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    Harald zur Hausen

    Nobelpreisträger Harald zur Hausen
    Nobelpreisträger Harald zur Hausen. Foto: Deutsches Krebsforschungszentrum

    Biographie

    Harald zur Hausen wurde 1936 in Gelsenkirchen geboren. Er studierte in Bonn, Hamburg und Düsseldorf Medizin. Nach seiner Promotion arbeitete er am Institut für medizinische Mikrobiologie der Universität Düsseldorf und wechselte dann an die Virus Laboratories des Children’s Hospital in Philadelphia. 1969 habilitierte er sich an der Universität Würzburg, wo er bis 1972 am Institut für Virologie der Universität tätig war. 1972 wurde er dann als Professor für Klinische Virologie an die Universität Erlangen-Nürnberg berufen, 1977 folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Virologie und Hygiene der Universität Freiburg. Von 1983 bis 2003 war Harald zur Hausen Vorsitzender und Wissenschaftliches Mitglied des Stiftungsvorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (DKFZ).

    2008 wurde Harald zur Hausen für seine Leistungen in der Krebsforschung – im Besonderen für seine Erkenntnis, dass Gebärmutterhalskrebs bei Frauen durch Virusinfektionen ausgelöst wird - mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Zur Hausen erhielt die eine Hälfte des Nobelpreises, die andere ging an Francoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier für die Entdeckung des HI-Virus, das die AIDS-Erkrankung auslöst.

    Harald zur Hausen wurde unter anderem mit dem Deutsche Krebshilfe Preis 2007 ausgezeichnet und ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes. Im Mai 2008 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg verliehen.

    Forschung/Nobelpreis

    Harald zur Hausens vorrangiges wissenschaftliches Interesse gilt der Rolle von Viren bei der Entstehung von Tumoren. Bereits in seiner Würzburger Zeit hatte er erstmals nachgewiesen, dass in bestimmten Krebsgeschwulsten des Menschen das Erbgut des Epstein-Barr-Virus vorkommt.

    Diesen Zusammenhang zwischen DNA-Viren und Krebs erforschte Harald zur Hausen auch weiterhin. So machte er im Jahr 1983 die preiswürdige Entdeckung, dass die so genannten Papilloma-Viren beim Menschen für die Entstehung des Gebärmuterhalskrebses mitverantwortlich sind. Aus seiner Grundlagenforschung ist auch ein Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs hervorgegangen, der in Deutschland zugelassen ist. Seit 2007 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Impfkosten für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren.

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