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MIND-Center

Über 200 Schüler in den Lehr-Lern-Laboren im Innovations- und Gründerzentrum

09.09.2010

Warum der Seelachs im Dunkeln leuchtet

Über 200 Schülerinnen und Schüler haben das Angebot der Lehr-Lern-Labore am Innovations- und Gründerzentrum Würzburg genutzt. Das von der Universität koordinierte Projekt gab ihnen anhand von Beispielen aus Physik, Medizintechnik und Biologie praxisnahe Einblicke in die Berufswelt von Naturwissenschaftlern.
    
Das Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) im Gewerbegebiet Würzburg-Ost ist unter anderem der Sitz von Unternehmen, die sich mit spannenden Themen aus der Biomedizin und der Medizintechnik beschäftigen.

Hierfür bietet das Zentrum rund 2000 Quadratmeter Laborraum.
 
Jetzt waren Jugendliche aus unterfränkischen Schulen eingeladen, in einem Teil dieser Labore eigene Erfahrungen mit den Arbeitsweisen von Naturwissenschaftlern zu sammeln.
Für dieses Projekt kooperierten die Wirtschaftsförderung der Stadt Würzburg und das IGZ Würzburg mit dem MIND-Center der Würzburger Universität.

Das MIND-Center ist ein im Dezember 2008 von den naturwissenschaftlichen Fakultäten Biologie, Chemie, Geografie und Physik sowie der Mathematik und Informatik gegründetes Didaktikzentrum. Geleitet wird das Zentrum von Prof. Thomas Trefzger, Inhaber des Lehrstuhls für Physik und ihre Didaktik der Uni Würzburg.
Am Experimentierlabor „Physik und Medizin” haben insgesamt 131 Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe aus vier Würzburger Gymnasien und zwei Fachoberschulen teilgenommen.

„In Kleingruppen von drei bis fünf Personen haben sich die sehr motivierten Jungforscherinnen und -forscher die grundlegenden physikalischen Prinzipien wichtiger medizinischer Untersuchungsgeräte erarbeitet, wie zum Beispiel eines Elektrokardiografie-Geräts, eines Magnetresonanztomografen oder eines Ultraschallgeräts“, erläutert Matthias Völker vom Lehrstuhl für Physik und Didaktik der Uni. „Dabei wurden die Teams von jeweils einem studentischen Betreuer unterstützt.“
Neben der Berufsinformation der Jugendlichen ist dies der zweite Vorteil der Veranstaltungen: Die Lehramtsstudierenden hatten bei den Lehr-Lern-Laboren die Gelegenheit, berufsbezogen zu arbeiten.

Außer dem Kontakt mit den Schülern während des Seminars konzipierten sie zum Beispiel im Vorfeld die Experimente und erstellten die zugehörigen Arbeitsblätter.
Ebenfalls am IGZ Würzburg zu Gast war das Schülerlabor Biologie. Zu den sechs ganztägigen Kurstagen kamen insgesamt 76 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten. „Besonders gefreut hat uns der weite Einzugsbereich unseres Angebots“, unterstreicht Dr. Sabine Gerstner von der Fachdidaktik der Biologie an der Uni Würzburg.
 
So kamen die Schüler nicht nur aus dem hiesigen Wirsberg-Gymnasium und dem Gymnasium Veitshöchheim, sondern auch aus Schulen in Gaibach, Münnerstadt und Bad Brückenau.
Unter dem Oberthema „Mikrobiologie“ beschäftigten sie sich wissenschaftlich mit der Frage, warum der Seelachs im Dunkeln leuchtet.
„Wir unterstützen die Lehr-Lern-Labore gerne, denn die praxisnahe Ausbildung künftiger Lehrer und die plastischen Berufsbildinformationen für die Jugendlichen sind ein wertvoller Beitrag zum Bildungsstandort Würzburg“, betont Klaus Walther, Geschäftsführer des IGZ Würzburg, sowie Geschäftsleiter des Eigenbetriebes Congress – Tourismus - Wirtschaft der Stadt.