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Personalentwicklung an der JMU

Leadership Expertise at Practice for Early Career Researchers (LEAP 4 ECR)

Führungskompetenz für Promovierende un Postdocs

Mit diesem Programm bereiten wir Promovierende und Postdocs auf zukünftige Führungsrollen vor – innerhalb und außerhalb der Wissenschaft. Das Programm richtet sich explizit an Personen in der Wissenschaft, die derzeit noch keine formale Führungsverantwortung tragen.

In sechs Modulen erwerben Sie grundlegendes Wissen, lernen theoretische Konzepte und Modelle kennen und verknüpfen diese mit Ihren aktuellen Arbeitssituationen. Dabei arbeiten wir stets mit praxisnahen Beispielen und realen Situationen aus dem Arbeitsumfeld der Teilnehmenden. So lernen Sie, Kontexte und Verhaltensweisen – sowohl die eigenen als auch die von Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten – einzuordnen und zu bewerten.

Die Aufteilung in sechs Lernmodule, die über einen Zeitraum von 12 bis 24 Monaten absolviert werden, ermöglicht es den Teilnehmenden, sich mit allen relevanten Bereichen erfolgreicher Führung vertraut zu machen. Sie haben Zeit zur Reflexion und können erlernte Methoden und Modelle in der Praxis anwenden und erproben.

Den Auftakt bildet stets Modul 1, das einen Überblick über zentrale Themenfelder, Führungsverständnisse und Dynamiken vermittelt.
Die Module 2 bis 4 können in frei wählbarer Reihenfolge und durch unterschiedliche Veranstaltungsformate gestaltet werden.
Den Abschluss bildet Modul 6, in dem die Teilnehmenden ihre Erfahrungen reflektieren und eine Fallpräsentation erarbeiten.

 

Ziele

Das Programm verfolgt das Ziel, die Teilnehmenden systematisch auf zukünftige Führungsaufgaben in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen dabei

  • die kritische Auseinandersetzung mit zentralen Führungshaltungen, -rollen und -methoden,
  • die Stärkung einer bewussten und sicheren Selbststeuerung 
  • der gezielte Ausbau kommunikativer Kompetenzen als zentrale Voraussetzung wirksamer Führung,
  • die Schulung im professionellen Umgang mit Konfliktsituationen und emotional belasteten Arbeitskontexten,
  • die Sensibilisierung für Fragen von Diversität (insb. Interkulturalität, Chancengleichheit und Altersdiversität)
  • sowie die kritische Reflexion der Führungskultur und der Führungsgrundsätze an der Universität Würzburg.

Zielgruppe & Voraussetzungen

  • wissenschaftliches Angestelltenverhältnis mit der Universität Würzburg oder dem Universitätsklinikum (nur wenn Arbeitsvertrag mit der medizinischen Fakultät, sonst entstehen ggf. Kosten)
  • Start ins Programm: möglich mit dem Beginn des zweiten Jahres der Promotion bis 4 Jahre nach Abschluss der Promotion (Pflegezeiten können angerechnet werden)
  • Einverständnis der jeweiligen Führungskraft

Aufbau des Zertifikats

Das Programm ist modular aufgebaut und umfasst fünf thematische Module sowie ein sechstes Reflexionsmodul, die jeweils mit einem definierten Workload zu absolvieren sind. Zusätzlich steht den Teilnehmenden ein flexibler Anteil von 8 Arbeitseinheiten (AE) zur Verfügung, der variabel aus den Modulen 2-5 eingebracht werden kann, um spezifische Interessen zu vertiefen (freier Bereich).

Den Einstieg in das Programm bildet das Modul 1 ab, das zweimal jährlich angeboten wird (Frühjahr und Herbst).  In diesem Modul werden grundlegende Inhalte vermittelt sowie eine gemeinsame Zielklärung mit den Teilnehmenden vorgenommen, die eine fundierte Grundlage für die weiteren Weiterbildungselemente bildet.

Die Module 2 bis 5 können in beliebiger Reihenfolge belegt werden. Nach Erreichen des eines Workloads von mind. 72 AE kann der Reflexionsworkshop (Modul 6) belegt werden. Dieser eintägige Workshop schließt das Zertifikat ab, lädt zur Reflexion in der Gruppe ein und gibt Gelegenheit, einen eigenen Fall zu reflektieren und zu besprechen. Das Modul 6 wird – wie bereits Modul 1 – immer direkt durch die Mitarbeitenden Personalentwicklung angeboten.

Schwerpunkte:

  • Anleitung zur individuellen Anlass- und Zielklärung für alle Teilnehmenden im Rahmen des Zertifikats Führung (Leitfragen)
  • Modelle von Führung (z. B. nach Neuberger)
  • Führungshaltungen (z. B. transformational / transaktional / situativ)
  • Führungsstile (z. B. nach Goleman)
  • Reflexion zu eigener Haltung / eigenen Erfahrungen
  • Führung im Kontext Universität vs. Unternehmen
  • Führungsverständnis und -kultur der JMU


Lernziele:

  • Verstehen Führungshaltung und -kultur an der JMU und können diese anderen erklären
  • Analysieren Führungsverhalten, das Ihnen selbst begegnet ist oder wird auf Basis der betrachteten Modelle
  • Reflektieren und begründen ihr eigenes Verhalten in der Interaktion mit Kolleg*innen
  • Nehmen Handlungsweisen und Reaktionen von Kolleg*innen und Vorgesetzten bewusst wahr
  • Entwickeln eigene Einschätzungen und setzen diese in Kontext zum eigenen Wertesystem
  • Beteiligen sich aktiv an der Ausgestaltung von (Führungs-)kultur im eigenen Umfeld und äußern eigene Einschätzungen
  • Wenden die gelernten Inhalte an, um eigenes Verhalten zu bewerten und entsprechend zu planen und zu entwickeln
  • Erproben und üben erste bewusste Führungshandlungen z.B. im Kontext mit studentischen Mitarbeitenden und Studierenden


belegbare Workshops:

  • Wirksam führen (16 AE, halbjährlich im Programm durch Mitarbeitende der PE) 

Schwerpunkte:

  • Vermittlung von Kommunikations-Theorie (z.B. Kommunikationsmodelle, Einsatz von Fragetechnik)
  • Anwendung der Theorien auf konkrete praktische Kommunikationssituationen aus dem Arbeitsalltag der Zielgruppe (z.B. Feedback, Gespräche strukturiert vorbereiten und führen, Moderation von Sitzungen, Verhandlungssituationen meistern)
  • Arbeit in (wissenschaftlichen) Teams (Phasen, Dynamiken, Rollen)
  • Strukturierung von Arbeit (Priorisieren & Delegieren)
  • Umgang mit Erwartungen anderer sowie Definition der eigenen Rolle


Lernziele:

  • benennen zentrale Modelle und Prinzipien gelingender Kommunikation
  • nutzen gezielt Kommunikationsmethoden (z.B. aktives Zuhören, Paraphrasieren, strukturierte Moderation) in ihrem Arbeitskontext
  • ordnen Strukturen und Dynamiken in Teams und Gruppen ein und finden angemessene  Reaktionsweisen
  • reflektieren, welche Kommunikationsstrukturen im eigenen wissenschaftlichen Arbeitskontext förderlich oder hinderlich sind
  • wertschätzen konstruktive Rückmeldung, transparente Kommunikation und offene Zusammenarbeit als Grundlage erfolgreicher Teamarbeit.
  • erkennen eigene Stärken und Vorlieben zur Strukturierung von Arbeit im Team, reflektieren Verhaltensweisen im Team und sind in der Lage diese entsprechend zu benennen
  • benennen an sie gestellte Erwartungen und gleichen diese mit Ressourcen ab, um realistische Ziele zu formulieren


belegbare Workshops:

  • Besprechungen effizient und zielführend moderieren (16 AE, jährlich) 
  • Laterale Führung (16 AE, jährlich) 
  • Verbindende Kommunikation mit mir und anderen (12 AE, jährlich) 
  • Teamdynamik verstehen (8 AE, jährlich) 
  • Erfolgreich arbeiten im Team (8 AE, jährlich) 
  • Mit Fragen zu neuen Ideen – kreative Fragetechniken für Führung ohne Führungsrolle (16 AE, jährlich) 
  • Feedback geben (16 AE, jährlich)