Vortrag: Phonografie, Vergleichende Musikwissenschaft und 'Exotisierung' des 'Anderen' im kolonialen Kontext
27.06.2026Am Samstag, 11. Juli 2026, spricht Dr. Mèhèza Kalibani (Stiftung Historische Museen Hamburg) um 13:15 Uhr im Institut für Musikforschung über "Vortrag: Phonografie, Vergleichende Musikwissenschaft und 'Exotisierung' des 'Anderen' im kolonialen Kontext".
Samstag, 11. Juli
13:15–14:45 Uhr
Institut für Musikforschung, Raum 113
(Domerschulstraße 13)
Mèhèza Kalibani
– Stiftung Historische Museen Hamburg –
PHONOGRAFIE, VERGLEICHENDE MUSIKWISSENSCHAFT UND ‚EXOTISIERUNG‘ DES ‚ANDEREN‘ IM KOLONIALEN KONTEXT
Der Vortrag beleuchtet die Anfänge der phonographischen Tontechnik und ihre Verflechtung mit der Vergleichenden Musikwissenschaft und dem Kolonialismus. Dabei wird auf die Frage eingegangen, wie durch das Aufnehmen und die Erforschung musikalischer Traditionen aus außereuropäischen Gebieten, die Vergleichende Musikwissenschaft auch ein koloniales Projekt verfolgte und dabei auch zur „Exotisierung“ dieser Traditionen beitrug. Anhand von Beispielen wird deutlich gemacht, wie diese technische Innovation, das wissenschaftliche Interesse und die kolonialen Machtverhältnisse ineinandergriffen und welche Nachwirkungen solche Praktiken bis heute haben.
Mèhèza Kalibani ist Geschichts- und Kulturwissenschaftler. Nach seinem Studium der Germanistik an der Université de Lomé und der Internationalen Kulturhistorischen Studien an der Universität Siegen promovierte er in Geschichtswissenschaften am Institut für Didaktik und Public History der Universität Tübingen. Seit 2022 ist er als Kurator für koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart bei der Stiftung Historische Museen Hamburg tätig.
