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    Initiative lebendiger Campus

    Forschung für alle

    12.05.2026

    Der Citizen Science Tag bot mehrere Aktionen und Vorträge rund um das Thema, wie jeder einen Beitrag für Biodiversität und naturwissenschaftliche Forschung leisten kann.

    Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Citizen Science Tags konnten unter anderem nach Vögeln suchen. So auch Universitäts Präsident Prof. Dr. Paul Pauli.

    Am vergangenen Sonntag richteten die LBV-Hochschulgruppe und das Referat Ökologie den Citizen Science Tag aus. Ziel war es naturwissenschaftliche Forschung erlebbar zu machen und aufzuzeigen, wie sich jeder einzelne daran beteiligen kann. Den Aktionstag eröffneten Prof. Dr. Anja Schlömerkämper, Vizepräsidentin für Nachhaltigkeit und Chancengleichheit, und Dr. Sandra Vorlová, zweite Bürgermeisterin der Stadt Würzburg mit Grußworten. Die Vizepräsidentin nahm im Anschluss genauso wie Prof. Dr. Paul Pauli, Präsident der Universität Würzburg, und etwa 25 weiteren Personen an der Vogelexkursion am Hubland teil. Sie bewunderten die Artenvielfalt am Campus und beobachteten unter anderem Blaumeisen, Buntspechte, Stare und Gartenbaumläufer am Nistplatz. Außerdem erfuhren sie, dass eines der größten Citizen Science Projekte zum Thema Vögel am selben Wochenende stattfand – die Stunde der Gartenvögel.

    Parallel lief ein Vortrag von Dr. Esme Ashe-Jeppson, die aufzeigte, wie ehemalige Privatsammlungen neues Wissen über Tierarten und ihre Entwicklung hervorbringen können. Im Anschluss führte das Referat Ökologie Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Campusgarten, ein Paradebeispiel für einen nachhaltigen und artenfreundlichen Garten. Außerdem hielt Doktorand Christian Zehner einen Vortrag über verschiedene öffentliche Portale, über die Naturbeobachtungen gemeldet werden können und erklärte, wie anhand solcher von der Breiten Öffentlichkeit gesammelten Daten Verbreitungskarten für verschiedenste Arten erstellt werden können.

    Nach der Führung im Campusgarten ging es dort weiter mit zwei spannenden Workshops. Im ersten zeigte das Referat Ökologie, worauf es beim Kompostieren ankommt und wie Essensreste die Artenvielfalt fördern können, wenn man richtig kompostiert. Und im zweiten konnten sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen die Hände für die Biodiversität schmutzig machen: Sie bauten Seedbombs aus Schlamm und Samen. Damit kreierten sie sich selbst ein schönes und nachhaltiges Mitbringsel für den heimischen Garten oder Balkon. Wer keine Lust auf schmutzige Hände machen, konnte sich aber auch künstlerisch probieren und praktisch lernen, wie Schmetterlinge wissenschaftlich gezeichnet werden. Und wen es wieder nach draußen zog, der konnte mit der LBV-Hochschulgruppe und der Initiative Lebendiger Campus den Biodiversitätspfad der Uni erkunden, erfahren, wie man mit leichten Mitteln zu Hause Mikrohabitate schaffen kann und parallel nach Insekten suchen. Insgesamt war der Tag ein voller Erfolg.