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Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz

Ethische und anthropologische Argumentationsmuster

Datum: 16.04.2026, 14:15 - 15:45 Uhr
Kategorie: Demokratie & soziale Gerechtigkeit, Religionen & Weltanschauung, Kulturen & deren Begegnung, B, C, D, Seminar
Ort: Wittelsbacherplatz 1, 00.202
Veranstalter: Evangelische Theologie und Religionspädagogik // Fachbereich: Religionswissenschaften und Theologie
Vortragende: Prof. Dr. Ilona Nord & Prof. Dr. Frederek Musall

Inhalte


Ethisch-anthropologische Argumentationsmuster
Ilona Nord & Frederek Musall

Krieg und Frieden: religiöse, theologische und religionsphilosophische Perspektiven
Im Seminar untersuchen wir, wie religiöse Traditionen und religionsphilosophische Ethiken Krieg und Frieden begründen, begrenzen und kritisieren. Im Zentrum stehen Argumentationsmuster, in denen Menschenbilder (Verletzbarkeit, Schutzbedürftigkeit, Verantwortung, Schuld), Normen (Gewaltverzicht, Schutzpflicht, Recht, Grenze) und politische Lagen (Bedrohung, Eskalation, kollektive Gefährdung) miteinander verschaltet werden. Dabei interessieren uns insbesondere die Spannungen zwischen Prinzipien des Gewaltverzichts und Begründungen von Gewalt als äußerstem Mittel – ebenso wie die Verfahren, über die Gewalt begrenzt, gerechtfertigt oder delegitimiert wird.

Jüdische und christliche Perspektiven werden in ihrer je eigenen Text- und Praxislogik erschlossen (Auslegung, Recht, Ethik, Ritual, Gemeindepolitiken) und auf gegenwärtige gesellschaftliche und politische Herausforderungen bezogen, auch vor dem Hintergrund der Kriege in der Ukraine und in Gaza/Israel.
Neben den beiden verantwortlichen Lehrenden wirken folgende Gäste mit:

  • Prof. Dr. Rainer Anselm (Mitverfasser der Friedensdenkschrift der Evangelische Kirche in Deutschland), Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. Sonja Grimm, Institut für Politik- und Sozialforschung, Universität Würzburg (Forschungsgebiet: Genozide)

 

 

Seminartermine: wöchentlich

Weitere Infos und Anmeldung auf WueStudy.

 

Anrechenbar für die Zusatzqualifikation "Interkulturelle Kompetenz" in dem Bereich B, C, D.

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