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    Wissenschaftsmeile Röntgenring

    Hans Spemann

    Biographie

    Hans Spemann wurde am 27.6.1869 in Stuttgart als Sohn eines Verlegers geboren. Spemann besuchte  von 1878 bis 1888 die Eberhard Ludwig Schule in Stuttgart, arbeitete danach im Unternehmen seines Vaters, leistete seinen Militärdienst ab und begann 1891 in Heidelberg zu studieren. Er verbrachte noch ein Semester in München, bevor Hans Spemann im Sommer 1894 nach Würzburg wechselte und dort im Zoologischen Institut arbeitete. Dort begegnete er Theodor Boveri, Julius Sachs und Wilhelm Conrad Röntgen und promovierte in Zoologie im Jahre 1898.

    1908 folgte er dem Ruf auf eine Professur nach Rostock. Ab 1914 arbeitete er in Berlin Dahlem am Kaiser Wilhelm Instititut für Biologie, bevor er 1919 eine Professur an der Universität in Freiburg im Breisgau annahm.

    1935 emeritierte Spemann und erhielt im gleichen Jahr den Nobelpreis für die Entdeckung des Organisator-Effekts im embryonalen Entwicklungsstadium.

    Sechs Jahre später stirbt Hans Spemann am 9.9.1941 in Freiburg im Breisgau.

    Biographie

    Stets wird der Mensch mit Staunen die Entwicklung eines Lebewesens aus einem Ei verfolgt haben. Spemann hat sich über Jahrzehnte hin mit der Frage beschäftigt, was organisiert den sinnvollen Aufbau eines Lebewesens, wo ist der Sitz des „Organisators“? Zuerst konnte er zeigen, wie das Auge eines Molchs entsteht. Dann stellte er einer Studentin, Hilde Pröscholdt (seine spätere Ehefrau) ein
    Thema für ihre Doktorarbeit, die Transplantation eines kleinen Gewebestücks eines Molchembryos – wo er den Organisator vermutete – in einen anderen Molchembryo an eine unwesentliche Gewebestelle. Aus diesem Embryo entwickelte sich ein Molch, aber aus dem eingesetzten Stück entwickelten sich aus den umgebenden Zellen des Wirts nochmals Gehirn, Rückenmark, Verdauungsorgane, Außenhaut usw. Der Sitz und die Arbeitsweise des Organisators waren entdeckt.

    Arbeiten und Leben in Würzburg

    Spemann, der in der Pleicherglacisstr. 2, der heutigen Bismarckstraße wohnte, hatte nur einen kurzen Weg durch den Würzburger Ringpark zu seiner Arbeitsstätte im Zoologischen Institut. Mit Theodor Boveri fand Spemann nicht nur den idealen Lehrer, sondern bald auch einen Freund. Als Boveri Spemann vorschlug, über die Entwicklung der Geschlechtsorgane des Bandwurms zu promovieren, mussten beide schmunzelnd einsehen, dass dieses Thema insbesondere für die Juristen in der Familie von Spemanns Braut zu anstößig war. Stattdessen befasste sich Spemann mit der Entwicklung des Strongylus paradoxus.

    Die Tochter der Spemanns, Margarete Spemann, besuchte in Würzburg die Sophienschule, einer Vorläuferin des Mozartgymnasiums.

     

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