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    MIND-Center

    „Aufholen nach Corona“ in den Schülerlaboren des M!ND-Centers

    13.03.2022

    Eigene Forschungsfragen formulieren und bearbeiten, Mathematik verstehen und anwenden, naturwissenschaftliche Experimente planen und im Labor durchführen – dank der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung können sich im Jahr 2022 viele Kinder und Jugendliche bei diesen Tätigkeiten in den Schülerlaboren der Universität Würzburg wissenschaftlich austoben.

    Im Rahmen des Bundes-Förderprogramms „Aufholen nach Corona“ wurden vier Projektanträge des M!ND-Centers der Universität Würzburg berücksichtigt. Der Bund fördert mit dem Programm Angebote von Schülerlaboren, die ergänzend zum schulischen Unterricht zusätzliche Lerngelegenheiten für Kinder und Jugendliche bieten, um pandemiebedingte Rückstände auszugleichen. Dabei beziehen sich die möglichen Rückstände nicht nur auf rein fachlich-inhaltliche Aspekte. Da über lange Phasen viele Aktivitäten im Unterricht (z.B. das Experimentieren in Kleingruppen) nicht oder nur stark eingeschränkt möglich waren, konnte auch die Motivation und das Interesse der Kinder und Jugendlichen an Mathematik und den Naturwissenschaften nicht adäquat gefördert werden.

    Die geförderten M!ND-Projekte bieten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Mathematik und die Naturwissenschaften in den Laboren des M!ND-Centers aktiv zu erleben und zu betreiben. Als außerschulischer Motivationsschub soll die Teilnahme das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen in ihre eigenen Fähigkeiten stärken und sie ermuntern und befähigen, eine mathematisch-naturwissenschaftliche Perspektive einzunehmen und zu vertreten. Im Förderzeitraum bis Dezember 2022 können mehr als 800 Kinder und Jugendliche im Rahmen der Projekte betreut und begleitet werden. Für genauere Informationen zu den Projekten und zu den Anmeldemodalitäten stehen die Projektverantwortlichen (s. Projektbeschreibungen) gerne jederzeit zur Verfügung.

    Projekt "GeT-in" (Projektverantwotliche: Dr. Katja Weirauch)

    Unter der Pandemie haben im Besonderen Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf gelitten, da alle Therapien und Förderangebote für die Kinder stark eingeschränkt wurden oder komplett wegfielen. Primäres Ziel des GeT-in-Projekts ist, diese Kinder und Jugendliche in Richtung einer Scientific Literacy zu fördern und dabei den Zugang zu den Inhalten so niedrigschwellig und individuell wie möglich zu gestalten. Neben einem ausdrücklich inklusiv angelegten Experimentier-Programm zu alltagsbezogenen Themen aus der Chemie sieht das Projekt daher auch die Beförderung der Kinder und Jugendlichen zum und vom Forscher-Club Chemievor.

    Projekt "Labs4Future" (Projektverantwortlicher: Dr. Markus Elsholz)

    Warum spricht man im Zusammenhang mit dem Klima zunehmend von einer "Krise" und was können wir tun, um die Entwicklung des Klimas positiv zu beeinflussen? Das Projekt Labs4Future bietet Kindern und Jugendlichen im Alter von 13-15 Jahren einen zweitägigen interdisziplinären Workshop zu diesen Leitfragen, in dem sie sich anhand von Experimenten verschiedene Aspekte des Klimawandels erarbeiten und erfahren, wie sie ihre eigene (Klima-)Zukunft proaktiv mitgestalten können.

    Projekt "Wue_MatLab" (Projektverantwotlicher: Prof. Dr. Hans-Stefan Siller)

    Das Projekt Wue_MatLab richtet sich an begabte und interessierte Kinder und Jugendliche, welche sich mit anwendungsorientierter Mathematik intensiv(er) auseinandersetzen möchten. In der Umgebung eines Mathematik-Labors werden reale Einsatzmöglichkeiten von Mathematik erlebt und der Nutzen der Schönheit dieser Disziplin im Alltag erlebt.

    Projekt "WueSciFair" (Projektverantwortlicher: Dr. Markus Elsholz)

    Das Projekt WueSciFair richtet sich an Kinder und Jugendliche ab der 7. Jahrgangsstufe. Betreut von Lehramtsstudierenden finden und formulieren sie eine eigene „kleine“ Forschungsfrage, die sie zuhause und im Schülerlabor des MIND-Centers erforschen. Die Studierenden begleiten den Forschungsprozess der Kinder und Jugendlichen von der Entwicklung einer passenden Methodik bis zur Auswertung und Interpretation der Ergebnisse. Zum Abschluss des Projekts präsentieren die Kinder und Jugendlichen ihre Forschungsergebnisse im Rahmen einer Wissenschaftsmesse, der Science Fair. Den besten Teams winken attraktive Preise.