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Siebold-Collegium Institute for Advanced Studies

SCIAS Fellows

SCIAS-Fellow werden

International renommierte WissenschaftlerInnen von Universitäten und Forschungseinrichtungen der ganzen Welt, die mit den JMU Fakultäten kooperieren, können als Fellows des Siebold-Collegiums Institute for Advanced Studies ernannt werden.

Voraussetzungen dafür sind:

  1. Ein Professorentitel oder zumindest Status als Postdoktorand (mindestens seit vier Jahren).
  2. Ausgewiesene Verbundenheit zur JMU (vergangene Aufenthalte in Würzburg, Kooperationen mit Würzburger WissenschaftlerInnen etc.).
  3. Ein mindestens dreimonatiger Aufenthalt am SCIAS.
  4. Ein Gastvortrag von 30-45 Minuten zum Thema des Forschungsaufenthalts.

Unsere SCIAS-Fellows

Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg begrüßte und beherbergte viele exzellente WissenschaftlerInnen, die enge Verbindungen und Kooperationen mit der Universität und der Stadt Würzburg entwickelten. Nachfolgend finden Sie einige unserer jetzigen und auch ehemaligen Gastwissenschaftler und Gastwissenschaftlerinnen aus den unterschiedlichsten Disziplinen, die wir stolz als SCIAS-Fellows bezeichnen.

Dr. Toby Bell (Monash University in Melbourne) ist Chemiker. 2002 wurde er an der University of Melbourne promoviert. Die anschließende Postdoc-Phase brachte ihn an das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (Mülheim) und an die Katholische Universität Löwen (Belgien). 2009 wurde er zum Lecturer für physikalische Chemie an der Monash University und 2014 ebendort auf einen Tenure Track berufen. In Monash leitet er eine interdisziplinäre Forschungsgruppe, die Fluoreszenztechniken zur Erforschung von Molekülen und Zellen einsetzt.

Peter Fineran ist Professor in der Abteilung für Mikrobiologie und Immunologie an der Universität Otago in Neuseeland. Er leitet dort das Labor für Phagen-Wirts-Interaktionen und erforscht Mechanismen, mit denen sich Bakterien vor Angriffen durch sogenannte Bakteriophagen – Viren, die Bakterien infizieren - schützen können. Insbesondere untersucht seine Arbeitsgruppe bakterielle CRISPR-Cas-Immunsysteme, Toxin-Antitoxin-Systeme und andere Verteidigungssysteme, und wie Bakteriophagen diese Verteidigungsstrategien überwinden können. Er möchte diese Forschungsergebnisse nutzen, um Bakteriophagen als neue Antiinfektiva einzusetzen und Verteidigungssysteme für biotechnologische Zwecke nutzbar zu machen.

Professor Fineran startete seine akademische Karriere an der Universität Canterbury (Neuseeland) und erwarb dort einen Bachelorabschluss in Biochemie. An der Cambridge Universität in England schloss er seine Promotion ab und forschte dort anschließend auch als Postdoktorand für zwei weitere Jahre bevor er im Jahr 2008 seine eigene Arbeitsgruppe in Neuseeland startete.

Für seine wissenschaftlichen Forschungsleistungen hat Professor Fineran bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Fleming-Preis der Microbiology Society (UK), und er wurde vor kurzem zum Fellow der Royal Society of New Zealand gewählt.

Prof. Flecha ist emeritierter Professor an der Universität von Barcelona. Er wurde von der Europäischen Kommission als Vorsitzender der Expertengruppe eingestellt, die die Kriterien für die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen aller Wissenschaften im europäischen Wissenschaftsprogramm ausarbeitete. Prof. Flecha ist der erste Wissenschaftler in den Kategorien Social Impact und Gender Violence in Google Scholar. Er hat Vorträge in Harvard und Cambridge gehalten und Artikel in Zeitschriften dieser Universitäten veröffentlicht. Prof. Flecha gründete CREA, ein Forschungszentrum, das mit Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen wie der Mathematik, Physik und Medizin zusammenarbeitet, um die sozialen Auswirkungen ihrer Arbeit zu verbessern. Einige seiner wissenschaftlichen Entwicklungen werden in mehr als 100 Ländern eingesetzt.

Prof. Dr. Stefan Hofmann (Boston University) ist führender Experte im Feld der Angst-/ Angststörungsforschung. Seit 2008 ist er Professor für Psychologie am Institut für Psychologie an der Universität Boston. Er ist Leiter des Labors für Psychotherapie und Emotionsforschung, wo er Angststörungen hinsichtlich von Behandlungsmechanismen, translatorischer Forschung, Kultur und geistiger Gesundheit, Bewegungsforschung, Psychopathologie und Nosologie untersucht.

Dr. Zhenguo Huangs (University of Technology Sydney) Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich neuer Bor-enthaltender Verbindungen, die sowohl für die mögliche Anwendung in der Wasserstoffspeicherung und bei Batterien als auch beim Wachstum großer und geringschichtiger h-BN Nanoschichten genutzt werden können. Zurzeit ist er Senior Researcher an der Fakultät für Zivil- und Umwelttechnik der University of Technology in Sydney.

Prof. Keisuke Kawamoto, M.D., Ph.D., ist Facharzt für Hämatologie und allgemeine innere Medizin. Nach Abschluss der Facharztausbildung in Hämatologie und Innerer Medizin wurde Prof. Kawamoto Doktorand für die Erforschung der Biologie maligner Lymphome an der Universität Kurume (Hämatopathologie, Prof. Koichi Ohshima Lab). Prof. Kawamotos Hauptarbeitsgebiet ist die Erforschung des malignen T/NK-Zell-Lymphoms mit Hilfe der histopathologischen Analyse. T/NK-Zell-Lymphome haben eine schlechte Prognose, da noch keine wirksame Behandlung etabliert ist. Prof. Kawamoto forscht seit 2022 am Institut für Pathologie der JMU und beschäftigt sich derzeit mit der Subklassifizierung des malignen T/NK-Zell-Lymphoms, indem er neue Ansätze erprobt, um die Prognose des malignen T/NK-Zell-Lymphoms zu verbessern.

Prof. Dr. Hiroshi Kumigashira (Tohoku University) ist einer der führenden Experten im Bereich Oxid-Nanostrukturen, Photoemissionsspektroskopie und Röntgenabsorptionsspektroskopie. Er hat einen Doktor in Physik und ist Leiter des Institute of Multidisciplinary Research for Advanced Materials (IMRAM) an der Tohoku Universität und der Photon Factory, Institute of Materials Structure Science (IMSS) der High Energy Accelerator Research Organization (KEK).

Mikhail Lopatin erwarb seinen B.A., M.A. (mit Auszeichnung) und seinen Doktortitel in Musikwissenschaft am P.I. Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau (Titel der Dissertation: "Franko-flämische Messen des fünfzehnten Jahrhunderts"): Jahrhundert: Fragen der stilistischen Entwicklung"). Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich kanonische Musik des Trecento und der frühen Quattrocento-Musik. Nach seiner Dissertation arbeitete Mikhail Lopatin zunächst als Dozent am Tschaikowsky-Konvervatorium. Danach hatte er Positionen an international renommierten Institutionen: Er erhielt ein "Stipendium der Schweizerischen Bundesregierung", war Visiting Fellow in der Villa I Tatti an der Harvard-Universität (Center for Italian Renaissance Studies, Florenz) und Newton Intrerantional Fellow an der Universität Oxford (St. Hugh's College). Von 2018 bis 2020 ist er Humboldt Stipendiat an der JMU.

Im Rahmen seines Forschungsaufenthaltes an der Universität Würzburg hat Mikhail Lopatin den renommierten "Westrup Prize" für seinen Artikel "Metapoesis in Trecento Song: 'Divisio' at the Intersection of Love, Poetic Form, and Music" in der Fachzeitschrift "Music and Letters" (Vol. 99, 2018) erhalten.

Prof. Dr. José Hernán Muriel Ciceri (Tecnológico de Monterrey, Mexiko) ist Rechtswissenschaftler. Nach dem Studium an der Santo-Tomás-Universität in Bogotá (Kolumbien) hat er einen LL. M. an der Universität Konstanz erworben. Im Anschluss erfolgte ebendort die Promotion unter der Betreuung von Prof. em. Dr. Dr. h. c. Dieter Lorenz mit der Arbeit „Die Übertragung der Abfallentsorgung auf Dritte“ (2006). Nach einer mehrjährigen praktischen und akademischen Tätigkeit in Kolumbien, hat er seit 2021 eine Professur an der Universität Tecnológico de Monterrey in Puebla (Mexiko) inne.

Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Muriel liegen neben dem Bereich Recht und Technologie, vor allem im Finanzmarktrecht, im Internationalen Privatrecht sowie im Umwelt- und Energierecht. Aus der Kooperation mit seinem Würzburger Kollegen Prof. Dr. Markus Ludwigs ist ein gemeinsam herausgegebener internationaler Tagungsband zum Thema „Verwaltungsrecht und nachhaltige Entwicklung (Derecho administrativo y desarrollo sostenible)“ hervorgegangen (https://www.wup.uni-wuerzburg.de/aktuelles/meldungen/single/news/derecho-administrativo-y-desarrollo-sostenible-verwaltungsrecht-und-nachhaltige-entwicklung/). In Kürze erscheint ein weiterer Sammelband zur „Digitalisierung als Herausforderung für Justiz und Verwaltung (La digitalización como reto para la justicia y la administración).

Prof. Peter Arnt Nielsen (Copenhagen Business School) ist Rechtswissenschaftler. Nach dem juristischen Examen an der Universität Kopenhagen wurde er ebendort 1999 promoviert. Nach richterlichen Stationen ist er seit 2007 Professor an der Copenhagen Business School und leitet das das dortige juristische Department. Prof. Nielsen gehörte und gehört zahlreichen gesetzgebenden Ausschüssen und Arbeitsgruppen in der Europäischen Union an. Zudem ist er Mitglied der Groupe européen de droit international privé sowie der International Academy of Comparative Law.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Gebieten internationale Schiedsgerichtsbarkeiten, Schlichtungen, Rechtsstreitigkeiten sowie auf dänischem und internationalem Vertragsrecht und europäischem Privatrecht.

Prof. Dr. Alicia Ponte-Sucre (Central University of Venezuela, UCV) ist eine der führenden Expertinnen auf den Gebieten der Leishmaniose und Trypanosomen. Sie hat ihren Magisterabschluss in Biologie (Physiologie und Biophysik) und ihren Doktor in Pharmakologie gemacht. Sie ist Professorin für Humanphysiologie an der medizinischen Fakultät der UCV. Prof. Dr. Ponte-Sucre ist Mitglied verschiedener bedeutender wissenschaftlicher Institutionen in ihrem Forschungsbereich. Zudem arbeitet sie als externe Beraterin in Projekten und Forschungen verschiedener nationaler und internationaler Institutionen. Des Weiteren ist sie Gutachterin für einschlägige nationale und internationale Fachzeitschriften. Sie ist Direktoriumsmitglied der Humboldt Cultural Association, einer venezolanisch-deutschen Kulturorganisation. Diese Kooperation wurde 1949 in Caracas gegründet, mit dem speziellen Ziel die Verbindungen zwischen Venezuela und Deutschland zu vertiefen und den kulturwissenschaftlichen Austausch zwischen beiden Ländern zu fördern.

Prof. Subhabrata Sen, seit Juli 2019 designierter Professor für Chemie an der Shiv Nadar University (Greater Noida nahe Neu-Delhi, Uttar Pradesh in Indien), war Leiter der Abteilung für Chemie an der Shiv Nadar Universität bis Juli 2018. Er hat im Zeitraum von 2002-2012 in der pharmazeutischen Industrie gearbeitet, bei Größen wie Chemocentryx Inc., USA, BASF-India, Pfizer-VMPS, bevor er 2013 in die Wissenschaft ging. Bis heute hat er sieben Doktoranden betreut und ist Mitglied im Redaktionsdirektorium der Abteilung des Wiley Journals, das sich mit der Arzneimittelforschung beschäftigt. Er hat mehr als fünfzig Veröffentlichungen in international renommierten Fachzeitschriften sowie mehrere Welt- und US- Patente. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen befindet sich auch die Ernennung 2017 zum SCIAS-Fellow der Universität Würzburg.

Ao. Prof. Dr. Mehmet Zahit Tiryaki schloss 2005 sein Studium an der Theologischen Fakultät der Marmara-Universität ab. Im Jahr 2007 schloss er sein Masterstudium am Institut für Sozialwissenschaften der Marmara-Universität mit seiner Dissertation zum Thema "Die Analyse von Mehmed Emin Üsküdârîs Şerhu Tehzîbi'l-Mantık" ab und 2015 promovierte er mit seiner Dissertation zum Thema "Imagination/Kogitation und Schätzung in Ibn Sinas Philosophie". Tiryaki forschte 2010-2011 an der University of Jordan und 2012-2013 an der Yale University zu seinen Forschungsthemen. Derzeit arbeitet er als Dozent an der Istanbuler Medeniyet-Universität, Fakultät für Literatur, Fachbereich Philosophie, Abteilung für islamische Philosophie. Tiryakis Hauptinteresse gilt den Theorien der Seele und der Philosophie des Geistes in ihren klassischen und zeitgenössischen Aspekten. Tiryaki konzentriert sich insbesondere auf die Ansätze zur Seele-Körper-Beziehung in den klassischen und nachklassischen Perioden der islamischen Philosophie und Theologie und zeichnet die Ansätze zur Seele-Körper-Beziehung von den frühen Perioden der Philosophiegeschichte bis zur heutigen Zeit nach. In dieser langfristigen Lesart argumentiert Tiryaki, dass das Leib-Seele-Problem und die grundlegenden Ansätze wie Dualismus und Materialismus, die zur Lösung dieses Problems entwickelt wurden, trotz der konzeptionellen Unterschiede und Transformationen in verschiedenen Epochen innerhalb einer problematischen Kontinuität gelesen werden können. Tiryaki, der der Meinung ist, dass die begrifflichen und historischen Transformationen des Leib-Seele-Problems nur durch eine solche langfristige historische Lektüre vollständig verstanden werden können, und in diesem Sinne sowohl einen historischen als auch einen problematischen Lektüre-, Verständnis- und Interpretationsrahmen für das Leib-Seele-Problem annimmt, versucht, die Ansätze zur Leib-Seele-Beziehung in den klassischen und nachklassischen Perioden der islamischen Philosophie und Theologie innerhalb der allgemeinen Geschichte der Philosophie zu verorten.

Juniorprofessor Dr. Masanori Tsunekawa (Shiga University) ist Experte im Bereich der Photoemission. Er hat einen Doktor in Physik und arbeitet zurzeit als Juniorprofessor an der Faculty of Education der Shiga Universität.

Prof. Dr. Horacio Vanegas-Fischbach (Venezuelan Institute for Scientific Research, IVIC) ist Neurobiologe. Er hat einen Bachelorabschluss in Medizin und Chirurgie, hat seinen Doktor in Philosophie an der Yale Universität erhalten und war für mehrere Jahre Professor in der Abteilung für Biophysik und Biochemie am IVIC.

Prof. Dr. Francesco Verdes (Sapienza University Rome) Forschungsinteressen beinhalten u. a. die Geschichte der antiken Philosophie, klassische Philologie, die literarische und philosophische Kultur Roms und Griechenlands, die Geschichte antiker Physik, die Geschichte griechischer Mathematik und die philosophische Historiographie der antiken Welt. Er hat seinen Doktor in Philosophie gemacht und ist momentan Lehrbeauftragter für die Geschichte der antiken Philosophie an der Sapienza Universität in Rom.

Prof. Dr. Zuowei Xie ist Mitglied der Chinese Academy of Sciences und der Hong Kong Academy of Sciences. Er ist Choh-Ming Li-Professor für Chemie an der Chinese University of Hong Kong. Er erwarb 1983 einen BSc-Abschluss an der Universität Hangzhou und 1986 einen MSc-Abschluss am Shanghai Institute of Organic Chemistry der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Seinen Doktortitel in Chemie erwarb er 1990 im Rahmen eines gemeinsamen Promotionsprogramms des Instituts für Organische Chemie in Shanghai und der Technischen Universität Berlin. Prof. Xies Hauptforschungsinteressen konzentrieren sich auf die Chemie von (Super)carboranen, Metalllacarboranen und niederwertigen Hauptgruppenelementen sowie auf die katalytische Funktionalisierung von B-H-Bindungen. Er hat über 350 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht und zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten, darunter den Humboldt-Forschungspreis (2022), das Inaugural Hong Kong Research Grants Council Senior Research Fellowship (2020) und den State Natural Science Prize (2008).