Besuch der 2. Bürgermeisterin Dr. Sandra Vorlová im Botanischen Garten
23.10.2026Dr. Sandra Vorlová informierte sich bei einem Rundgang über den Botanischen Garten der Universität Würzburg und diskutierte eine Intensivierung der Kooperationsmöglichkeiten mit der Stadt Würzburg.
Am Freitag, den 23. Oktober besuchte die 2. Bürgermeisterin der Stadt Würzburg, Dr. Sandra Vorlová, den Botanischen Garten. Nachdem Oberbürgermeister Martin Heilig bereits im April den Garten besuchte, ging es jetzt darum, inwiefern die bestehenden Kooperationen mit der Stadt Würzburg intensiviert werden können.
Bei einem Rundgang durch den Botanischen Garten wurden Frau Dr. Vorlová die Aufgaben des Gartens, insbesondere als außerschulischer Lernort (Projekt LehrLernGarten) und auch der aktuelle Stand der Baumaßnahmen vorgestellt.
Auf großes Interesse stießen die Maßnahmen zur Regenwassernutzung. Durch den Bau neuer Zisternen sowie einer Gießwasseraufbereitungsanlage soll die Regenwassernutzung erweitert werden, um auch in trockenen Sommern die Pflanzen optimal bewässern zu können. Die gesamte Maßnahme läuft voraussichtlich noch bis Sommer 2027.
Ein weiteres Thema, das im Zusammenhang mit den laufenden Baumaßnahmen aufgegriffen wurde, ist die Umgestaltungen der Wegoberflächen, mit dem Ziel die Barrierefreiheit des bestehenden Wegenetzes des Gartens zu verbessern. So wurde bereits durch die Neugestaltung der Wegeoberflächen im Schauhausbereich die Zugänglichkeit auch für Menschen mit Einschränkungen deutlich verbessert.
Von großem Interesse war bei der Bürgermeisterin ein Erfahrungsaustausch über Anpassungen der Pflanzen an den Klimawandel. Auch der Botanische Garten hat in den trocken-heißen Sommern seit 2018 größere Verluste und Schäden an Pflanzen zu verzeichnen – vor allem im heimischen Waldbereich -. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Bereiche im Garten mit Bepflanzungen, die mit der extremen Wettersituation dieser trockenen Jahre gut zurechtkommen. Die großflächige Präriepflanzung und die mediterranen Abteilungen kommen auch ohne zusätzliche Bewässerung gut durch die Extremwetterphasen. Welche Pflanzen bieten sich deshalb für die Zukunft in unseren Gärten und Wäldern an? Auch die Stadt Würzburg führt die gleichen Diskussionen, so dass hier ein Austausch sinnvoll ist. Wie sieht eine zukünftige klimaresiliente Gestaltung von Gärten und Freianlagen aus? Diese Frage beschäftigt den Botanischen Garten, wie auch die Stadt Würzburg. Ein aktiver Austausch dahingehend soll intensiviert werden.
Ein großer Fokus während des Besuches wurde auf die Vorstellung der Bildungsarbeit im Botanischen Garten gelegt. Das Projekt LehrLernGarten, das vor 16 Jahren gegründet wurde, arbeitet intensiv mit Studierenden und den Schulen in der Region zusammen. Eine echte Win-win Situation. Inwiefern diese erfolgreiche Zusammenarbeit noch ausgebaut und das Angebot erweitert werden kann, wurde dabei besprochen.
Zuletzt wurden Frau Dr. Vorlová noch Projekte vorgestellt, in denen sich der Botanische Garten, in Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden, um den Artenerhalt seltener und bedrohter Pflanzen kümmert. Diese Arten werden zur Unterstützung der Populationen im Garten vermehrt und anschließend wieder an den Naturstandorten angesiedelt. Schon mehrmals wurde diese Form des Artenschutzes mit Erhaltungskulturen erfolgreich in Unterfranken durchgeführt.
Der Besuch der 2. Bürgermeistern war sehr offen und konstruktiv. Viele Aspekte für Möglichkeiten zu Kooperationen zwischen Stadt und Botanischer Garten wurden besprochen. Dass der Botanische Garten jetzt über Weihnachten und Januar für die Öffentlichkeit geöffnet werden darf, erfreute auch die Bürgermeisterin.




