zusammen. Das Verbindungsbüro in Brüssel koordiniert die Aktivitäten der Mitgliedsuniversitäten, die sich inhaltlich in zwölf Arbeitsgruppen untergliedern.

Kontakt: Dr. Julien Bobineau, Neuphilologisches Institut/Romanistik, Telefon +49 931 31-83826, E-Mail: julien.bobineau@uni-wuerzburg.de

 

 

 

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