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Universitäts-Archiv

Durch Symbole Identität schaffen

Das alljährliche Stiftungsfest der Universität Würzburg kündet von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte der Universität, mit den Umständen ihrer Gründung und nicht zuletzt mit ihren Gründervätern.

Erinnerungs- und Gemeinschaftskultur pflegen

Doch nicht nur das gemeinsame Erinnern und die Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln, auch eine fortlaufende Tradition, deren Pflege und Transport in die Öffentlichkeit bilden die Identität einer Universität. Sie prägen ihr Gesicht und das Bild, das sie gerne abgeben möchte. Doch wodurch wirkt eine Institution nach außen, die ein Produkt vermarkten möchte, dass visuell nicht erfahrbar ist? Das Produkt – die zu vermittelnde Bildung – tritt in Form der beteiligten Menschen, des Lehrkörpers, der Studentenschaft und der Mitarbeiter an die Öffentlichkeit. Doch nicht nur die Gemeinschaft der Universitätsangehörigen vermittelt der Umgebung ein bestimmtes Bild, auch die Gebäude der Universität dienen in unterschiedlichem Maße der Repräsentation und bilden einen Rahmen für die Lehrenden und Lernenden.

Anheften der Bandschleife durch die Ehrenjungfrau. J. Leonhard, Holzstich, koloriert, in: Illustrierte Zeitung, Nr. 2043 vom 26.08.1882, S. 175. (Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg)
Anheften der Bandschleife durch die Ehrenjungfrau. J. Leonhard, Holzstich, koloriert, in: Illustrierte Zeitung, Nr. 2043 vom 26.08.1882, S. 175. (Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg)
„Ovation vor dem Julius-Denkmal“ J. Leonhard, Holzstich, koloriert, in: Illustrierte Zeitung, Nr. 2043 vom 26.08.1882, S. 175. (Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg)
„Ovation vor dem Julius-Denkmal“ J. Leonhard, Holzstich, koloriert, in: Illustrierte Zeitung, Nr. 2043 vom 26.08.1882, S. 175. (Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg)

Gemeinsamkeiten durch Symbole zeigen

Das Universitätslogo wiederum schafft auch außerhalb der Universität einen Anknüpfungspunkt für sämtliche beteiligten Institutionen und Personen. Es dient der Identitätsstiftung und Erkennung zugleich. Es kann beispielsweise als Briefkopf symbolhaft die Zusammengehörigkeit einer Gemeinschaft visualisieren. Es ist daher von besonderem Interesse, die Herkunft dieses und auch anderer repräsentativer Symbole zu ergründen.

Begibt man sich auf eine solche Entdeckungsreise, so kann man doch Erstaunliches feststellen. So ist schon beinahe in Vergessenheit geraten, dass die Talare ursprünglich einmal den Stand des Universitätsprofessors repräsentierten und dass sich auch Studierende einer gewissen Kleiderordnung bedienten, um in ihrer Rolle als Zugehörige der Universität wahrgenommen zu werden. Doch auch andere Traditionen, wie etwa der Gebrauch von Szepter und Siegel, dienten der Repräsentation und auch der Identifikation mit bestimmten Symbolwerten.

Die verschiedenen Symbole und Insignien der Universität, die einst innerhalb und nach Außen ihr Gesicht prägten, haben sich in ganz unterschiedlicher Weise bis in die heutige Zeit erhalten. Manche sind gänzlich vergessen, andere bedürften der Pflege und Bewusstmachung und wenige leben noch im heutigen Gebrauch fort. Alle verdienen jedoch Beachtung und Würdigung, nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb der Universität, da das Profil einer Hochschule nach wie vor auch durch ihre Historie geprägt wird.

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