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Community Meldung

Space Days holen das Weltall nach Würzburg - Mitorganisator Lars im Interview

22.07.2026

Am 9. und 10. Oktober 2026 geben Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher spannende Einblicke in die Welt der Raumfahrt – mit Vorträgen, Diskussionen und Mitmachangeboten.

Wie sieht die Zukunft der Raumfahrt aus? Antworten darauf geben die Space Days am 9. und 10. Oktober 2026 in Würzburg. Forschende aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Robotik, Informatik, Geowissenschaften und Physik stellen ihre Arbeit vor und laden Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen und Mitdiskutieren ein.

Mehr Informationen und die Anmeldemöglichkeit finden SIe hier: https://schelling-forum.badw.de/space-days.html

Wie die Idee zu den Space Days entstanden ist und welche Themen die Veranstalter besonders bewegen, erzählt Mitorganisator Lars im folgenden Interview.

Lars, wie ist es zu der Idee der Space Days gekommen?

Ausgangspunkt war die Berichterstattung zur Artemis II-Mission. Das Ziel, die Menschen nach mehr als 50 Jahren wieder zum Mond zu bringen, hat meine Kolleginnen und mich fasziniert, aber zugleich viele Fragen aufgeworfen, etwa zu Kosten, Nachhaltigkeit und Nutzen. Nach ersten Gesprächen mit einschlägigen Forschenden der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Würzburg waren wir erstaunt zu sehen, wie viel hochkarätige Forschung und innovative Technik zur Luft- und Raumfahrt aus Bayern und speziell Mainfranken kommen.

Was hat Dich im Rahmen der Planung der Space Tage thematisch am meisten überrascht?

Es war überraschend zu sehen, wie sehr sich die Raumfahrt in den vergangenen Jahrzehnten weiterentwickelt hat. Als Zeithistoriker bin ich mit dem „Space Race“ der USA und der Sowjetunion im Kalten Krieg am ehesten vertraut gewesen. Meine Vorkenntnisse kreisten um Sputnik und Apollo-Missionen. Mir war allerdings gar nicht bewusst, dass sich so viele unterschiedliche Fachdisziplinen – von der Informatik bis zur Robotik – herausgebildet haben und an einschlägigen Aspekten der Raumfahrt arbeiten. Zudem hat es uns sehr gefreut, wie aufgeschlossen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind, an unseren Space Days Einblicke in ihre Arbeiten zu geben und den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort zu stehen.

Nach der intensiven Beschäftigung mit dem Thema – welche neuen Fragen in Bezug auf das All und die Raumfahrt haben sich für Dich persönlich ergeben?

Neben einer nachvollziehbaren Technikeuphorie muss es aus meiner Sicht auch eine überaus kritische Reflexion über die Folgen für unsere Erde und die natürlichen Ressourcen geben. Jüngst haben chinesische Unternehmen und staatliche Institutionen bei der Internationalen Fernmeldeunion Pläne zum Start von knapp 200.000 neuen Satelliten eingereicht. Weltraumschrott ist schon heute ein Problem. Wohin soll das führen?

Und zu guter Letzt: Wärst Du selbst gerne Astronaut geworden und falls ja oder nein, warum?

Höhe ist nicht meins. Ich war schon als Kind gerne mit beiden Beinen auf dem Boden. Umso mehr freue ich mich, wenn mir Astronauten Erfahrungen aus Ihrer Zeit im All schildern – so wie dies der Wissenschaftsastronaut Reinhold Ewald bei unseren Space Days tun wird.

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