Studying India at Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Through our programs, students can gain valuable international experience, enhance their global perspective, and build cross-cultural networks. In addition, we provide language courses and programs to develop intercultural competencies.
- Proficiency in Indian Languages: Practical language training that opens doors to better communication and deeper engagement with India’s diverse populations.
- Indian History, Society, Culture: In-depth insights into the dynamic changes and enduring traditions that have shaped India’s unique regional cultures and identities.
- Intercultural Competence: A comprehensive understanding of India’s rich cultural heritage and how it shapes business, education, and everyday life.
- Global Perspective: The ability to interact effectively with Indian peers, clients, and collaborators in both academic and professional settings.
Course Offerings in Winter Term 2026/27
Indian History, Society, Culture
Das moderne Südasien: Geschichte, Landeskunde, Politik, Gesellschaft
Südasien mit seiner Vielzahl von Sprachen, Kulturen, Religionen und Sozialformen wird in der gängigen europäischen Wahrnehmung oft als Welt der Gegensätze erlebt: Hier Computerzentren und eine rege Filmindustrie, dort eine scheinbar unveränderte Dorfkultur. Hier die Wüste Rajasthans, dort die Palmenhaine der Küsten Keralas. Diese Einführungsveranstaltung möchte Anfängern Grundkenntnisse in den Themenbereichen Sprachen und Schriften, neuere Geschichte, Sozialformen, Gender, sowie des politischen Systems Südasiens, insbesondere Indiens geben. Für alle Studierende anrechenbar für das GSiK-Zertifikat.
Das vormoderne Südasien: Geschichte, Kultur, Literatur I
Verschiedene Akteure aus den Bereichen der Politik, Religion und Kultur, die in heutigen Indien die aktuelle Debatte um Identität, Geschichte und Kultur prägen, berufen sich gerne auf die uralten Traditionen und eine glorreiche Vergangenheit Indiens. Um diese Entwicklungen im heutigen Südasien in ihrem Facettenreichtum verstehen und einordnen zu können, sind Kenntnisse der vormodernen politischen sowie Geistes- und Kulturgeschichte unbedingt erforderlich. Im Zentrum der Lehrveranstaltung stehen die Bereiche der vedischen und klassischen Literatur(en) und Religion(en) in ihren politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Die Themen werden anhand von Textbeispielen in Übersetzung u.a. aus der vedischen und Sanskrit-Literatur, aus der buddhistischen Literatur in Pali sowie aus der Epigraphik veranschaulicht. Für alle Studierende anrechenbar für das GSiK-Zertifikat.
Der indische Buddhismus
Der vor 2500 Jahren in Indien entstandene Buddhismus breitete sich schnell in ganz Asien aus und versteht sich heute als Weltreligion. Seine Schriften sind in zahlreiche Sprachen übersetzt worden. Die Vorlesung führt in den indischen Buddhismus ein, gibt einen Überblick über die wichtigsten buddhistischen Lehren und Praktiken in ihrer historischen Entwicklung und betrachtet die Ausbreitung des Buddhismus in Südasien. Im Zentrum stehen auch die Bereiche (Hand-)Schriften, Kunst und Architektur, die den frühen Buddhismus geprägt haben. Im zugehörigen Seminar sollen die Themen anhand von Film- und Hörbeispielen und der Lektüre buddhistischer Texte in Übersetzung vertieft und diskutiert werden. Für alle Studierende anrechenbar für das GSiK-Zertifikat.
Intercultural Competence
Sterbekulturen in Indien und Deutschland
Die Frage nach der Bedeutung des Todes, dem Jenseits und dem Umgang mit der Kontingenz allen Lebens hat die Menschen alle Zeiten hindurch und über Kulturen hinweg beschäftigt. Im Seminar sollen Konzepte des Todes und Rituale der Trauer kulturvergleichend am Beispiel Indiens und Deutschlands betrachtet werden. Dabei wollen wir zunächst die hinduistischen Vorstellungen vom „guten“ oder „schlechten“, sowie vom „erhabenen“ Tod untersuchen, ebenso wie die Art der Rituale, welche die Hinterbliebenen zur Gewährleistung eines sicheren Übergangs in eine andere Daseinsform ausführen. Für die Sterbekulturen westlicher Gesellschaften, insbesondere Deutschland, wird im Fokus stehen, wie sich durch die Medikalisierung des 20. Jahrhunderts und die häufige Verlagerung des Sterbens weg vom familiären Umfeld in klinische Einrichtungen der Umgang mit dem oft weit hinausgezögerten Tod verändert hat. Die als Gegenbewegungen entstandenen neuen Konzepte wie die Hospizbewegung und die Palliativmedizin und -pflege sowie deren Verständnis von einem bewussten, würdevollen und begleiteten Sterben werden ebenso Thema sein wie alternative Bestattungsformen („ecofriendly cremation“ und mehr).
Als Teil der Lehrveranstaltung sind zwei Exkursionen geplant, einmal ins Museum für Sepulkralkultur Kassel sowie zum Ostfriedhof und Krematorium München.
Die Exkursionen stehen allen Studierenden der Uni Würzburg (studiengangunabhängig) offen!
Indian Languages
Hindi 1
Hindi, in der indischen Verfassung als „official language“ bezeichnet, ist die indische Sprache mit der höchsten Anzahl an Sprechern. Innerhalb Indiens wird Hindi (und die ihm nah verwandten Regionalsprachen) vor allem im Norden gesprochen: Hindi ist die offizielle Sprache der Bundesstaaten Uttar Pradesh, Madhya Pradesh, Bihar, Haryana, Rajasthan und Himachal Pradesh. Auch außerhalb Indiens besitzt Hindi in Staaten, deren Bevölkerung zu einem Großteil aus indischen Immigranten besteht oder in denen es zumindest ethnische Gruppen indischen Ursprungs gibt, einige Bedeutung. In Fidji, Mauritius und Guyana, aber auch in den Golfstaaten, Südafrika oder Nordamerika findet man größere Gruppen von Hindi-Sprechern. Der Anfängerkurs ist auf zwei Semester angelegt. Hier wird Schrift, Grammatik und Grundwortschatz des Hindi eingeübt und durch kurze Texte aus dem Lehrbuch sowie Sprechübungen gefestigt.
Sanskrit 1
Sanskrit, die klassische Sprache Indiens, umfasst eine weite und höchst interessante Literatur, die von religiösen, philosophischen und poetischen Texten bis zu Schriften über Astronomie und Mathematik reicht. Sanskrit besitzt nicht nur eine Bedeutung für die klassische Indologie oder die Sprachwissenschaft. In den modernen indogermanischen Sprachen Nordindiens wie Hindi, Bengali, oder Marathi, aber auch in dravidischen Sprachen des Südens wie Kannada, Malayalam, Tamil und Telugu ist der Anteil des aus dem Sanskrit abzuleitenden Wortschatzes sehr hoch. Grundkenntnisse des Sanskrit sind daher auch für das Studium der modernen Sprachen Südasiens von großem Nutzen. Im Anfängerkurs (Sanskrit I und Sanskrit II), der auf zwei Semester angelegt ist, werden die Grundlagen der Grammatik studiert. Beispielsätze, zum Teil aus der Originalliteratur, sowie Übungen sollen für eine Festigung des Stoffes sorgen. Als Lehrbuch wird Lehmanns Sanskrit für Anfänger - Ein Lehr- und Übungsbuch dienen.
Contact
Chair of Indology
Lehrstuhl für Indologie
Am Hubland, Philosophiegebäude Bau 8
97074 Würzburg
indologie@uni-wuerzburg.de
Chair of International Relations and European Studies
Dr. Philipp Gieg, Postdoctoral Researcher
Wittelsbacherplatz 1
97074 Würzburg
philipp.gieg@uni-wuerzburg.de
