Hybrides Musizieren und kollektives Songwriting
Projektziel: Entwicklung eines Seminarformats, das hybrides Musizieren ermöglicht und Songwriting-Prozesse durch die Einbindung digitaler Tools erweitert.
Laufzeit: bis 10/2025
Vorhaben
Das Projekt „Hybrides Musizieren und kollektives Songwriting“ reagiert auf die wachsende Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI) in musik-kulturellen Kontexten, insbesondere im Bereich der Popularmusik. Auf der Grundlage zweier vorangegangener Forschungsprojekte am Lehrstuhl für Musikpädagogik wird im Rahmen des Projektvorhabens ein praxisorientiertes Seminarkonzept für hybrides, kollektives Songwriting entwickelt. Ziel ist es, angehende Musiklehrkräfte dazu zu befähigen, KI-gestützte Tools reflektiert einzusetzen, hybrides Musizieren anzuleiten und digitale Medien didaktisch fundiert in ihre zukünftige Unterrichtspraxis zu integrieren.
Detaillierte Einblicke in Vorgehen, Ergebnisse und Techniknutzung des Projekts sowie eine Auswahl an Projektbildern stehen in der Toolbox für Sie bereit.
Das Seminar verfolgt eine praxis- und prozessorientierte didaktische Perspektive, in der hybrides Musizieren und kollektives Songwriting als Lern- und Erfahrungsräume genutzt werden. Im gemeinsamen musikalischen Arbeiten mit analogen, digitalen und KI-gestützten Mitteln setzen sich die Studierenden nicht nur mit musikalischen Gestaltungsfragen auseinander, sondern reflektieren zugleich den Einsatz digitaler Technologien im kreativen Prozess. Der Kompetenzerwerb erfolgt dabei nicht primär über instruktive Vermittlung, sondern über eigenes Erproben, ko-kreative Aushandlung und begleitete Reflexion. Auf diese Weise entwickeln die Studierenden ein situationsbezogenes Verständnis dafür, wie KI-gestützte Tools musikalische Prozesse strukturieren, beeinflussen oder irritieren können. Ziel des Seminars ist es, im Zuge der kollektiven Songproduktion einen Kompetenzaufbau im Umgang mit digitalen Instrumenten in Bandsettings sowie eine didaktisch-reflexive Perspektive auf KI-basierte Musikpraxis im schulischen Kontext zu ermöglichen.
Zum Einsatz kommen analoge und digitale Instrumente (Synthesizer und Effektgeräte), KI-gestützte Anwendungen wie Text- oder Audio-Generatoren und das KI-Tool „Session Player“ der DAW Logic Pro.. Das hybride Setting wird in einem professionellen Tonstudio eingerichtet, das über die übliche Ausstattung für Musikaufnahmen verfügt (u. a. Mehrkanal-Audiointerfaces, Mikrofonierung, Monitoring-Systeme und Studio-Software). Eine studentische Hilfskraft begleitet das Projekt videografisch.
Unterreiner, M. (2026, in press). Hybrides kollektives Songwriting als postdigitale Praxis in der Musiklehrkräftebildung: Eine empirische Studie zum „Mehrwert“ von KI in komplexen musikpädagogischen Settings. In C. Kattenbeck & J. Schaubruch (Hrsg.), Postdigitale Praktiken in der Musiklehrkräftebildung. Sustain.
