Walther Hermann Nernst

Walther Nernst ist heute bereits Schülern in der Chemie und der Physik aufgrund seiner bis heute wegweisenden Erkenntnisse im Bereich der Thermodynamik ein Begriff.

Biografie

Walther Hermann Nernst wurde am 25. Juni 1864 in Briesen (Westpreußen) geboren. 1883 erlangt er das Abitur am Gymnasium in Graudenz ( Grudziadz, Polen). Im gleichen Jahr beginnt er in Zürich zu studieren und wechselt 1884 nach Berlin, wo er Vorlesungen bei Ludiwg Boltzmann hört. Ausserdem beginnt Nernst mit Albert von Ettinghausen in Graz zusammenzuarbeiten, mit dem er 1887 den Nernst-Ettinghausen-Effekt vorstellt.

Im gleichen Jahr kommt er nach Würzburg zu Friedrich Kohlrausch wo er promoviert und Svante Arrhenius sowie Emil Fischer kennenlernt, die ebenso wie er später einen Nobelpreis erhalten werden.

Forschung/Nobelpreis

Nernst etablierte zusammen mit Arrhenius und Ostwald das Fach der Physikalischen Cehmie. Galvanische Elemente, wie man Batterien vor 100 Jahren nannte, funktionieren ohne dass man ihre Theorie kennt, die Nernst kurz nach der Jahrhundertwende formulierte. Dann wandte er sich der Untersuchung von keramischen Stoffen zu – sie werden heutzutage in Abgassonden benötigt. Immer wieder beschäftigte ihn die Bestimmung der Spezifischen Wärme in Abhängigkeit von der Temperatur und der Freien Energie, das ist die Energie, die eine Batterie abgeben kann. Erst theoretisch erdacht, dann mit vielen Experimenten bewiesen, zeigte Nernst, dass es unmöglich ist – wie man auch immer kühlt – den Absoluten Nullpunkt zu erreichen.

Arbeit und Leben in Würzburg

Nach einem Forschungsaufenthalt in Graz bei Ludwig-Boltzmann und Albert von Ettinghausen kam Nernst nach Würzburg, wo er in der Pleichertorgasse 10 wohnte. Hier lernte er am Physikalischen Institut von Professor Kohlrausch die späteren Nobelpreisträger Fischer und Arrhenius kennen. Nernst arbeitete hier intensiv an seiner Dissertation zum Nernst-Ettinghausen-Effekt, die er 1887 erfolgreich abschloß.