Philtag
The next philtag at the Centre for Philology and Digitality (ZPD) will take place on February 4–5, 2026. The event is intended both to strengthen research networks at the University of Würzburg and to welcome colleagues from outside the university. While online participation will be possible, we warmly encourage in-person attendance. All presentations will be held in English.
Wednesday, 4 February 2026 Drama
Digital Editions: Methods and Projects/Corpora
| 12:00–13:45 | Katrin Dennerlein: Introduction |
| Regina Toepfer (Würzburg): DT16 digital - Drama und Theater im deutschen Sprachraum des 16. Jahrhunderts digital | |
| Julia J. Beine (Würzburg): DraCor – Open Infrastructure for Drama Analysis | |
| Martin Rupnig & Katrin Dennerlein (Würzburg): Streamlit für das Drama: Semi-automatisierte TEI-Konvertierung historischer Dramentexte | |
| Florian Debaene (Ghent): TEI Classification for DraCor: Efficiency, Transfer Learning and Multilinguality | |
| 13:45–14:15 | Coffee break |
Digital Literary History and Drama Analysis
| 14:15–15:00 | Julia J. Beine (Würzburg): Tracing Schemers in Early Modern Receptions of Roman Comedy |
| 15:00–15:45 | Ifeoluwa Aboluwade (Würzburg): Digital Deceptions: Trickster Characters in Early Modern English Drama |
| 15:45–16:15 | Coffee break |
| 16:15–17:00 | Botond Szemes (Tartu): Rethinking Protagonists: A Bottom-Up Analysis of Character Function and Language |
| 17:00–17:45 | Lucas van der Deijl (Groningen): Strange Voices. Detecting Multilingualism and Code-Switching in Early Modern Drama |
| 17:45–18:00 | Bio Break |
| 18:00–18:45 | Katrin Dennerlein (Würzburg): Women Playwrights 1700–1900: Genres, Bestselling Authors, and Emotional Economies |
| 19:30 | Dinner (speaker) |
Thursday, 5 February 2026
Digital Approaches to Archaeology and Cultural Heritage
| 9:15–9:30 | Stephanie Döpper (Würzburg): Introduction |
| 9:30–10:00 | Anja Wutte (Köln): About Shapes, Rules and Grammars – Innovations and Possibilities of Rule-Based Generations in Archaeology |
| 10:00–10:30 | Johannes Hechtl (Würzburg): Digital Pathways to the Hittite World |
| 10:30–11:00 | Steffen Bauer (Heidelberg): WYSIWYG to Annotate – Visualization and Annotation of Massive 3D-Meshes |
| 11:00–11:30 | Coffee break |
| 11:30–12:00 | Benedetta Bellucci (Würzburg): Digital Methods in the Study of Images of Musical Instruments from Ancient Mesopotamia. The MIAM Project Approach |
| 12:00–12:30 | Berenike Rensinghoff & Thomas Heide (Marburg & Mainz): Disiecta Membra, Disiecta Data? Digital Aproaches to a Long-Term Project on Architectural Pieces in Roman Germany |
| 12:30–13:00 | Leif Scheuermann (Trier): Simulating Roman Transport – The STRADA Project |
A zoom link for online participation will appear on this page shortly before the event.
Philtag – Die Tagungsreihe
Der Philtag bietet als etablierte Würzburger Tagungsreihe zum Einsatz digitaler Methoden in den Geistes- und Kulturwissenschaften die Möglichkeit, sich auf internationaler Ebene über neue Trends, Projekte und Technologien im Bereich der Digital Humanities zu informieren und auszutauschen.
Zu den wichtigsten Themenschwerpunkten der bisherigen Tagungen zählten vor allem der Bereich OCR (Optical Character Recognition), das Textmining, die digitalen Editionen sowie die Präsentation und Visualisierung von Textkorpora. Vor allem im Feld der Optical Character Recognition konnten immer wieder Gastredner:innen unterschiedlicher Institutionen gewonnen und damit die kontinuierlichen Entwicklungslinien dieses Forschungszweiges aufgezeigt werden. Neben Beiträgen zur OCR von Inkunabeln, der Bedeutung von OCR-Verfahren für die Erforschung wissenschaftlicher Überlieferungstraditionen und die Erfassung wissenschaftshistorischer Aktenbestände, Einblicken in OCRopus++, OCR-D, Deep Learning in der OCR-Erkennung sowie die Vorstellung der Software OCR4all zählten auch immer wieder themenspezifische Workshops zum Programm.
Im Bereich des Textmining, also der Entdeckung von Bedeutungsstrukturen in un- oder nur schwachstrukturierten Textdaten durch algorithmusbasierten Analyseverfahren, wurden unterschiedliche Arbeitstools und Verfahrensweisen des Forschungsfelds vorgestellt. Darunter waren unter anderem Möglichkeiten zur Identifikation von Übersetzern, die Erkennung unmarkierter wörtlicher Rede in Romanen, die Erstellung von Figuennetzwerken, die Analyse von Stimmungsverläufen in Romantexten zur Klassifizierung literarischer Gattungen sowie die Verwendung von ATHEN zur zielgerichteten Annotation von Textkorpora.
Vor allem aktuell beschäftigt sich der Philtag verstärkt mit dem Thema der digitalen Editionen sowie der Notwendigkeit integrativer, modularer und effizienter Workflows von reinen Daten bis hin zur Präsentation und Visualisierung von Forschungsergebnissen. Hierzu konnten unter anderem Beiträge und Werkstattberichte zur neuen Faustedition, der digitalen Edition der Lyrik des deutschen Mittelalters, der Hybridedition der Werke des Österreichischen Bibelübersetzers sowie den Anforderungen und der Umsetzung einer digitalen Edition des Forschungsprojekts Narragonien digital gewonnen werden.
Vor allem mit Blick auf die zunehmenden Anforderungen an die Geistes-, Kultur- und Humanwissenschaften im Zeitalter der Digitalisierung wird auch im Jahr 2025 wieder ein Philtag stattfinden, um über Neuerungen im wissenschaftlichen Feld zu informieren und den Austausch zwischen verschiedenen Institutionen und Forschungsrichtungen gewinnbringend zu fördern.




