KI-Agenten gehen shoppen: Agentic Commerce
29.10.2026Bis 2030 könnten KI-Agenten jeden siebten Online-Kauf für uns erledigen. Ein neues Gutachten fordert deshalb strengere Verbraucherschutzregeln wie Bedenkzeiten und Budgetlimits.
Künstliche Intelligenz verändert den Online-Shopping drastisch: Nach Chatbots stehen sogenannte KI-Agenten in den Startlöchern. Experten prognostizieren, dass diese Programme bis 2030 jeden siebten Online-Kauf völlig selbstständig erledigen, Verträge abschließen oder auch wieder kündigen könnten – ein Trend, den Fachleute als Agentic Commerce bezeichnen.
Neues Gutachten fordert Schutz für Verbraucher
Um diese neuen Technologie-Trends mit einem starken Verbraucherschutz zu verbinden, hat der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen ein umfangreiches Gutachten vorgelegt. An der Ausarbeitung war unter anderem Prof. Dr. Carolin Wienrich von der Universität Würzburg beteiligt.
Die wichtigsten Empfehlungen für die Politik:
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Finanzielle Kontrolle: KI-Agenten sollen eine klare Übersicht über alle Ausgaben bieten und das Setzen von monatlichen Budgetlimits ermöglichen.
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Bedenkzeiten einbauen: Durch gezielte Verzögerungen beim Kaufprozess soll verhindert werden, dass voreilige oder unbedachte Einkäufe getätigt werden.
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Sicherere Produktbewertungen: Um Manipulationen zu vermeiden, sollen Produkt-Rezensionen nicht isoliert, sondern übersichtlich im Gesamtkontext angezeigt werden.
Das Gutachten wurde am 8. Oktober 2026 offiziell an Staatssekretärin Eva Schmierer übergeben.
Gute Nachrichten gibt es zudem für Carolin Wienrich - Leiterin des Lehrstuhls für die Psychologie interaktiver Systeme an der Universität Würzburg - Sie hat das Gutachten mitverfasst und wurde aufgrund ihrer Expertise auf dem Gebiet Mensch-KI-Interaktion 2024 in den Sachverständigenrat berufen.

