Geographie kann an der Universität Würzburg als Bachelor studiert werden. Außerdem steht das Fach im Lehramtsstudium als Unterrichtsfach für Grund-, Mittel-, Realschule sowie Gymnasium und als Didaktikfach für Grundschule, Mittelschule und Lehramt für Sonderpädagogik zu Verfügung.

Darüber hinaus sind die Masterstudiengänge der Geographie als Einzelfächer konzipiert.

Obwohl der Studienbeginn in allen Studiengängen mit Ausnahme des Lehramts an Grundschulen zu Winter- und Sommersemester möglich ist, wird ein Studienbeginn zum Wintersemester empfohlen. Da die Geländeveranstaltungen aus klimatischen Gründen nicht im Winter stattfinden können, kann es bei einem Studienbeginn im Sommersemester zu terminlichen Überscheidungen kommen.

Geographie (Bachelor)

Studiengang

AbschlussBachelor of Science (B.Sc.) in 6 Semestern
Ausprägungen/
Kombinierbarkeit

180-Punkte-Einzelfach,
nicht mit anderen Fächern kombinierbar

120-Punkte-Hauptfach,
kombinierbar mit allen 60-Punkte Nebenfächern (Hauptfach/Nebenfach-Studium)

75-Punkte-Hauptfach,
kombinierbar mit allen anderen 75-Punkte-Hauptfächern (Zwei-Hauptfächer-Studium)

60-Punkte-Nebenfach
kombinierbar mit allen 120-Punkte-Hauptfächern (Hauptfach/Nebenfach-Studium)

Studienbeginnzu einem Winter- und Sommersemester möglich
 

Zulassung/Bewerbung

Zulassungsbeschränkungzulassungsfrei
Eignungsprüfungkeine

Angewandte Humangeographie (Master)

Studiengang

AbschlussMaster of Science (M.Sc.) in 4 Semestern
Ausprägungen/
Kombinierbarkeit
120-Punkte-Einzelfach,
nicht mit anderen Fächern kombinierbar
Studienbeginnnur zu einem Wintersemester möglich
 

Zulassung/Bewerbung

Zulassungsbeschränkungzulassungsfrei, aber fachliche Zugangsvoraussetzungen
Eignungsverfahrenja (Achtung: Bewerbung erforderlich! Infos zu Fristen und Verfahren)

Angewandte Physische Geographie, Geosystemwandel und -schutz (Master)

Studiengang

AbschlussMaster of Science (M.Sc.) in 4 Semestern
Ausprägungen/
Kombinierbarkeit
120-Punkte-Einzelfach,
nicht mit anderen Fächern kombinierbar
Studienbeginnzu einem Winter- und Sommersemester möglich
 

Zulassung/Bewerbung

Zulassungsbeschränkungzulassungsfrei, aber fachliche Zugangsvoraussetzungen
Eignungsverfahrenja (Achtung: Bewerbung erforderlich! Infos zu Fristen und Verfahren)

Applied Earth Observation and Geoanalysis (EAGLE)

Studiengang

AbschlussMaster of Science (M.Sc.) in 4 Semestern
Ausprägungen/
Kombinierbarkeit
120-Punkte-Einzelfach,
nicht mit anderen Fächern kombinierbar
Studienbeginnnur zu einem Wintersemester möglich
 

Zulassung/Bewerbung

Zulassungsbeschränkungzulassungsfrei, aber fachliche Zugangsvoraussetzungen
Eignungsverfahrenja (Achtung: Bewerbung direkt beim Institut erforderlich! Infos zu Fristen und Verfahren)

Geographie (Staatsexamen)

Studiengang

AbschlussStaatsexamen nach 7 Semestern (Grund- Mittel-, Realschule) bzw. 9 Semestern (Gymnasium)

Ausprägungen

Unterrichtsfach für Lehramt Grundschule, Mittelschule, Realschule, Gymnasium; Didaktikfach für Lehramt Grundschule, Mittelschule und Sonderpädagogik,
je nach Schulart nur mit bestimmten Fächern kombinierbar (vgl. Infos zum jeweiligen Lehramt)
Studienbeginnzu einem Winter- und Sommersemester möglich (Lehramt an Grundschulen nur zum WS)
 

Zulassung/Bewerbung

Zulassungsbeschränkungzulassungsfrei (aber Lehramt an Grundschulen generell zulassungsbeschränkt)
Eignungsprüfungkeine

Das Institut

Das Institut für Geographie und Geologie ist der Philosophischen Fakultät (Historische, Philologische, Kultur- und Geographische Wissenschaften) der Universität Würzburg zugeordnet.

Das Institut für Geographie unterteilt sich in folgende Arbeitsbereiche:

  • Physische Geographie
  • Humangeographie
  • Didaktik der Geographie
  • Fernerkundung
  • Geodynamik und Geomaterialforschung

Gegenstand des Faches

Aufgabe der Geographie ist es, räumliche Systeme auf der Erde zu erfassen, sie zu ordnen und sie genetisch, kausal und funktional zu analysieren und zu bewerten. Die Geographie befasst sich mit der Naturlandschaft oder natürlichen Umwelt, mit der Kulturlandschaft oder der vom Menschen gestalteten Umwelt und damit auch mit der gesellschaftlichen Umwelt. Die Geographie besitzt und verknüpft nach ihrer Konzeption natur- sowie geistes- und sozialwissenschaftliche Bereiche und nimmt daher unter allen Fächern, die sich mit dem „System Erde“ befassen, eine zentrale Stellung ein.

Die Geographie kann in die Physische Geographie mit Geomorphologie, Klimageographie, Bodengeographie und Vegetationsgeographie und in die Humangeographie (auch “Anthropogeographie”, “Kulturgeographie” oder “Wirtschafts- und Sozialgeographie” genannt) mit Sozialgeographie, Bevölkerungsgeographie, Wirtschaftsgeographie, Siedlungsgeographie, Geographie des Freizeitverhaltens und des Tourismus, Verkehrsgeographie, Politische Geographie und Historische Geographie untergliedert werden. Zwischen allen genannten Ausrichtungen der Geographie gibt es zahlreiche Überschneidungen.

Obwohl sich die Physische Geographie und die Humangeographie zu eigenständigen Fachdisziplinen herausgebildet haben, arbeiten sie doch bei der Lösung von Problemen sehr eng zusammen. Grundkenntnisse der jeweils anderen Ausrichtungen des Faches sind daher unerlässlich und werden in allen Studiengängen der Geographie an der Universität Würzburg in den ersten Semestern vermittelt. Der Mensch greift täglich in die Umwelt ein und verändert diese. Nur durch ein vernetztes Denken können die vielfältigen Probleme und Aufgaben, die z.B. durch den Klimawandel oder den Demographischen Wandel entstehen, gelöst oder der gerechte Zugang zu Ressourcen für alle Menschen der Erde gesichert werden.

Da die Geographie interdisziplinär ausgerichtet ist, arbeitet sie eng mit den unterschiedlichsten Disziplinen zusammen. Ein Geograph, der in Afrika bei der Bekämpfung von Hungersnöten hilft, kann gemeinsam mit Ärzten, Ernährungswissenschaftlern und Hydrologen nach Lösungen suchen, während ein anderer Geograph mit Architekten und Verkehrsplanern zusammenarbeitet, um die Lebensqualität in den schnell wachsenden Städten in den weniger entwickelten Ländern zu verbessern.

Aufgabe der Angewandten Geographie ist die Umsetzung geographischer Erkenntnisse in Gesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Raumrelevante Faktoren und Entwicklungen sind zu ermitteln, zu analysieren und zu bewerten. Anschließend sind praxisnahe Lösungen zur Vorbereitung und Umsetzung unternehmerischer, planerischer und politischer Entscheidungen zu erarbeiten.

Der Einsatz von Computern hat die Vielzahl der Methoden, die bei der Erfassung und der Bewertung räumliche Systeme helfen, in den vergangenen Jahren stark erweitert und verfeinert. Hier sind z. B. die Geographische Fernerkundung oder der Einsatz Geographischer Informationssysteme zu nennen. Aber auch klassische Geräte wie barometrische Höhenmesser oder geodätische Vermessungsgeräte kommen nach wie vor zum Einsatz. Nicht nur die Physische Geographie, sondern auch die Humangeographie profitiert von der technischen Entwicklung, wenn z. B. große Datenmengen, die bei Befragungen entstanden sind, mittels spezieller Programme aufbereitet und ausgewertet werden. Daher werden in der Lehre auch die Geoinformatik und Geostatistik unterrichtet, um den Studierenden wichtige Schlüsselqualifikationen im IT-Bereich und in der quantitativen Datenanalyse zu vermitteln.

Neben diesen Bereichen gibt es insbesondere für die Lehramtsstudiengänge die Didaktik der Geographie, in der die geographischen Bildungsziele für Schulen, die für den Geographieunterricht typischen Kommunikationsprozesse, die maßgeblichen Methoden bei der Festlegung von Lehr- und Lernzielen und die für den Schulunterricht relevanten Medien im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig leistet die Didaktik aber auch für die anwendungsorientierten Studiengänge wertvolle Dienste, weil sie Fragen der Planungsdidaktik und Methoden der geographischen Kommunikation vermittelt.

Bachelorstudiengang

Im Rahmen der Bachelorstuiengänge wird Geographie an der Universität Würzburg als Einzelfach mit 180 ECTS, als Hauptfach mit 120 ECTS und 75 ECTS und als Nebenfach mit 60 ECTS angeboten.

Das Studium der Geographie vermittelt die Grundlagen der Physischen Geographie, der Humangeographie und der Regionalen Geographie sowie die grundlegenden Arbeitsmethoden der Geographie. Das Ziel der Ausbildung ist es, den Studierenden grundlegende Kenntnisse auf den wichtigsten Teilgebieten der Geographie zu vermitteln und sie mit Methoden des geographischen Denkens und Arbeitens vertraut zu machen. Deshalb wird auf das Verständnis der fundamentalen geographischen Begriffe und Theorien sowie auf Methodenkenntnisse und die Entwicklung typischer Denkstrukturen besonderer Wert gelegt. Zentrales Lernziel ist somit der Erwerb der Fähigkeit, räumliche Strukturen und Entwicklungsprozesse zielgerichtet zu analysieren, zu dokumentieren und zu bewerten. Je nach studierter Ausprägungen werden weitere spezifische Lernziele erfüllt.

Auf der Institutsseite finden Sie weiterführende Informationen zum Studium. Beachten Sie insbesondere die Studienverlaufspläne, die Aufschluss über die Studienorganisation geben.

Grundlagen- und Orientierungsprüfung

In einigen Fächern gibt es eine Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP). Dadurch wird festgestellt, ob Studierende über das Grundwissen für das Fachgebiet verfügen und für das Studium geeignet sind.

Derzeit wird im Fach Geographie (180, 120, 75 und 60 ECTS) keine Grundlagen- und Orientierungsprüfung durchgeführt (Fachspezifische Bestimmungen zur ASPO 2015, § 5).

Masterstudiengänge

Angewandte Physische Geographie - Geosystemwandel und Geosystemschutz 120 ECTS

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums des Faches Angewandte Physische Geographie mit dem Abschluss Master of Science verfügen die Studierenden über folgende Kompetenzen:

  • Vertiefung der Kenntnisse über die Zusammenhänge innerhalb der eigenen Disziplin und mit benachbarten Disziplinen
  • Befähigung komplexe, insbesondere interdisziplinäre, Probleme und Aufgabenstellungen im Umweltbereich zu erkennen und zu analysieren, zu formulieren und – unter Zuhilfenahmevon selbst recherchierter Fachliteratur – zu lösen. Dabei sind anspruchsvolle Probleme und Aufgaben durch folgende Charakteristika geprägt:

    • für ihre Lösung ist ein grundlagen-basierter Analyseansatz erforderlich
    • ihre Lösung kann nicht durch schematische Anwendung vorformulierter Muster herbeigeführt werden, vielmehr sind verschiedene Lösungsansätze abzuwägen
    • sie betreffen eine breite Palette mitunter auch kontroverser Faktoren und involvieren verschiedene Gruppen von Betroffenen und Interessierten
    • sie sind nicht alltäglich im jeweiligen wissenschaftlichen Umfeld und liegen außerhalb vordefinierter Standards und Lösungsmuster

  • Vertiefung und Erweiterung der Befähigung, über geographische, geo- und raumwissenschaftliche Inhalte und Probleme sowohl mit Fachkollegen und -kolleginnen als auch mit einer breiteren Öffentlichkeit zu kommunizieren
  • Vertiefung und Erweiterung der Befähigung, sowohl einzeln als auch als Mitglied internationaler Gruppen zu arbeiten und Projekte effektiv zu organisieren und durchzuführen sowie in eine entsprechende Führungsverantwortung hineinzuwachsen
  • Befähigung, zukünftige Probleme, Technologien und wissenschaftliche Entwicklungen in den Geo- und Raumwissenschaften zu erkennen und entsprechend in die Arbeit einzubeziehen
  • durch die Vertiefung wissenschaftlicher, technischer und sozialer Kompetenz (u.a. Abstraktionsvermögen,Team- und Kommunikationsfähigkeit) auf die Übernahme von Führungsverantwortung vorbereitet zu sein

Nähere Informationen zu Inhalten und Aufbau des Studiums finden Sie auf der Infoseite des Instituts.

Zulassungsvoraussetzungen

Um das Masterstudium aufnehmen zu können, ist ein erfolgreich absolviertes Erststudium (in der Regel ein Bachelor in Geographie oder einem vergleichbaren Studiengang) Voraussetzung. Außerdem müssen bestimmte fachliche Zulassungsvoraussetzungen (im Erststudium erworbene Kompetenzen) gegeben sein:

Nachweis von Kompetenzen aus Modulen im Umfang von mindestens 30 ECTS-Punkten in den Bereichen Allgemeine Humangeographie, Regionale Geographie, Spezielle und Angewandte Geographie, sowie den Nachweis von insgesamt mindestens 20 ECTS-Punkten in den Bereichen Kartographie/Geoinformation, Geographische Methoden und deren Anwendung sowie Statistik.

Über diese Zulassungsvoraussetzungen hinaus muss der Bewerber auch seine Eignung zur Aufnahme des Masterstudiums nachweisen können (Eignungsverfahren).

Über das Vorhandensein der fachlichen Zulassungsvoraussetzungen und die gegebene Eignung entscheidet im Rahmen des Bewerbungsverfahrens die zuständige Eignungskommission (Fachspezifische Bestimmungen zur ASPO 2009, § 4).

Angewandte Humangeographie 120 ECTS

Durch das Studium der Angewandten Humangeographie erwerben die Studierenden vertiefte Kenntnisse in aktuellen Forschungsbereichen der Wirtschafts- und Stadtgeographie, der Sozialgeographie unter besonderer Berücksichtigung von Dienstleistungen und der Informationsgesellschaft sowie der Regionalforschung. In der heutigen globalen Welt ändern sich die Fragestellungen, mit denen Geographen und Geographinnen konfrontiert werden, sehr schnell. Die Inhalte der Lehrveranstaltungen werden daher laufend aktualisiert und an die Anforderungen der Gesellschaft angepasst. Gleichzeitig werden Methoden für eine kontinuierliche Raumbeobachtung vermittelt. Hierzu gehören die Gewinnung und Analyse von Flächeninformationen, Visualisierung, Monitoring und Kommunikation. Die überwiegend beschreibende Beobachtung des Raumes wird so ergänzt durch die Analyse und Bewertung des Raumes, die mittels unterschiedlicher Bewertungsverfahren und Analysetechniken erfolgen kann. Darüber hinaus werden essentielle Kenntnisse des Planungsrechts, des Regionalmarketings und des Regionalmanagements vermittelt. 7Wahlweise können diese wichtigen Methodenkurse ergänzt werden durch Module aus den Wirtschafts-, Rechts, -Politik- oder Sozialwissenschaften. Schließlich ermöglichen Berufs- oder Forschungspraktika -gegebenenfalls auch im Auslandsowie die aktive Mitarbeit an einer Projektstudie Einblicke in die Tätigkeit des Humangeographen oder der Humangeographin.

Nähere Informationen zu Inhalten und Aufbau des Studiums finden Sie auf der Infoseite des Instituts.

Zulassungsvoraussetzungen

Um das Masterstudium aufnehmen zu können, ist ein erfolgreich absolviertes Erststudium (in der Regel ein Bachelor in Geographie oder einem vergleichbaren Studiengang) Voraussetzung. Außerdem müssen bestimmte fachliche Zulassungsvoraussetzungen (im Erststudium erworbene Kompetenzen) gegeben sein:

Mindestens 30 ECTS-Punkten in den Bereichen Allgemeine Humangeographie, Regionale Geographie, Spezielle und Angewandte Geographie, sowie den Nachweis von insgesamt mindestens 20 ECTS-Punkten in den Bereichen Kartographie/Geoinformation, Geographische Methoden und deren Anwendung sowie Statistik.

Über diese Zulassungsvoraussetzungen hinaus muss der Bewerber auch seine Eignung zur Aufnahme des Masterstudiums nachweisen können (Eignungsverfahren). Dieser Nachweis kann in folgender Form geführt werden:

  • besondere Qualifikation (Note 2,5 oder besser oder Bachelornote B)

oder

  • schriftlicher Test (60 Minuten) über die Gebiete Allgemeine Humangeographie, Spezielle und Angewandte Geographie sowie Arbeitsmethoden der Humangeographie

Über das Vorhandensein der fachlichen Zulassungsvoraussetzungen und die gegebene Eignung entscheidet im Rahmen des Bewerbungsverfahrens die zuständige Eignungskommission (Fachspezifische Bestimmungen zur ASPO 2009, § 4).

Applied Earth Observation and Geoanalysis (EAGLE) 120 ECTS

Der Einsatz von Erdbeobachtung und die Nutzung von Geoinformation ist in vielfacher Hinsicht ein elementarer wie integrativer methodischer Baustein der Geographie, der Geo- und Biowissenschaften sowie damit verbundener Nachbardisziplinen in der interdisziplinären
Forschung und Lehre zu einem verbesserten Verständnis des Systems Erde und seiner Nutzung durch den Menschen. Neben den oberflächennahen Methoden dieser Disziplinen, zum Beispiel in der Geographie und Geologie, spielen Methoden der Fernerkundung (weltraum- oder luftgestützte bildgebende Verfahren) eine zunehmend wichtige Rolle, erlauben sie doch die wiederholte flächenhafte Erfassung der spektralen Eigenschaften der Erdoberfläche und somit Prozesse im Raum sowie die Dynamik des Naturraums inklusive seiner Geo- und Biosphäre und seiner anthropogenen Überprägung zu quantifizieren. Der Einsatz von Geoinformationstechnologie (wie beispielsweise statistischer Modellierung) ermöglicht vertiefend die Zusammenführung und Analyse von Ergebnissen der Erdbeobachtung mit in-situ Informationen. 4Jedoch nur ein fachgerechter, auf Grundwissen aus der Geographie, den Geo- und Biowissenschaften oder ihren Nachbarwissenschaften (wie beispielsweise den Umwelt-, Forst- und Agrarwissenschaften oder der Hydrologie) basierender Einsatz dieser Methoden kann eine auf Nachhaltigkeit und Effizienz abgestimmte Nutzung vorhandener Ressourcen (insbesondere Land, Wasser, Flora, Fauna, Gestein, Boden) unterstützen.

Der Studiengang EAGLE vermittelt Studierenden mit entsprechendem Grundwissen genau die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten, die notwendig sind, um die Querschnittsmethodik Fernerkundung unter Einbeziehung anderer Geoinformationsquellen zielgerichtet und kombiniert zur Lösung anspruchsvoller interdisziplinärer wissenschaftlicher Aufgabestellungen einzusetzen. Grundlegendes Ziel des Studiengangs EAGLE ist daher die Vermittlung der Fähigkeit, Fernerkundungsinformationen zum Management einer nachhaltigen Nutzung und Entwicklung des Lebensraumes Erde sowie seiner Ressourcen (wie z.B. erneuerbare Rohstoffe aus der Landwirtschaft, Biodiversität, Böden oder mineralische Rohstoffe sowie Klima) wissenschaftlich fundiert und anwendungsorientiert einzusetzen und dabei die Erdbeobachtung mit umfassender Kenntnis der Daten, algorithmischen Ansätze und technischen Umsetzungsmöglichkeiten selbständig und zielgerichtet einzusetzen und zu nutzen.

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums von EAGLE mit dem Abschluss Master of Science verfügen die Studierenden über folgende Kompetenzen:

  • Sie überblicken die Zusammenhänge und Entwicklungen des Fachgebiets "Applied Earth Observation and Geoanalysis".
  • Sie verfügen über vertiefte Kenntnisse über die Zusammenhänge der Fernerkundung mit benachbarten Disziplinen.
  • Sie erreichen insbesondere den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn durch eine realistische Ausschöpfung der Potenziale der angewandten Erdbeobachtung sowie der Geoinformationsanalyse.
  • Sie haben die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse.
  • Sie erstellen selbständig auf Fernerkundung und weiteren Geoinformationen basierende planerisch relevante Entscheidungsgrundlagen zum Management und zur nachhaltigen Nutzung und Entwicklung natürlicher Ressourcen sowie im Einsatz von Umweltfragen.

Unterrichtssprache ist Englisch.

Nähere Informationen zu Inhalten und Aufbau des Studiums finden Sie auf der Infoseite des Instituts.

Zulassungsvoraussetzungen:

Um das Masterstudium aufnehmen zu können, ist ein erfolgreich absolviertes Erststudium Voraussetzung. Außerdem müssen bestimmte fachliche Zulassungsvoraussetzungen (im Erststudium erworbene Kompetenzen) gegeben sein:

Mindestens 10 ECTS-Punkte aus der Fernerkundung und/oder Geographischen Informationssystemen und/oder der Geo- bzw. Bioinformatik und/oder vergleichbaren Themen etwa aus der Statistik, numerischen Mathematik oder ökologischen Modellbildung.

Außerdem muss der Nachweis englischer Sprachkenntnisse mindestens auf dem Niveau B2 des
"Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen" (GER) in geeigneter Weise geführt werden.

Über diese Zulassungsvoraussetzungen hinaus muss der Bewerber auch seine Eignung zur Aufnahme des Masterstudiums nachweisen können (Eignungsverfahren): Die fachliche Eignung ist in einer Eignungsprüfung in Form einer mehrteiligen mündlichen Einzelprüfung im Umfang von insgesamt ca. 30 Minuten nachzuweisen; sie wird in englischer Sprache durchgeführt. Im Auswahlgespräch muss der Prüfling einen 10-minütigen Vortrag über ein selbstgewähltes Thema im Hinblick auf Anwendungsfelder der Erdbeobachtung und/oder Geoanalyse und eine exemplarische konkrete Anwendung der Erdbeobachtung und/oder Geoanalyse halten. Anschließend wird der Prüfling etwa 10 Minuten über den Vortrag befragt. Das Auswahlgespräch endet mit einer etwa 10-minütigen allgemeinen Diskussion in Form eines Interviews.

Über das Vorhandensein der fachlichen Zulassungsvoraussetzungen und die gegebene Eignung entscheidet im Rahmen des Bewerbungsverfahrens die zuständige Eignungskommission (Fachspezifische Bestimmungen zur ASPO 2009, § 4).

Staatsexamen (Lehramt)

In der Didaktik der Geographie stehen die geographischen Bildungsziele für Schulen, die für den Geographieunterricht typischen Kommunikationsprozesse, die maßgeblichen Methoden bei der Festlegung von Lehr- und Lernzielen und die für den Schulunterricht relevanten Medien im Mittelpunkt. Gleichzeitig leistet die Didaktik aber auch für die anwendungsorientierten Studiengänge wertvolle Dienste, weil sie Fragen der Planungsdidaktik und Methoden der geographischen Kommunikation vermittelt.

Für das Lehramt an Gymnasien und das Lehramt an Realschulen sind Kombinationen mit Deutsch, Englisch und Französisch möglich. Beim Lehramt an Gymnasien ist zudem die Kombination mit Physik möglich. Geographie kann außerdem auch als Unterrichtsfach für Lehramt an Grundschulen und Lehramt an Mittelschulen gewählt werden. Darüber hinaus kann Geographie für alle Schularten als Erweiterungsfach (Drittfach) studiert werden. Im Rahmen der Didaktik einer Fächergruppe der Mittelschule und im Rahmen der Grundschuldidaktik (nur bei Wahl von Deutsch, Mathe, Musik oder Sport als Unterrichtsfach) ist Geographie als Didaktikfach möglich.

Die Regelstudienzeit beträgt bei Lehramt an Gymnasien 9 Semester, beim Lehramt an Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen 7 Semester. Allgemeine Hinweise zum Aufbau der Lehramtsstudiengänge finden Sie auf den Seiten zum Staatsexamen.

Grundlage für alle Lehramtsstudiengänge in Bayern bildet die Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus. Die LPO I regelt die Zulassung und Durchführung der Staatsexamensprüfungen und gibt inhaltliche und formelle Mindestanforderungen für die Lehramtsstudiengänge vor. Die recht freien Vorgaben der LPO I in Bezug auf die Ausgestaltung einzelner Studiengänge werden an der Uni Würzburg durch eine Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung für die Lehramtsstudiengänge (LASPO) spezifiziert.

Auf Basis von LPO I und LASPO wurden die einzelnen Lehramtsstudiengänge im Fach Geographie konzipiert. Dafür wurden für jeden Studiengang Fachspezifische Bestimmungen (FSB) und eine Studienfachbeschreibungen (SFB) entworfen. Die SFBs enthalten unter anderem auch eine Liste aller für den Studiengang relevanten Module, gegliedert in einen Pflichtbereich (alle Module müssen im Laufe des Studiums absolviert werden) und einen Wahlpflichtbereich (eine bestimmte Anzahl an ECTS-Punkten muss erreicht werden). Die Studienfachbeschreibung finden Sie im Anhang der Fachspezifischen Bestimmungen.

Relevante Informationen (Studienverlaufspläne, Studienfachbeschreibungen, etc.) finden Sie auf der Webseite des Instituts.

Berufsfelder/-aussichten

Die Einsatzmöglichkeiten von Geographen sind angesichts der großen Breite des Faches sehr groß und lassen sich kaum zusammenfassend darstellen. Besonders häufig arbeiten Geographen in den folgenden Bereichen:

  • Bildung (Lehrer aller Schularten, Erwachsenenbildung)
  • Regional- ,Landes- und Stadtplanung
  • Medien (Zeitungen, Verlage, Rundfunk, Fernsehen, Fachzeitschriften)
  • Umwelt- und Naturschutz
  • Entwicklungsländerforschung
  • Wirtschaftsförderung

Arbeitgeber sind z.B.

  • Behörden und Verwaltung
  • Verbände
  • Private Planungsbüros
  • Industrie- und Handelskammern
  • Akademien
  • Forschungsinstitute
  • Hochschulen
  • Ministerien

Während des Studiums sind Praktika zu absolvieren, die einen Einblick in die einzelnen Berufsfelder ermöglichen.

Ausführliche Arbeitsmarkt-Informationen finden Sie in der Broschüre Berufsfelder für Geowissenschaftler.

Tipps für Erstsemester

Am ersten Vorlesungstag findet in der Regel eine Einführungsveranstaltung für Erstsemester statt. Hier bekommen Sie sehr hilfreiche Tipps, weshalb eine Teilnahme unbedingt zu empfehlen ist. Die Angaben, wann und wo die Einführungsveranstaltung stattfinden wird, finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.

Nützliche Informationen zu Studienbeginn liefert die Checkliste für Studienanfänger.

Prüfungs- und Studienordnungen

Bachelor/Master:

Lehramt:

Das Lehramtsstudium in Bayern wird durch die Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) geregelt (neue Fassung vom März 2008):

Das Studium in Würzburg folgt darüber hinaus der Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für die Lehramtsstudiengänge (LASPO). Von Belang sind außerdem die Regelungen in den Ergänzenden Bestimmungen zum "Freien Bereich" sowie die Fachspezifischen Bestimmungen (FSB) der einzelnen Unterrichtsfächer und der Erziehungswissenschaften:

Alle prüfungsrelevanten Themen für das Zweite Staatsexamen regelt die Lehramtsprüfungsordnung II (LPO II):

Modulhandbücher und Modulbeschreibungen

Die hier wiedergegebenen Studieninformationen sind sorgfältig erstellt und werden regelmäßig aktualisiert. Dennoch können sie in Ausnahmefällen Fehler enthalten, veraltet sein oder nicht alle Sonderfälle wiedergeben. Bitte sichern Sie sich deshalb insbesondere bei zulassungs- und prüfungskritischen Themen auf den entsprechenden Internetseiten der Universität Würzburg bzw. der rechtsverbindlichen Quelle, im Regelfall der Prüfungsordnung Ihres Studiengangs, ab. Falls Sie eine Ungenauigkeit entdecken, freuen wir uns über einen Hinweis: am einfachsten per E-Mail an Opens window for sending emailstudienberatung@uni-wuerzburg.de