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    Büro der Universitätsfrauenbeauftragten

    Sexuelle Belästigung - Informationen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studierende und Führungskräfte der Universität Würzburg

    Was ist sexuelle Belästigung?


    Nach allgemeinem Verständnis kann sexuelle Belästigung unabhängig von Geschlecht, Statusgruppe oder beruflicher Position der Betroffenen stattfinden. Es handelt sich um eine einseitige, unerwünscht sexualisierte Verhaltensweise. Diese muss nicht absichtlich oder bewusst erfolgen. Maßgeblich ist also nicht die Intention des Handelnden, sondern die konkrete Auswirkung auf die belästigte Person.

    "Sexuelle Belästigung beginnt dort, wo allgemein anerkannte oder signalisierte Grenzen überschritten werden."

    Gesetzlich definiert ist eine sexuelle Belästigung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (§ 3 Abs. 4 AGG) als „…ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch

    • unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen,
    • sexuell bestimmte körperliche Berührungen,
    • Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie
    • unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen

    gehören, welches bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird…“.

    Derartige Handlungen sind im Kontext des Beschäftigungsverhältnisses immer deplatziert und nicht tolerierbar.

    Sie haben für die belästigende Person in jedem Fall Konsequenzen und können neben arbeitsrechtlichen und disziplinarrechtlichen auch strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.

     

    Was können Betroffene tun?


    „Schätze ich die Situation richtig ein? Übertreibe ich? Was wird man über mich denken?“ Betroffene sind oft unsicher, wie sie mit sexueller Belästigung umgehen sollen. Aus Angst davor, die Situation falsch einzuschätzen oder Nachteile zu erfahren, handeln sie häufig gar nicht.

    Dabei ist es äußerst wichtig, nicht passiv zu verharren, sondern möglichst schnell aktiv und selbstbestimmt zu handeln.

    • Setzen Sie sich in der akuten Situation umgehend und energisch zur Wehr.
    • Machen Sie unmissverständlich deutlich, dass Sie das gezeigte Verhalten nicht akzeptieren.
    • Dokumentieren Sie jeden einzelnen Vorfall zeitnah und schriftlich, mit Angabe von Ort, Zeit und Umständen.
    • Bleiben Sie nicht allein! Sprechen Sie mit Menschen Ihres Vertrauens.
    • Fürchten Sie sich nicht vor negativen Konsequenzen. Erst diese Angst ermöglicht weitere Belästigungen.
    • Wenden Sie sich an Ihre Führungskraft und/oder an die ersten Anlaufstellen der JMU.

     

    Führungskräfte in der Verantwortung


    Ein aufmerksamer und sensibler Umgang mit dem Thema sexuelle Belästigung gehört zur Führungsaufgabe. Als Führungskraft, egal ob im Bereich Forschung, Lehre oder Verwaltung, stehen Sie in der Pflicht, sexueller Belästigung Ihrer Mitarbeitenden bzw. Studierenden entgegenzuwirken und sie davor zu schützen.

    Erkennen Sie Anzeichen sexueller Belästigung oder werden Sie von Betroffenen ins Vertrauen gezogen, müssen Sie reagieren:

    • Nehmen Sie die Berichte ernst! Darüber zu sprechen bedeutet, Mut und Vertrauen aufzubringen. Verharmlosen Sie keinesfalls und spielen Sie die Bedeutung nicht herab.
    • Sichern Sie Unterstützung zu, aber versprechen Sie nur, was Sie einhalten können!
    • Positionieren Sie sich klar in Ihrer Haltung im Umgang mit sexueller Belästigung.
    • Suchen Sie das Gespräch mit der beschuldigten Person und konfrontieren Sie diese mit den Vorwürfen.

    Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie sich in einer solchen Situation verhalten sollen, wenden Sie sich bitte umgehend an die ersten Anlaufstellen, die Ihnen Unterstützung geben und ggf. an andere Fachstellen weiter verweisen können.

     

    Anlaufstellen


    Für den Bereich Studium und Lehre:

    Prof. Dr. Brigitte Burrichter
    Frauenbeauftragte der Universität Würzburg
    Tel.: +49 931 31-85684
    unifrauenbeauftragte@uni-wuerzburg.de

    Universitätsweites Konfliktmanagement

    Katja Beck-Doßler
    Dipl.-Psych. Geschäftsführende Leiterin der Konfliktberatungsstelle
    Marcusstraße 9-11, 97070 Würzburg
    Tel.: +49 (0)931 31-82020
    konfliktberatung@uni-wuerzburg.de

    Mehr Infos finden Sie auf der Homepage

    Für das wissenschaftsunterstützende Personal:

    Sabine Stahl
    Gleichstellungsbeauftragte der Universität Würzburg
    Tel.: +49 931 31-82005
    gleichstellung@uni-wuerzburg.de

    Peter Meeh
    Betriebsärztlicher Dienst
    Tel.: +49 931 31-89068
    peter.meeh@uni-wuerzburg.de

     

    An wen können Sie sich außerdem wenden?


    Sie können sich an die im Folgenden genannten Beratungsstellen wenden und dabei sicher sein, dass alle Ihre Angaben vertraulich behandelt werden. Ohne Ihre Zustimmung werden keine Schritte unternommen! Welche Maßnahmen Sie ergreifen möchten, entscheiden allein Sie selbst.

    Interne Anlaufstellen

    Personalabteilung
    Beschwerdestelle der Universität Würzburg
    Enno Kruse
    Ottostrasse 16, 97070 Würzburg
    Tel: 0931/31-82400
    enno.kruse@zv.uni-wuerzburg.de

    Personalrat der Universität Würzburg
    Mensanebengebäude, Am Hubland
    Tel.: +49 931 31 82003
    www.uni-wuerzburg.de/personalrat/startseite

    Externe Anlaufstellen

    Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
    Tel.: 08000 116 016
    www.hilfetelefon.de

    Frauen-Notruf des Sozialdienstes katholischer Frauen
    Tel.: +49 931 419040

    Beauftragte der Polizei für Frauen und Kinder
    Polizeipräsidium Unterfranken
    Frankfurter Str. 79, 97082 Würzburg
    Tel.: +49 931/457-1074
    www.polizei.bayern.de

    Wildwasser e. V.
    Neutorstraße 11, 97070 Würzburg
    Tel.: +49 931 13287
    wildwasserwuerzburg@t-online.de
    www.wildwasserwuerzburg.de


    Weisser Ring e.V. Würzburg (Stadt und Kreis)
    Außenstellenleitung Martin Koch
    Seeweg 8, 97204 Höchberg
    Tel.: +49 931 4070927

     

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