English Intern
Büro der Universitätsfrauenbeauftragten

Zugang zu Periodenprodukten

Zum Thema

Menstruation ist ein in unserer Gesellschaft oft tabuisiertes Thema, obwohl weltweit etwa die Hälfte der Bevölkerung menstruiert - an unserer Universität geschätzt mehr als 50% aller Studierenden.

Menstruationshygiene und Menstruationsarmut

Der Gebrauch von Menstruationshygieneprodukten ist einerseits ein den Alltag begleitender Vorgang andererseits auch eine nicht zu verachtende finanzielle Belastung. Menstruierende Personen können in manchen Fällen nicht an den Angeboten der Universität teilnehmen – sei es aus physischen, strukturellen oder finanziellen Gründen, weshalb sie lieber zuhause bleiben als an den Campus zu kommen, um nicht in unangenehme Situationen zu kommen, z.B. weil keine Menstruationshygieneartikel oder Rückzugsorte zur Verfügung stehen.

Die sogenannte Menstruationsarmut (d.h. Personen können sich Menstruationshygieneartikel nicht leisten) betrifft laut Utopia geschätzt etwa 100.000 Personen in Deutschland. Wir möchten in diesem Zusammenhang auf die Webseite des Arbeitskreises Gender des Instituts für Politikwissenschaft und Soziologie verweisen:  Menstruationsarmut - Institut für Politikwissenschaft und Soziologie. Wie auch diesem Beitrag entnommen werden kann, können studierende menstruierende Personen finanziell stark durch die Kosten der Hygieneartikel belastet sein.

Kostenfreiheit – Best Practice

Der Menstruationsarmut wird in verschiedenen Regionen der Erde unterschiedlich entgegengetreten. Zum Beispiel durch niedrigere oder sogar durch die komplette Aufhebung der Steuersätze für Menstruationshygieneartikel beispielsweise in Kanada, Kenia oder Malaysia. Schottland verabschiedete 2020 ein Gesetz, das besagt, Periodenprodukte in öffentlichen Einrichtungen kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Diesen Ansatz verfolgen ebenfalls bereits einige deutsche Städte (z.B. Köln) und Universitäten (z.B. Phillips Universität Marburg, Uni Bonn, Uni Stuttgart).

 

Karte für den Zugang zu Periodenprodukten an der JMU

Damit niemand im Alltag auf Periodenprodukte verzichten muss, zeigt dir die interaktive Karte alle Standorte mit kostenlosen Periodenprodukten auf dem Campus. Mit Hilfe des Ebenensymbols (Papierstapel) auf der linken Seite ist es möglich, die vorhandenen Ebenen ein- (Auge) oder auszublenden (durchgestrichenes Auge).