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Uni Würzburg Community und Alumni & Friends e.V.

Community Meldung

Studentengraffiti und andere Geschichte(n) – Einladung zum Offenen Projekttag des Museums für Universitätsgeschichte mit Quiz

25.08.2026

Quiz mit Gewinnspiel – im Museum am 23.10.2026 von 17–20 Uhr, Quizbeginn um 17:45 Uhr, danach alle 45 Minuten.

Würzburger Universitäts-Karzer um 1828, Aquarell vermutlich von Heinrich Ambros Eckerts, Urheber unbekannt, gemeinfrei (Public Domain), via Wikimedia Commons

Was heute kaum vorstellbar ist, war früher an vielen Universitäten Realität: Der Karzer – das universitätseigene „Gefängnis“ für Studierende. Wer gegen die akademische Ordnung verstieß, musste hier seine Strafe absitzen. Die Gründe erscheinen aus heutiger Sicht oft erstaunlich: Im Würzburger Karzer landeten Studierende beispielsweise wegen Schneeballwerfens, oder weil sie Kommilitonen im Physikum Antworten vorgesagt hatten.  

Die Karzer-Wände erzählen, grafisch dokumentiert, bis heute ihre ganz eigenen Geschichten. Sie waren übersät mit Zeichnungen, Sprüchen und Botschaften ehemaliger Insassen – ein einzigartiges Zeugnis studentischen Lebens vergangener Jahrhunderte.

Im neuen Museum für Universitätsgeschichte können Besucherinnen und Besucher bald selbst in die Atmosphäre eines Karzers eintauchen. Ein besonderes Highlight: In der begehbaren Karzer-Installation darf jeder sein eigenes „Wandgraffiti“ hinterlassen und damit Teil einer lebendigen Tradition werden. Geschichte wird hier nicht nur betrachtet – sie kann aktiv mitgestaltet werden.

Doch das Museum wird weit mehr sein als ein Blick in den studentischen Alltag vergangener Zeiten. Die Universität Würzburg, die ihr Gründungsprivileg bereits im Jahr 1402 erhielt und deren Privileg 1582 erneut bestätigt wurde, präsentiert hier künftig die vielfältigen Geschichten einer über 600 Jahre alten Institution. Besucherinnen und Besucher erfahren von berühmten Persönlichkeiten, außergewöhnlichen Ereignissen und liebenswerten Kuriositäten. So können die Gäste des Museums herausfinden, worum es sich bei einem Quagga handelt, bei wem mit „büffelartiger Grobheit“ zu rechnen ist und wieso eine Forschungsreise vom Wohnwagen aus gestartet wurde. 

„Nur wenige Universitäten in Deutschland haben einen Ort geschaffen, an dem ihre eigene Geschichte für die Öffentlichkeit erlebbar wird. Und dann noch in einem Raum, der 444 Jahre alt und selbst historisches Zeugnis ist!“, freut sich Dr. Marcus Holtz, Leiter des Universitätsarchivs.

Die Vorbereitungen für das Museum werden bereits von einer beeindruckenden Unterstützung der Universitätsgemeinschaft und Stiftungen getragen: Es konnten bislang 120.000 Euro eingeworben werden. Für die vollständige, nachhaltige und inklusive Realisierung des Projekts werden jedoch noch weitere 70.000 Euro benötigt.

Bei diesem Offenen Projekttag des entstehenden Museums für Universitätsgeschichte können sich Interessierte bereits den künftigen Ausstellungsraum, den Weinkeller der Universität, bei einem Glas Federweißer oder Traubensaft ansehen. Sie sind dabei herzlich eingeladen, sich über das Projekt und die Spendenkampagne vor Ort zu informieren und Ihr Wissen bei einem Quiz unter Beweis stellen.

Quiz mit Gewinnspiel – im Museum am 23.10.2026 von 17–20 Uhr, Quizbeginn um 17:45 Uhr, danach alle 45 Minuten.

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