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Universitäts-Archiv

Röntgen-Medaille der Universität Würzburg

Die Röntgen-Medaille der Universität Würzburg ist ein Förderer- und Wissenschaftspreis. Sie wurde erstmalig im Sommer 2009 im Rahmen des Stiftungsfests als Fördererpreis vergeben. Seit 2012 wird die Röntgen-Medaille auch als Wissenschaftspreis verliehen.

 

Herbert Wellhöfer
Herbert Wellhöfer

Herbert Wellhöfer (2017)

1975 trat er in den von seinem Vater Erich Wellhöfer 1951 gegründeten Betrieb Wellhöfer Treppen GmbH & Co. KG Würzburg ein und lenkte anschließend über viele Jahre die Geschicke des stetig wachsenden Unternehmens, das seit langem als führender deutscher Anbieter von Bodentreppen, Raumspar-Treppen und Kniestocktüren gilt.
Wellhöfer blieb seiner Heimatstadt Würzburg als Freund und Förderer stets verbunden und bedachte das Martin von Wagner Museum 2016 mit einer wertvollen Sammlung von knapp 400 antiken griechischen Münzen, die er über viele Jahre zusammengetragen hatte.
Geographisch umfasst die Sammlung einen Raum, der sich vom damaligen Baktrien (Nordafghanistan) bis zur Ostküste der Iberischen Halbinsel erstreckt, das zeitliche Spektrum reicht von den Anfängen der Münzprägung im 6. Jh. v. Chr. bis in den späten Hellenismus.
Zusätzlich zu der bedeutenden Schenkung unterstützte Wellhöfer die Antikensammlung mit einer großzügigen Geldspende für die museale und wissenschaftliche Erschließung, sowie eine adäquate Präsentation der Sammlung.
Mit einer weiteren Geldspende finanzierte Wellhöfer eine neue Beleuchtung für die Gemäldegalerie des Museums und legte damit den Grundstock für eine umfassende Renovierung, die mit der Eröffnung der großen Julius-Echter-Ausstellung im Juni 2017 abgeschlossen sein wird.

Prof. Dr. Traute Schröder-Kurth
Traute Schröder-Kurth

Prof. Dr. Traute Schröder-Kurth (2017)

Nach ihrer Ausbildung zur MTA am Lette-Haus in Berlin studierte sie in Hamburg Medizin und wechselte nach dem Staatsexamen an das Institut für Humangenetik in Heidelberg, wo sie promovierte und sich 1971 für das Fach Humangenetik habilitierte. In Heidelberg etablierte sie eines der ersten diagnostischen Zytogenetik-Labore in Deutschland und wurde 1975 zur Professorin ernannt. Als erste Wissenschaftlerin weltweit führte Schröder-Kurth Chromosomenanalysen bei Patientinnen und Patienten mit Fanconi-Anämie durch.
Als Gründungsmitglied der europäischen Fanconi-Anämie-Forschungsorganisation (EUFAR) war sie maßgeblich an der Erstellung eines Fanconi-Anämie-Registers beteiligt und verschrieb sich zeitlebens der erfolgreichen Erforschung verschiedener Aspekte der Fanconie-Anämie.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeit ist die kritische Begleitung der durch die Fortschritte in der Genetik bedingten Zunahme medizinethischer Probleme, derer sie sich in verschiedenen Ethik-Kommissionen annimmt.
1995 wechselte Frau Schröder-Kurth als Gastprofessorin an das Würzburger Institut für Humangenetik im Biozentrum und leitete dort u.a. das Drittmittelprojekt "Ethische Fragen in der Humangenetik".
1997 rief sie zusammen mit ihrem Ehemann Hans-Joachim Kurth den "Schroeder-Kurt-Fonds" ins Leben, um die Fanconi-Anämie in Würzburg auf eine verlässliche finanzielle Basis zu stellen. 2007 stockte sie diesen Fonds in großem Umfang auf, um eine kontinuierliche Forschung zu ermöglichen.

Gabriele Nelkenstock Röntgenpreis 2017
Gabriele Nelkenstock

Gabriele Nelkenstock (2017)

Die Sozialpädagogin und ehemalie Unternehmerin in der Modebranche ist Erste Vorsitzende des von ihr ins Leben gerufenen Vereins "Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.", der seit über 25 Jahren Projekte am Universitätsklinikum finanziert, unterstützt und realisiert.
Mit großem Engagement und Ideenreichtum gelingt es Frau Nelkenstock immer wieder, neue Aktionen ins Leben zu rufen, mit denen sie die Begeisterung der Bevölkerung und das Interesse von Sponsoren weckt. Mit Benefitzkonzerten, Staffelmarathons, Handballturnieren, Spendenaufrufen, Charity Days und vielen weiteren Projekten unterstützt sie die Anstrengungen im Kampf gegen Krebs und erleichtert damit PatientInnen und deren Angehörigen das Leben.
Nicht nur die Bekämpfung akuter Erkrankungen, auch die Krebsforschung selbst wird von ihr gefördert, so z.B. mit der "Aktion Stammzelltherapie" der Bau eines der modernsten Stammzelltherapiezentren in Deutschland, verortet am UKW.
Auch die Anwendung moderner Therapien im Rahmen klinischer Forschung, sowie die Nachwuchsförderung mit Promotionsstipendien werden vom Verein unterstützt.
Zu den besonders ehrgeizigen Projekten gehörte sicher die Crowdfunding-Aktion "Dein Immunsystem wird Deine Waffe gegen Krebs" (2016), mit einer Spendensumme von über einer Million Euro.

Baldwin Knauf Röntgenmedaille 2017
Baldwin Knauf

Baldwin Knauf (2017)

Als Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Knauf Unternehmensgruppe, ist er der Alma Julia seit vielen Jahren verbunden. Seit 2013 Mitglied im Universitätsrat, begleitet er die Universitätsleitung mit außerordentlichem Engagement und Sachverstand. Mit großherzigen Spenden fördert er vielfälige Aktivitäten an der Alma Mater, darunter eine Vielzahl von Projekten und Veranstaltungen, u.a. das Sportfestival "No Limits!" für Menschen mit und ohne Behinderung.
Außerdem fördert Baldwin herausragende Studierende im Rahmen des Deutschlandstipendiums (seit 2011) und engagiert sich in der Nachwuchsförderung als Messepartner und Sponsor der Jobmesse "study & stay".
Mehrere zukunftsweisende Forschungsprojekte in der Infektions- sowie der Krebsforschung werden von ihm aktiv gefördert, außerdem veranstaltet er für die JMU jährlich das Symposium "Faszination Forschung".

Dieter Kuhn

Prof. Dr. Dieter Kuhn (2016)

Mit Annahme des Lehrstuhls für Philologie des Fernen Ostens an der Universität Würzburg 1988 leitete Kuhn eine systematische Modernisierung des sinologischen Lehrangebots ein. Der Studiengang "Modern China" (seit 2002) unterstreicht die Vorreiterrolle der Würzburger Sinologie. Durch die erfolgreiche Kooperation mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wurde das Institut an moderne Anforderungen angepasst. Ebenfalls auf das Engagement Kuhns zurückzuführen ist der intensive Kontakt und Austausch in Forschung und Lehre mit chinesischen Universitäten. Durch unermüdliches Engagement verhalf Kuhn der Würzburger Sinologie bis zu seiner Emeritierung 2011 zu weltweiter Anerkennung.

Martin Heisenberg

Prof. Dr. Heisenberg (2015)

1975, im Alter von nur 35 Jahren, übernahm er den Lehrstuhl für Genetik und Neurobiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, welchen er bis zu seiner Emeritierung  fast 35 Jahre inne hatte. Seit 2010 bekleidet er eine Senior-Professur am Rudolf-Virchow-Zentrum. Er zählt zu den führenden Neurobiologen und Genetikern weltweit und ist der Begründer der Neurogenetik in Deutschland.

Helmut Pfotenhauer

Prof. Dr. Helmut Pfotenhauer (2014)

1987 wurde er auf den Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturgeschichte I in Würzburg berufen, den er bis 2011 innehatte. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Literatur, Poetik und Ästhetik des 18. bis 20. Jahrhunderts, literarische Anthropologie, Kunstliteratur, Intermedialität und Editionsphilologie. Als Herausgeber des Jahrbuchs der Jean-Paul-Gesellschaft und in der Funktion als deren Präsident rief er 2004 die Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ins Leben.

Gernot Wihelm
Gernot Wilhelm

Prof. Dr. Gernot Wilhelm (2013)

Seit 1988 Professor für Orientalische Philologie (seit 2003 umbenannt in „Altorientalistik“) an der Universität Würzburg. Seit 1988 ist Wilhelm Fachherausgeber für den Bereich Hethitologie des Reallexikons für Assyriologie, von 1994 bis 2005 gab er außerdem die Zeitschrift für Assyriologie heraus. 2001 wurde er an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz Vorsitzender der Kommission für den Alten Orient und Leiter des Projekts „Hethitische Studien“, das die Ausgrabungen in Hattuscha auswertet.

Bert Hölldobler
Bert Hölldobler

Prof. Dr. Bert Hölldobler (2012)

Der Experte für die Soziobiologie der Insekten hat bahnbrechende Arbeiten vor allem über das Sozialverhalten und die Ethoökologie der Ameisen vorgelegt. 1969 ging Hölldobler an die Harvard-Universität in die USA. Mit seinem dortigen Kollegen Edward O. Wilson schrieb er das Fachbuch "The Ants", das 1991 den Pulitzer-Preis erhielt. 1989 kehrte er an die Uni Würzburg zurück und hatte hier bis 2004 den Lehrstuhl für Zoologie II inne.

Herbert Brause
Herbert Brause

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Brause (2010) 

Seit 1976 setzte sich Herbert Brause für die Vermittlung von technischen Inhalten und den Aufbau einer Mediothek für Forschung und Lehre in der Lehrerbildung ein. 1986 rief er eine Stiftung ins Leben, die u.a. die Finanzierung des Neubaus des Zentrums für Sprachen und Mediendidaktik am Hubland übernahm, aber auch den Ausbau modernster Videotechniken in der Universitätsklinik förderte.

Kurt Eckernkamp
Kurt Eckernkamp

Dr. Kurt Eckernkamp (2010)

Im Jahr 2000 gründete Kurt Eckernkamp gemeinsam mit seiner Gattin Nina Eckernkamp-Vogel die Vogel-Stiftung, deren Schwerpunkte auf der Förderung von Bildung, Wissenschaft, Medizin und Kultur liegen. Diese Stiftung unterstützt beispielsweise die Demenzforschung an der Universität Würzburg in einem auf fünf Jahre angelegten Forschungsprojekt.

Dieter Salch
Dieter Salch

Prof. Dr. Dieter Salch (2010)

Von 1995 bis 2001 hatte Dieter Salch einen Lehrauftrag an der Universität Würzburg. 1991 richtete er unter dem Dach des Universitätsbundes eine eigene Stiftung ein, die "Dieter Salch Stiftung Pro Universitate", mit dem Ziel, Forschung und Lehre insbesondere an der Juristischen Fakultät zu fördern. Dieter Salch gehört zu den Mitbegründern des Juristen-Alumni e. V. (seit 1991), der als Vorbild für den Aufbau einer alle Fakultäten einschließenden Alumni-Organisation an der Universität fungierte.

Reinhold Würth
Reinhold Würth

Prof. Dr. Reinhold Würth (2009)

Der Mäzen und Sponsor des Adolf-Würth-Zentrums erhielt als erster Träger die Röntgen-Medaille, die an Förderer der Wissenschaften verliehen wird. Reinhold Würth ist Unternehmer aus Baden-Württemberg und Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe.

 

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