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    Karl Ferdinand Braun

    Karl Ferdinand Braun ist den meisten Menschen kaum bekannt, obwohl eine seiner Erfindungen unser Leben nachhaltig verändert hat: es ist die nach ihm benannte Braun'sche Röhre, deren Technik die Grundlage des uns bekannten Röhrenfernsehers ist.

    Biografie

    Am 6. Juni 1850 wurde Karl Ferdinand Braun als Sohn eines Beamten in Fulda geboren. Braun verfasste bereits als Jugendlicher zwischen 1864 und 1866 verschiedene längere naturwissenschaftliche Aufsätze unter anderem über Wasser und Kristalle.

    Ab 1868 studiert Physik, Chemie und Mathematik an der Universität Marburg. Ein Jahr später wechselt er an die Universität Berlin und wird dort Assistent bei Heinrich Gustav Magnus bis zu dessen Tod im Jahr 1870. Braun setzt daraufhin seine Ausbildung bei Professor Quincke fort, bei dem er 1872 mit einer Arbeit über Saitenschwingungen promoviert. Von 1872 bis 1874 folgte er Quincke als Assistent an die Universität Würzburg, wobei er 1873 in Marburg sein Staatsexamen als Gymnasiallehrer ablegt. Von 1874 bis 1876 unterrichtet er dann als Gymnasiallehrer am Thomas-Gymnasium in Leipzig. 1877 nimmt er eine außerordentlicher Professor für Theoretische Physik in Marburg an bis er 1880 einem Ruf nach Straßburg folgt. Von 1883 bis 1885 ist er Professor in Karlsruhe, dann folgt er einem Ruf nach Tübingen, wo er bis 1895 wirkt.

    1909 erhält Karl Ferdinand Braun den Nobelpreis für Physik zusammen mit dem Italiener Guglielmo Marconi „als Anerkennung ihrer Verdienste um die Entwicklung der drahtlosen Telegrafie“.

    Von 1895 bis 1918 ist Braun abermals Professor an der Universität Straßburg.

    Noch vor dem Ende des 1. Weltkriegs stirbt Karl Ferdinand Braun am 20. April 1918 in den Vereinigten Staaten in Brooklyn, New York.

    Forschung/Nobelpreis

    Ferdinand Braun war von 100 Jahren einer der wenigen Professoren, die sich mit der wissenschaftlich-technischen Entwicklung einer fremden Endeckung beschäftigten. Heinrich Hertz war 1886 die Erzeugung elektrischer Wellen gelungen. Eine Anwendung zur Übertragung von Nachrichten erwog er aber nicht. Das tat ein junger Italiener, Guglielmo Marconi. Angeregt durch dessen Erfolge, begann Braun mit der wissenschaftlichen Bearbeitung des Gebiets. Er verbesserte das System der Abstimmung der Frequenz des Senders und Empfängers. Damit entwickelte er die Grundlagen des Richtfunks und der so genannten Ferntelegraphie.

    Arbeiten und Leben in Würzburg

    Die Politik Bismarcks und die Berufungspolitik der Universität Würzburg entschieden über Brauns Lebensweg. Deutschland hatte im Krieg 1871 Frankreich besiegt und forderte Straßburg zurück, das Ludwig VIX von Frankreich 1681 annektiert hatte. Die Französische Akademie wurde nun aufgelöst und eine Deutsche Reichsuniversität gegründet. Der Würzburger Physiker August Kundt nahm den Ruf nach Straßburg an und die Würzburger beriefen Quincke, dem vertraglich das Recht auf einen Assistenten seine Wahl zugestanden war. Dieser Assistent war Ferdinand Braun, der sich in Würzburg mit der Messung der Leitfähigkeit von Salzschmelzen befasste.

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