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IFEX - Interdisziplinäres Forschungszentrum für Extraterrestrik

UAP & SETI Forschung

Unidentified Anomalous Phenomena (UAP)

UAP (Unidentified Anomalous Phenomena), früher häufig als UFO (Unidentified Flying Objects) bezeichnet, umfassen Beobachtungen ungewöhnlicher Erscheinungen, meist am Himmel, deren Ursache zunächst nicht eindeutig bestimmt werden kann. Der Begriff UFO war über Jahrzehnte hinweg kulturell stark geprägt und teilweise stigmatisiert. In der modernen wissenschaftlichen Auseinandersetzung hat sich daher zunehmend die neutralere Bezeichnung UAP etabliert, die eine ergebnisoffene, methodisch fundierte und interdisziplinäre Untersuchung ermöglicht.

Die große Mehrheit entsprechender Beobachtungen lässt sich auf bekannte Objekte oder natürliche Phänomene – etwa Vögel, Flugzeuge, Satelliten, Drohnen, atmosphärische Effekte oder Wahrnehmungstäuschungen – zurückführen. Ein kleiner Anteil bleibt jedoch selbst nach sorgfältiger Analyse durch Fachleute und trotz vergleichsweise guter Datenlage ungeklärt. Diese Fälle begründen ein eigenständiges wissenschaftliches Erkenntnisinteresse und verdeutlichen den Bedarf an einer systematischen, technologisch gestützten und datengetriebenen Forschung.

Das IFEX trägt zur Etablierung dieses Forschungsfeldes bei, indem es technische Systeme zur Detektion, Bewertung und Analyse entsprechender Ereignisse entwickelt und betreibt sowie besonders aussagekräftige Beobachtungsfälle vertieft untersucht.

Langfristiges Ziel ist der Aufbau einer integrierten Forschungsinfrastruktur im Sinne eines „Systems von Systemen“, das die Gewinnung hochwertiger und wissenschaftlich belastbarer Daten ermöglicht. Hierfür werden speziell auf die Charakteristik des Phänomens abgestimmte Sensorsysteme konzipiert, entwickelt und im Dauerbetrieb eingesetzt. Ergänzend werden Beobachtungsdaten strukturiert erfasst, systematisch untersucht und nach anerkannten wissenschaftlichen Standards ausgewertet.

Von zentraler Bedeutung sind darüber hinaus die enge Zusammenarbeit mit relevanten Behörden, die wissenschaftsbasierte Beratung politischer Entscheidungsträger sowie eine transparente und verantwortungsvolle Kommunikation mit Öffentlichkeit und Medien.

Vor diesem Hintergrund versteht sich das IFEX als zentrale wissenschaftliche Instanz für die Bündelung, Koordination und teilweise eigene Umsetzung entsprechender Aktivitäten. Ziel ist es, nachhaltige Forschungsstrukturen zu etablieren, wissenschaftliche Standards weiterzuentwickeln und die langfristige Untersuchung von UAP institutionell zu verankern. Eine verlässliche Unterstützung sowie angemessene Ressourcen sind hierfür entscheidend.

Die aus dieser Forschung gewonnenen Erkenntnisse besitzen das Potenzial, grundlegende Beiträge zum Verständnis bislang unzureichend erklärter Beobachtungen zu leisten und zugleich Impulse für technologische Innovationen sowie für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu geben.

Aktuelles

Mars-Technik im Härtetest: Würzburger Team erprobt Höhlen-Roboter

Besuch von Dr. Silke Launert, Parlamentarische Staatssekretärin der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Fliegender Hörsaal: Würzburger KI-Satellit zwei Jahre im Orbit

Medienbeiträge und Veröffentlichungen

UAPs wissenschaftlich erforschen? So geht's!

Prof. Kayal im Gespräch mit Prof. Harald Lesch in Terra X Lesch & Co im Oktober 2025 auf youtube

The New Science of Unidentified Aerospace-Undersea Phenomena (UAP)

2025: Co-Veröffentlichung eines Papers  zum Thema UAP

Forschungsprojekte

ADEOS

Anomaly Detection and Observation System (ADEOS) ist ein System für die Detektion und Beobachtung von Unidentified Anomalous Phenomena (UAP).  Es besteht seinerseits aus verschiedenartigen Sensorsystemen und soll über eine Client-Server Architektur gesteuert werden. Eine der optischen Elemente des Systems ist eine All-Sky Kamera im sichtbaren Wellenlängenbereich. ADEOS soll, in Abhängigkeit der Verfügbarkeit von Ressourcen, mit der Zeit weiter ausgebaut und an verschiedenen Standorten betrieben werden.

VaMEx3-MarsSymphony

Demonstration von Kommunikationstechnologien und Sensorsystemen in realistischen Explorationsszenarien im Hinblick auf eine zukünftige Marsmission in der Region Valles Marineris.

Beginn des Vorhabens: 01.08.2024
Ende des Vorhabens: 31.12.2026
Förderkennzeichen: 50RK2451A

UAP Meldeformular für Piloten

Helfen Sie mit – melden Sie Ihre Sichtung und unterstützen Sie die wissenschaftliche Erforschung von UAP!

Arbeitsgruppen

Technologien für UAP-Forschung

Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit der Entwicklung, dem Betrieb und der Auswertung technischer Systeme zur wissenschaftlichen Untersuchung von UAP. Im Vordergrund stehen Sensorik, Multisensorsysteme, Beobachtungsstationen, Kamerasysteme, Zeitsynchronisation, Kalibrierung, Datenübertragung, automatische Ereigniserkennung, KI-gestützte Analyse, Sensorfusion sowie der Abgleich mit Ausschlussdaten wie Flugverkehr, Satelliten, Wetter, astronomischen Objekten oder Space-Situational-Awareness-Daten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erhebung qualitativ hochwertiger, reproduzierbarer und wissenschaftlich auswertbarer Daten.

Konzepte zur SETI- und UAP-Forschung

Diese Arbeitsgruppe entwickelt und diskutiert grundlegende wissenschaftliche, methodische und strategische Konzepte für SETI- und UAP-Forschung. Dazu gehören geeignete Beobachtungsstrategien, Evidenzkriterien, Klassifikationssysteme, Forschungsdesigns, Datenanforderungen, internationale Vergleichsansätze, Standards für die Bewertung außergewöhnlicher Beobachtungen sowie die Abgrenzung zwischen natürlichen, technischen, menschengemachten und bislang ungeklärten Phänomenen. Ziel ist es, einen belastbaren konzeptionellen Rahmen zu schaffen, der SETI-Aktivitäten, UAP-Forschung, technische Entwicklungen, Fallanalysen und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander verbindet.

Gesellschaftliche Aspekte und Post-Detection Studies der UAP-Forschung

Diese Arbeitsgruppe untersucht die gesellschaftlichen, psychologischen, soziologischen, rechtlichen, kulturellen, medialen und wissenschaftskommunikativen Aspekte von UAP-Forschung sowie verwandte Fragen der SETI- und Post-Detection-Forschung. Dazu gehören Stigma und Meldeverhalten, Wahrnehmungspsychologie, rechtliche Rahmenbedingungen, Datenschutz, institutionelle Zuständigkeiten, Medienkommunikation, Desinformation, gesellschaftliche Reaktionen auf außergewöhnliche Entdeckungen sowie mögliche Folgen einer bestätigten UAP-, Technosignatur- oder SETI-relevanten Entdeckung. Ziel ist es, diese Themen interdisziplinär, wissenschaftlich reflektiert und verantwortungsvoll zu bearbeiten.

Falluntersuchungen und Analysen

Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit der strukturierten Untersuchung, Dokumentation und Bewertung konkreter UAP-Fälle sowie außergewöhnlicher Erfahrungsberichte. Dazu gehören technische Sichtungsanalysen, Rekonstruktionen, Abgleiche mit Flugverkehrs-, Satelliten-, Wetter- und astronomischen Daten, Bewertungen von Bild- und Videomaterial, Zeugenaussagen, Pilotmeldungen sowie – in einem eigenen methodisch sensiblen Rahmen – Kontakt-, Entführungs- und ähnliche Erfahrungsberichte. Ziel ist keine vorschnelle Deutung, sondern eine nachvollziehbare, transparente und wissenschaftlich-kritische Analyse unter Berücksichtigung technischer, psychologischer, sozialer und empirisch überprüfbarer Aspekte.