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Intern
Büro der Universitätsfrauenbeauftragten

Sexuelle Belästigung - Informationen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studierende und Führungskräfte der Universität Würzburg

Es gehört zum Selbstverständnis der Universität Würzburg, den Beschäftigten wie den Studierenden bestmögliche Arbeits-, Studien- und Forschungsbedingungen zu bieten. Dies setzt in besonderem Maße auch ein von gegenseitigem Respekt geprägtes Miteinander voraus. Sexuelle Belästigungen sind eine Form extrem mangelnden Respekts. Hiervon können insbesondere Frauen, aber auch Männer in allen gesellschaftlichen Kontexten betroffen sein. Auch die Universität als Studien- und Arbeitsort ist davon nicht ausgenommen.

Es ist unsere Pflicht, sexuellen Belästigungen von Beschäftigten und Studierenden entgegenzuwirken.

Die Universität Würzburg fördert einen bewussten Umgang aller Beschäftigten und Studierenden mit diesem Thema. Sie unterstützt eine Kultur der Aufmerksamkeit auf allen Ebenen und geht konsequent gegen sexuelle Belästigung oder Diskriminierung vor.

Sexuelle Belästigung ist an der JMU kein Tabuthema. Sie wird unter keinen Umständen geduldet und entsprechend sanktioniert!

Prof. Dr. Alfred Forchel
Präsident

Was ist sexuelle Belästigung?

Nach allgemeinem Verständnis kann sexuelle Belästigung unabhängig von Geschlecht, Statusgruppe oder beruflicher Position der Betroffenen stattfinden. Es handelt sich um eine einseitige, unerwünscht sexualisierte Verhaltensweise. Diese muss nicht absichtlich oder bewusst erfolgen. Maßgeblich ist also nicht die Intention des Handelnden, sondern die konkrete Auswirkung auf die belästigte Person.

"Sexuelle Belästigung beginnt dort, wo allgemein anerkannte oder signalisierte Grenzen überschritten werden."

Gesetzlich definiert ist eine sexuelle Belästigung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (§ 3 Abs. 4 AGG) als „…ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch

  •  unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen,
  • sexuell bestimmte körperliche Berührungen,
  • Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie
  • unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen

gehören, welches bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird…“.

Derartige Handlungen sind im Kontext des Beschäftigungsverhältnisses immer deplatziert und nicht tolerierbar.

Sie haben für die belästigende Person in jedem Fall Konsequenzen und können neben arbeitsrechtlichen und disziplinarrechtlichen auch strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.

Was können Betroffene tun?

„Schätze ich die Situation richtig ein? Übertreibe ich? Was wird man über mich denken?“ Betroffene sind oft unsicher, wie sie mit sexueller Belästigung umgehen sollen. Aus Angst davor, die Situation falsch einzuschätzen oder Nachteile zu erfahren, handeln sie häufig gar nicht.

Dabei ist es äußerst wichtig, nicht passiv zu verharren, sondern möglichst schnell aktiv und selbstbestimmt zu handeln.

  • Setzen Sie sich in der akuten Situation umgehend und energisch zur Wehr.
  • Machen Sie unmissverständlich deutlich, dass Sie das gezeigte Verhalten nicht akzeptieren.
  • Dokumentieren Sie jeden einzelnen Vorfall zeitnah und schriftlich, mit Angabe von Ort, Zeit und Umständen.
  • Bleiben Sie nicht allein! Sprechen Sie mit Menschen Ihres Vertrauens.
  • Fürchten Sie sich nicht vor negativen Konsequenzen. Erst diese Angst ermöglicht weitere Belästigungen.
  • Wenden Sie sich an Ihre Führungskraft und/oder an die ersten Anlaufstellen der JMU.
Führungskräfte in der Verantwortung

Führungskräfte in der Verantwortung

Ein aufmerksamer und sensibler Umgang mit dem Thema sexuelle Belästigung gehört zur Führungsaufgabe. Als Führungskraft, egal ob im Bereich Forschung, Lehre oder Verwaltung, stehen Sie in der Pflicht, sexueller Belästigung Ihrer Mitarbeitenden bzw. Studierenden entgegenzuwirken und sie davor zu schützen.

Erkennen Sie Anzeichen sexueller Belästigung oder werden Sie von Betroffenen ins Vertrauen gezogen, müssen Sie reagieren:

  • Nehmen Sie die Berichte ernst! Darüber zu sprechen bedeutet, Mut und Vertrauen aufzubringen. Verharmlosen Sie keinesfalls und spielen Sie die Bedeutung nicht herab.
  • Sichern Sie Unterstützung zu, aber versprechen Sie nur, was Sie einhalten können!
  • Positionieren Sie sich klar in Ihrer Haltung im Umgang mit sexueller Belästigung.
  • Suchen Sie das Gespräch mit der beschuldigten Person und konfrontieren Sie diese mit den Vorwürfen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie sich in einer solchen Situation verhalten sollen, wenden Sie sich bitte umgehend an die ersten Anlaufstellen, die Ihnen Unterstützung geben und ggf. an andere Fachstellen weiter verweisen können.

Anlaufstellen

Ihre ersten Anlaufstellen an der Universität

Für den Bereich Studium und Lehre:

Prof. Dr. Marie-Christine Dabauvalle
Frauenbeauftragte der Universität Würzburg
Tel.: +49 931 31-88055
dabauvalle@biozentrum.uni-wuerzburg.de

Dr. Norbert Steinmetz
Stellvertreter der Frauenbeauftragten der Universität Würzburg
Tel.: +49 931 31-88741
norbert.steinmetz@physik.uni-wuerzburg.de

Universitätsweites Konfliktmanagement

Katja Beck-Doßler
Dipl.-Psych. Geschäftsführende Leiterin der Konfliktberatungsstelle
Marcusstraße 9-11, 97070 Würzburg
Tel.: +49 (0)931 31-82020
konfliktberatung@uni-wuerzburg.de

Mehr Infos finden Sie auf der Homepage

Für das wissenschaftsunterstützende Personal:

Adelgunde Wolpert
Gleichstellungsbeauftragte der Universität Würzburg
Tel.: +49 931 31-82005
gleichstellung@uni-wuerzburg.de

Peter Meeh
Betriebsärztlicher Dienst
Tel.: +49 931 31-89068
peter.meeh@uni-wuerzburg.de

An wen können Sie sich außerdem wenden?

Sie können sich an die im Folgenden genannten Beratungsstellen wenden und dabei sicher sein, dass alle Ihre Angaben vertraulich behandelt werden. Ohne Ihre Zustimmung werden keine Schritte unternommen! Welche Maßnahmen Sie ergreifen möchten, entscheiden allein Sie selbst.

Interne Anlaufstellen

Personalabteilung
Beschwerdestelle der Universität Würzburg
Enno Kruse
Ottostr. 16 , 97070 Würzburg
Tel.: +49 931 31 82057
enno.kruse@zv.uni-wuerzburg.de

Personalrat der Universität Würzburg
Büro Hubland: Fr. Michel/Fr. Thoma
Mensanebengebäude, Zimmer 7
Tel.: +49 931 31 82003
www.uni-wuerzburg.de/personalrat/startseite

Externe Anlaufstellen

Frauen-Notruf/ Frauenberatungsstelle der Stadt Würzburg
Tel.: +49 931 45 00 70


Beauftragte der Polizei für Frauen und Kinder
Polizeipräsidium Unterfranken
Frankfurter Str. 79, 97082 Würzburg
+49 931/457-1074
www.polizei.bayern.de

Wildwasser e. V.
Neutorstraße 11, 97070 Würzburg
Tel.: +49 931 13287
wildwasserwuerzburg@t-online.de
www.wildwasserwuerzburg.de


Weisser Ring e.V. Würzburg (Stadt und Kreis)
Außenstellenleitung Martin Koch
Seeweg 8, 97204 Höchberg
Tel.: +49 931 4070927

Downloads

Hier finden Sie alle wichtigen Downloads zum Thema sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen:

  • Den Flyer "Nein heißt Nein" der JMU mit allen wichtigen Informationen finden Sie hier
  • Einen mehrsprachigen Flyer zum Hilfetelefon für Frauen finden Sie hier
  • You can download a multi-lingual brochure on domestic violence and sexual harassment here
  • Den Flyer zum Hilfetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finden Sie hier
  • Eine Präsentation zum Hilfetelefon für Frauen finden Sie hier
  • Einen Flyer zum Thema Konfliktmanagement finden Sie hier

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Kontakt

Büro der Universitätsfrauenbeauftragten
Gerda-Laufer-Straße 46
Campus Hubland Nord
97074 Würzburg

Tel.: +49 931 31-85665

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