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Gelehrter des Monats: Arthur Hantzsch

*7. März 1857 in Dresden             †14. März 1935 ebenda

1875      Studium der Chemie an der Universität Dresden
1880      Promotion an der Universität Würzburg unter Johannes Wislicenus
1883      Habilitation in Leipzig
1885      Professur an der Technischen Hochschule in Zürich
1893      Rückkehr an die Universität Würzburg
1903      Wechsel an die Universität Leipzig

In seiner Reihe „Gelehrter des Monats“ stellt das Universitätsarchiv Würzburg im April 2018 zum ersten Mal einen Chemiker vor: Prof. Dr. Arthur Hantzsch hat über zehn Jahre lang erfolgreich an der Alma Julia geforscht und gelehrt und dabei mit seinen zahlreichen Forschungen die Chemie nachhaltig geprägt.

Vielseitiger Theoretiker              

Arthur Hantzsch war ein unermüdlicher, phantasievoller Chemiker, welcher mit mehr als 500 Abhandlungen über weit umfassende Gebiete der Chemie maßgeblich zum chemischen Verständnis seiner Zeit beitrug. So entwickelte er 1882 die Hantzschsche Dihydropyridinsynthese. Diese Reaktion wurde später in den 1970er Jahren zum Synthetisieren von Nifedipin verwendet wird, welches als Calciumantagonist zur Behandlung von koronalen Herzkrankheiten eingesetzt wurde. Des Weiteren beschäftigte er sich mit heterocyclischen Stickstoffverbindungen, der Synthese von Pyrrol und dessen Derivaten (Hantzschsche Pyrrolsynthese) und der Unterscheidung von Säuren und Pseudo-Säuren.

Erfolgreiche Jahre          

Trotz Rufen aus Kiel, Rostock und Worchester (USA) entschied sich Hantzsch dazu, 1893 nach Würzburg zurückzukehren, wo er bereits seine Promotion unter Johannes Wislicenus abgelegt hatte. Die darauffolgende Zeit sollte er später als die erfolgreichsten zehn Jahre seines Lebens bezeichnen, denn in ihr konnte er sich umfassend mit der Erforschung von Stickstoffverbindungen und anderen wichtigen Projekten beschäftigen. Als Nachfolger von Emil Fischer war er außerdem für die Koordination des 1896 erfolgenden Umzugs des Chemischen Instituts von der Maxstraße 4 in einen Neubau am Pleicher Ring 11 (heute Röntgenring) zuständig, welcher zuvor von Emil Fischer konzipiert wurde.

Ein bekannter Name    

Neben den beiden nach ihm benannten Synthesen, war Hantzsch auch Namensgeber für das Hantzsch-Widman-System und führte den Begriff der „Pseudo-Säuren“ in der organischen Chemie ein.  Sein Einfluss auf die Forschungen der damaligen Zeit war dabei von so großer Bedeutung, dass ihn die Universität Leipzig, an die er 1903 wechselte, später mit der Benennung eines Hörsaals ehrte und sogar einen jährlich vergebenen Preis nach ihm benannte.

Literaturempfehlung:

Stocklöv, Joachim: Arthur Rudolf Hantzsch im Briefwechsel mit Wilhelm Ostwald, Berlin 1998.

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