Würdiger Abschluss des Lehramtsstudiums
07/31/2026300 Absolventinnen und Absolventen haben am 21. Juli den Abschluss ihres Lehramtsstudiums zusammen mit Freunden und Angehörigen in der Neubaukirche gefeiert.
Sie sind die jeweils Prüfungsbesten der unterschiedlichen Lehrämter im Jahr 2026: Franziska Becker (Grundschule), Hannes Röder (Gymnasium), Joëlle Hartmann (Mittelschule), Sophie Gah (Realschule) und Sophie Hartleif (Sonderpädagogik). Bei der Abschlussfeier in der mit knapp 600 Personen bis auf den letzten Platz gefüllten Neubaukirche wurden sie mit einem Gutschein der Buchhandlung Schöningh und einer Urkunde, unterschrieben vom Präsidenten der Universität Würzburg, besonders geehrt.
Ein kritischer Blick auf das Schulsystem
Wie in einer Zeitmaschine blickte der Festredner des Abends, Professor Heinz Reinders, sowohl zurück in die Vergangenheit als auch in die Zukunft von Schule. Reinders, der an der Universität Würzburg den Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung innehat, hob in seiner Rede hervor, dass sich in der Vergangenheit strukturell wenig am Schulsystem verändert habe und nach wie vor die Herkunft der Schülerinnen und Schüler maßgeblich den Bildungserfolg beeinflusse.
Verändert habe sich allerdings die Schülerschaft: Sie sei heterogener geworden und immer stärker durch den Einfluss sozialer Medien geprägt. Dazu kämen – ganz neu – die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz, die auch vor Schulen nicht Halt macht. „Das wird die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer maßgeblich beschäftigen“, so Reinders Prognose.
Kurzer Einblick ins Referendariat
Reinders Hinweis auf veraltete Technik wie Overhead-Projektoren in den Schulen entkräftete der Vertreter des Referendariats Florian Fess in seinem Vortrag. Zusammen mit seiner Kollegin Lea Ziegler gab er einen kurzen Einblick ins Referendariat. Dabei überwogen die positiven Aspekte: Die beiden berichteten, dass sie von ihren Kollegien herzlich empfangen und gut unterstützt worden seien; überhaupt seien sie froh darüber gewesen, endlich das im Studium Gelernte mit den Kindern durchführen zu können. Dabei unterschlugen sie nicht, dass auch die ein oder andere Verwaltungsaufgabe den Neulingen bevorsteht.
Zu Beginn der Veranstaltung hatte Professor Thomas Trefzger als Direktor der Professional School of Education (PSE) die Absolventinnen und Absolventen begrüßt. Doris Fischer, Vizepräsidentin der Universität Würzburg, gratulierte den angehenden Lehrkräften und gratulierte ihnen zum 1. Staatsexamen. Sie bedankte sich bei den Lehrerverbänden BLLV, bpv, brlv, GEW und Europafels e.V., den Sponsoren des Abends, und hob die Bedeutung des Lehrerberufs hervor.
Gratulation vom Ministerialbeauftragten
Auch Dr. Robert Christoph, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Unterfranken, richtete sich an die Anwesenden, betonte die sehr gute Ausbildung an der Universität Würzburg und gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums: „Willkommen im Team, willkommen im Vorbereitungsdienst!“
Musikalisch umrahmt wurde die Feier in der Neubaukirche von der Schulband der Jakob-Stoll-Realschule mit Olexandra Kostjukowitch (Gesang), Martin Balazoski (Gitarre), Agan Azizi (Bass), Tobias Stöckinger (Keyboard), Alex Gkrigkorian (Schlagzeug) unter der Leitung von Ralf Borho.
Die „Kolping Boys and Girls“, eine Schülerfirma der Adolph-Kolping-Schule Würzburg, versorgte die Gäste mit leckeren Häppchen und Getränken.
Die nächste Veranstaltung der PSE
Die nächste Veranstaltung der PSE findet am 1. Oktober 2026 statt. Dann stehen die PSE-Herbsttagung und der Schulentwicklungstag unter dem Motto „Auffälliges Verhalten verstehen – die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern“. Die Anmeldung ist bereits jetzt möglich (https://www.uni-wuerzburg.de/pse/fortbildung/herbsttagung-schulentwicklungstag/herbsttagung-2026/)
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