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Zentrum für Sprachen

Palästina/Israel im Oktober 2018

 

Die landeskundliche Exkursion nach Palästina/Israel wurde ergänzend zum Kurs "Arabisch B1.2 - Kommunikative Kompetenz" (Sommersemester 2018) im Oktober 2018 durchgeführt; Organisator ist die Arabisch-Abteilung des ZFS, Ansprechpartnerin: Gamiela Safiya.

 


Hier ist der Bericht der Studierenden (Bilder lassen sich per Klick vergrößern):

 

 

 

Montag, 01.10.2018

Die Exkursion nach Israel startete für die meisten von uns mit einem reibungslosen Hinflug, lediglich mit kurzem Stopp in Kiew. Nachdem wir gegen Mittag in Tel Aviv landeten, wurden wir am Ben-Gurion-Flughafen herzlich von Gamiela, ihrem Mann Madyan und ihrem Sohn Ibrahim empfangen. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum AirBnB-Apartment in Tel Avivs Altstadt Jaffa. Dort trafen wir uns mit Freunden von Gamiela zum Essen und erkundeten daraufhin die alte Stadt– die zierlichen Gassen, den Hafen und den Strand im Licht des Sonnenuntergangs. Wir ließen den Abend entspannt in einem Restaurant am Strand ausklingen.

Dienstag, 02.10.2018

Der nächste Tag sollte für uns früh beginnen, denn wir erfüllten den am Vorabend gemachten Vorsatz, direkt nach dem Aufstehen im Meer schwimmen zu gehen. Eine bessere Entscheidung hätten wir nicht treffen können! Einfach nur herrlich! Nach dem Baden packten wir unsere Sachen, um erneut zum Flughafen zu fahren, wo wir unseren Kommilitonen Vincent abholten, der leider bei seiner Hinreise einige Komplikationen aussitzen musste. Nun, da alle vollständig waren, konnte das eigentliche Reiseprogramm beginnen, denn es wartete ein ereignisreicher Tag auf uns…auf ging’s nach Jerusalem! Dort checkten wir im „Pilgrim Guesthouse Jerusalem“ ein und machten uns anschließend auf, die Stadt des Lichts zu erkunden. Wir besichtigten die heiligen Stätten der verschiedenen Religionen – die Al-Aksa-Moschee, die Via Dolorosa mit Grabeskirche Jesu, die Klagemauer – und schlenderten durch die engen Gassen der alten Stadt.

Mittwoch 3.10.18

Das Ziel dieses Tages war Bethlehem, wobei wir bei unserem ersten Besuch im Westjordanland auch zum ersten Mal die Checkpoints mitten im Berufsverkehr passieren mussten und schließlich um kurz vor 10 Uhr dort ankamen. Direkt neben der Geburtskirche befand sich das Institut von Prof. Moin Halloun, dessen Lehrbuch über den palästinensischen Dialekt auch im Sprachkurs des ZFS an der Uni Würzburg verwendet wird. Nach einem kurzen Empfang in seinem Büro durften wir eine Vorlesung hören, bei der es um die sprachliche Herkunft arabischer Lehnswörter aus den europäischen Sprachen ging, die, so Prof. Halloun, zuerst die osmanische Sprache und darüber dann die arabische Sprache geprägt hätten.

Gegen 11.30 Uhr ging es nach einem Spaziergang durch die Stadt zum Hauptcampus der Universität Bethlehem. Dort wurden wir bereits von Donata empfangen, einer deutschen Volontärin, die für Gäste der Universität zuständig ist und die ein Gespräch mit zwei Studenten organisiert hatte, bei dem es generell um das Studium in Palästina bzw. Bethlehem und den Alltag im Westjordanland ging. Danach wurden wir über den Campus geführt, wobei uns Donata einiges über die Geschichte der Universität erzählte.

Mit dem Auto ging es gegen 15 Uhr zum Mittagessen in der Nähe der Geburtskirche in Bethlehem, die wir im Anschluss besuchten. Zentrum der Kirche ist die Geburtsgrotte, die von vielen Pilgern besucht wird. Gegen 18 Uhr ging es schließlich zurück nach Jerusalem.

Donnerstag 4.10.18

Der Tag begann schon um 6.30 Uhr mit der Abreise aus dem Pilgrim Guest House in Jerusalem. Ziel war die Stadt Ramallah im Westjordanland – an der dortigen Birzeit Universität war die Teilnahme am wöchentlichen Sprachkurs für palästinensischen Dialekt um 8 Uhr der erste Programmpunkt des Tages. Abgesehen von uns nahmen auch andere ausländische Austauschstudenten aus mehreren Ländern an dem Kurs teil, bei dem zuerst das Schreiben auf Arabisch und später anhand eines Films das Hörverständnis und das aktive Sprechen trainiert wurden.

Nach einem kurzen Spaziergang über den weitläufigen Campus ging es in die Innenstadt von Ramallah, wo wir in der Nähe des zentralen Löwenplatzes, دوار المنارة , in einem palästinensischen Restaurant unsere Mittagspause machten. Anschließend fuhren wir mit dem Taxi in das Kulturzentrum „Dar Zahran“, das auf vielfältige Weise genutzt wird: Das Gebäude wurde im Stil eines klassischen palästinensischen Hauses erhalten und renoviert worden, und so kann man wie in einem Museum die einheimische Lebensweise der vergangenen Jahrhunderte nachempfinden. Gleichzeitig wird das Gebäude auch als Galerie und kulturelle Begegnungsstätte genutzt. Am Abend fand dort eine Ausstellungseröffnung statt, zu der der Besitzer uns einlud.

Der nächste Programmpunkt war das Museum des palästinensischen Nationaldichters Mahmoud Darwish محمود درويش. Auf dem großzügig angelegten Gelände befindet sich nicht nur das Museum, das mit Originaldokumenten und -aufnahmen vom Leben des Schriftstellers erzählt, auch das Grab des Dichters ist dort auf einem Hügel zu finden. Nach dem Besuch des Museums bezogen wir am frühen Abend unsere Hotelzimmer in Ramallah, bevor wir uns nach einer kurzen Pause auf den Weg zur Ausstellungseröffnung des Künstlers Taleb Dweik طالب دويك  machten . Zum Schluss ließen wir den Abend in einem nahen gelegenen Restaurant mit traditionellem palästinensischem Essen ausklingen.

Freitag, 05.10

Wer bereits früh wach war, erkundete in den Morgenstunden die Innenstadt Ramallahs. Auf dem Morgenmarkt wetteifern Händler lauthals um den Verkauf von Gemüse, Obst, Wasser, Küchenutensilien und vielem mehr.
Nach einem gemeinsamen palästinensischen Frühstück im Hotel machten wir uns auf den Weg zur „Universität Tel Aviv“. Den Universitätscampus erreichten wir frühzeitig, sodass wir uns dort noch eine Stunde umsehen konnten. Wir hatten den Campus für uns selbst, da an Freitagen nur sehr wenige Studierende auf dem Gelände sind.

Sehr interessant verlief das anschließende Treffen mit Prof. Galili Shahar, dem Inhaber des Lehrstuhls für „Comparative Literature and German Studies“ der Universität Tel Aviv.  Wir wurden in seinem Büro empfangen, in dem er uns zuerst von seiner Arbeit und den aktuellen Projekten am dortigen Minerva-Institute erzählte, anschließend tauschten wir uns aus über das Leben und das Studieren in Deutschland und Israel. Gegen Ende der rund eineinhalbstündigen und sehr interessanten Unterhaltung thematisierten wir schließlich auch politische und Bildungsfragen in Israel. Für uns war die Unterhaltung auch sprachlich sehr angenehm, da Prof. Shahar fließend deutsch sprach.

Nach dem Treffen mit Professor Galili Shahar ging es weiter in Richtung Koferyassif , einem Dorf in Galiläa, im Norden Israels. Während der Fahrt tauschten wir uns weiter rege über das eindrucksvolle Gespräch mit Professor Galili Shahar aus. Bevor wir unseren Zielort erreichten, machten wir noch kurz Rast in Haifa. Dort genossen wir gemeinsam eine Runde Falafel.

Und dann war es so weit:

In Koferyassif wurden wir in das „Dar Safiya“, ins Haus der Familie Safiya eingeführt und von den zahlreichen Familienmitgliedern herzlich willkommen geheißen. Wir bezogen unsere Zimmer und tauschten uns mit den Tanten und Onkels, den Cousins und Cousinen, Neffen und Nichten des Dar Safiya ausführlich aus. Und dann wurde groß aufgetischt: Es gab Reis mit Rindfleisch und Rosinen, traditionell eingelegtes Gemüse, frische Oliven und viele weitere Leckereien.
Das Festmahl durften wir gemeinsam mit gefühlt 30 Leuten genießen – mit der Großfamilie Safiya. Außerdem schlossen sich der Runde neben einigen der Gastfamilien, bei denen wir später unterkamen, auch spontan noch Nachbarn an. Während wir den Abend gemütlich ausklingen ließen, konnte man die ganze Nacht hindurch orientalischen Klängen und Rhythmen lauschen:
Irgendwo im Dorf wurde Hochzeit gefeiert, mit Live-Musik aus der Region, arabischen Gesängen, Trommeln, Flöten und von fern hörte man sogar die jubelnden Hochzeitsgäste. Dieser Klangteppich beschallte das Dorf die ganze Nacht hindurch.

 

Samstag, 06.10

Nach ausgiebigem Schlaf begaben wir uns nacheinander in den Vorhof des Safiyaschen Anwesens.
Hier wurde palästinensisch gefrühstückt: Brot mit Oliven und dazu eingelegtes Gemüse.
Nun machten wir uns bereit für den Strand und fuhren gemeinsam mit Gamiela zum „Banana Beach“, unweit von Koferyassif. Dieser Strand war ehemals nur Europäern vorbehalten. Es herrschte Badewetter und wir schwammen weit ins Meer hinaus. Obwohl wir vorgewarnt waren, hat uns die Stärke der Sonneneinstrahlung überrascht: Die meisten von uns hatten nach diesem Strandaufenthalt einen ordentlichen Sonnenbrand!
Am späten Nachmittag kehrten wir zurück nach Koferyassif und verbrachten dort ein paar angenehme Stunden im  „Dar Safiya“. Dort ist immer jemand zu Hause, sei es der Großvater oder dessen Neffen und Nichten. Gegen Abend wurden wir nacheinander von unseren Gastfamilien abgeholt und alle verbrachten den Abend bei den jeweiligen Gastfamilien. Hier waren interessante Gespräche und Eindrücke garantiert.

 

Sonntag, 07.10.

Besuch von Akko
Am Sonntag besuchten wir die Stadt Akko, im Deutschen auch Akkon genannt und Arabisch عكا. Dort besuchten wir vor allem die prächtigen ehemaligen Templergebäude, die dieser Ritterorden im Heiligen Land errichtet hatte. Dazu gehört auch der sogenannte „Templer-Tunnel“, der den Kreuzrittern als Fluchtweg von der Burg zum Hafen diente. Doch auch die arabische Altstadt hatte sehr viele hübsche Gebäude und Plätze zu bieten, wir besuchten den arabischen Markt, wo wir uns unter anderem mit Gewürzen eindeckten. Im Anschluss daran gingen wir noch im Hafenbereich spazieren, unternahmen eine kleine Bootstour um Akko herum und aßen hinterher in einem vorzüglichen Fischrestaurant.

 

Montag, 08.10.

Nazareth und See Genezareth

Am Sonntag reisten wir an zwei wichtige christliche Stätten, nämlich nach Nazareth und an den See Genezareth. In Nazareth besuchten wir die Verkündigungskirche, die an der Stelle erbaut wurde, wo Maria vom Engel die Nachricht verkündet worden sein soll, dass sie den Sohn Gottes gebären würde. Auch hier schlenderten wir über den Markt der Stadt. Danach ging unsere Fahrt weiter zum See Genezareth, wo wir die Brotvermehrungskirche besuchen wollten. Doch wurden wir abgewiesen mit der Begründung, die Kirche habe bereits geschlossen. Zum Abschluss des Tages fuhren wir in das Dreiländereck Israel-Jordanien-Syrien, wo wir in den Schwefelquellen von الحمة   in bis zu 42°C heißen Wasser badeten.

Dienstag, 09.10.2018

Besuch einer madrasa und einer Kunstausstellung in Koferyassif sowie einer jüdischen Familie in Avdon

Die Gruppe verbrachte den Vormittag im 10.000-Einwohner-Dorf Koferyassif, wo sie eine Mittelschule (madrasa) und eine Kunstausstellung in einem 200 Jahre alten Gebäude besuchte. Die Schule beherbergt circa 600 Schüler und Schülerinnen, die von 50 Lehrkräften unterrichtet werden. Die Kinder lernen sowohl Arabisch als auch Hebräisch in der Schule, die Muttersprache aller SchülerInnen ist jedoch Arabisch. Für Kunst und Musik gibt die Schule kein Geld aus, da dies laut Aussage des Schuldirektors keine Fächer sind, die für die Zukunft der Kinder von Bedeutung seien.

Nach einem Mittagessen im ältesten Falafel-Imbiss des Dorfes (existiert seit 1950) besuchte die Gruppe spontan eine Kunstausstellung. Diese befand sich in einem Gebäude in der Altstadt von Koferyassif. Ein älterer Einheimischer erläuterte einige Aspekte zur Geschichte des Hauses, welches früher ein Wohnhaus mit Hühner- und Kamelstall war, sowie zur ausgestellten Kunst. Er zeigte uns außerdem einen sehr alten Brunnen, der sich im heutigen Atelier des Künstlers befindet.

Nun machen wir uns auf den Weg nach Avdon, einem jüdischen Dorf. Dort, in einem Neubaugebiet erwartete uns Ohad, ein enger Freund der Familie Safiya. Ohads Familie empfing uns herzlich und nach der Überreichung der Gastgeschenke - wir hatten fränkischen Wein dabei – brachte uns Ohad zu seiner Avocado Plantage. Die Plantage befindet sich etwas außerhalb - soweit man blickt, überall Avocadobäume. Ohad erklärte uns auf Hebräisch, dass er mit dem bloßen Auge reife Früchte erkennen kann und pflückte uns ein paar Avocados von den Bäumen.

Wir fuhren weiter und fanden uns vor einem abgesperrten Gelände wieder, das von einem Hund bewacht wurde. Seinem Gebell folgend, betraten wir das Gelände und standen plötzlich in einem riesigen, hochmodernen Hühnerstall mit tausenden von Legehennen in Käfighaltung. Wir sollten leise sein, da ein plötzliches lautes Geräusch die Legehennen würde erschrecken können und sie dann keine Eier mehr legten. Ohads kleine Tochter präsentierte uns stolz ein frisch gelegtes Ei. Wir unterhielten uns hier noch eine Weile und stellten einige Fragen, so erzählte Ohad uns, dass das Geschäft ganz gut laufe, wobei es oft alles andere als einfach sei.

Bevor wir zu Ohads Familie zurückkehrten, machten wir noch einen Abstecher zu einer anderen befreundeten Familie. Hier zeigten sich die großen Gemeinsamkeiten zwischen arabischer und israelischer Kultur: In beiden muss immer Zeit sein für einen Kaffee oder einen Tee und für spontane, ausführliche Sitzrunden. Gastfreundschaft wird hier sehr groß geschrieben. Ohad erzählte, dass es viele Beispiele dafür gebe, wie gut jüdische Familien und arabische Familien miteinander auskommen. Er kritisierte die Medien - vor allem die sozialen Medien: Man solle nicht alles glauben, was man vor allem bei unseriösen Quellen lese. Zurück bei Ohads Familie saßen wir noch eine Weile beisammen, es gab Nüsse, Obst und leckeren Schokoladenkuchen. Wir waren sehr dankbar für Ohads Gastfreundschaft und verabschiedeten uns herzlich. „Zu Hause“ in Koferyassif erwartete uns schließlich ein großes Abschiedsabendessen.

Mittwoch, 10.10.2018

Fahrt nach Rosh HaNikra / رأس الناقورة 
Nach unserem großen Abschied von den Gastfamilien sowie von Familie Safiya, fuhr die Gruppe in das nordwestlichste Dorf von Israel, an die libanesische Grenze. Rosh HaNikra bedeutet übersetzt so viel wie „Kopf der Felsenhöhle“. Diese Felsenhöhle kann dank eines Lifts auch besichtigt werden. Leider erreichten wird das Dorf außerhalb der Öffnungszeiten dieses Lifts, der den einzigen Zugang zur Höhle darstellt. Die Nähe zur libanesischen Hauptstadt Beirut (100 km) im Vergleich zur Distanz nach Jerusalem (180 km) war kennzeichnend. Aufgrund des Kriegszustandes sind die libanesischen Grenzen jedoch streng bewacht und unpassierbar.
     
Insgesamt vereinte die 10-tägige Exkursion nach Israel und Palästina zahlreiche interessante Aspekte wie touristische und kulturelle Sehenswürdigkeiten, sprachliche Erfahrungen, interessante Gespräche mit Professoren und Studenten der dortigen Universitäten oder die Erfahrung, den Alltag in einem arabisch geprägten Dorf in Nordisrael ein paar Tage lang miterleben zu können.
Die ersten Tage standen dabei vor allem im Zeichen der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die insbesondere die Altstadt von Jerusalem mit der Al-Aqsa-Moschee, dem Tempelberg, der Grabkirche oder der Klagemauer bereithielt. Die darauffolgenden Tage in Bethlehem und Ramallah, jeweils mit einem Besuch der dortigen Universität verbunden, hielten interessante Einblicke in das Leben in den Palästinensischen Autonomiegebieten bereit und ermöglichten eine noch stärkere Auseinandersetzung mit der Arabischen Sprache und Kultur.
Die zweite Hälfte der Exkursion war schließlich geprägt vom Leben in Kofferyasif und der Aufnahme bei den Gastfamilien, durch die der Alltag vor Ort hautnah miterlebt werden konnte, selbstverständlich verbunden mit der Notwendigkeit jeden Tag Arabisch zu sprechen! Natürlich wurden auch die wichtigsten Orte in Nordisrael besucht (beispielsweise der See Genezareth oder Rosh HaNikra). Prägend waren allerdings in diesen Tagen vor allem die Gespräche mit den Menschen vor Ort, egal ob mit Professor Shahar in Tel Aviv, Studenten in Bethlehem oder Lehrern und Familien in Kofferyassif. Denn durch diese Gespräche und Erfahrungen wurde die Exkursion eben nicht nur zu einer touristischen Reise, sondern vor allem auch zu einer Auseinandersetzung mit einer (hoffentlich nicht mehr ganz so) fremden Kultur.