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    Karl Landsteiner

    Karl Landsteiner verdanken wir die Entdeckung der Blutgruppen. Ihm haben wir es zu verdanken, dass man gefahrlos fremdes Blut einem Menschen verabreichen kann.

    Biographie

    Karl Landsteiner kam als Sohn eines Journalisten am 14. Juni 1868 in Baden bei Wien zur Welt. Landsteiner studierte Medizin an der Universität Wien, wo er 1891 die Promotion erlangte. Nach seinem Studium hatte er mehrere Forschungsaufenthalte, die ihn neben Zürich und München auch nach Würzburg brachten.

    1896 kehrt Landsteiner zurück nach Wien, und nimmt eine Stelle als Assistent im Hygienischen Institut an, wo er Forschungen zur Funktionsweise des Immunsystems anstellt. Von 1898 bis 1908 ist Landsteiner Assistent in der Pathologischen Anatomie, wo er 1900 die Entdeckung macht, dass das Blut zweier Menschen häufig verklumpt. Im Laufe der Jahre entwickelt er daraus das AB0-System. Nach seiner Zeit an der Universität wird er Vorstand des Wilhelminenspitals in Wien, was er bis 1919 bleibt.

    Landsteiner wechselt dann nach Den Haag an ein kleines Krankenhaus, bis er 1922 in New York eine Stelle am Rockefeller-Institut annimmt und mit Alexander Solomon Wiener den Rhesusfaktor entdeckt.

    1930 erhält Karl Landsteiner den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung der Blutgruppen.

    Am 26.6.1943 stirbt Landsteiner an dem Folgen eines Herzinfarkts, den er bei der Arbeit im Institut erlitt.

    Forschung/Nobelpreis

    Nach dem Abschluss seines Studiums erweiterte der Wiener Dr. med. Karl Landsteiner sein Wissen über die Chemie in Zürich, Würzburg und München. Bei Untersuchungen von Blut beobachtete er, was andere bisher nicht wahrgenommen hatten. Das Blut zweier Menschen zeigte beim Mischen Agglutination, es klumpte zusammen. Durch genaue Untersuchungen seines und des Blutes seiner Mitarbeiter erkannte er die Verträglichkeit und die Unverträglichkeit, er entdeckte die verschiedenen Blutgruppen. Erst durch diese Entdeckung wurde die gefahrlose Bluttransfusion ermöglicht.

    Arbeiten und Leben in Würzburg

    Landsteiner kam im Sommersemester 1892 nach Würzburg, um bei Emil Fischer, ebenfalls ein späterer Nobelpreisträger, Vorlesungen in Chemie zu hören. Landsteiner war dabei nicht nur ein passiver Zuhörer, sondern arbeitete bald auch in der Forschung mit Fischer zusammen, was sich in einer gemeinsamen Publikation über Glycoaldehyd ausdrückt.

    Landsteiner wohnte gegenüber dem Bürgerspital in der Eichhorngasse 32, der heutigen Eichhornstraße, wo heute noch eine Gedenkplakette daran erinnert.

    Kontakt

    Universität Würzburg
    Sanderring 2
    97070 Würzburg

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