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    audit familiengerechte hochschule

    Audit familiengerechte hochschule

    Die Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und Familie ist der Universität Würzburg ein zentrales Anliegen. Als Familie verstehen wir alle Lebensgemeinschaften, in denen langfristig soziale Verantwortung für andere Personen übernommen wird. Dies umfasst Eltern und Kinder, Lebenspartner, Geschwister, Großeltern sowie pflegebedürftige Angehörige. Häufig ist es jedoch schwierig familiäre Belastungssituationen mit den Erfordernissen des Studiums respektive der Arbeitswelt zu vereinbaren.

    Die Universität Würzburg nimmt innerhalb dieses Spannungsfeldes eine Sonderstellung ein. Mit rund 6500 Beschäftigten gehört die Universität zu den größten Arbeitgebern der Region. In dieser Eigenschaft trägt die JMU die Verantwortung für die Schaffung von familienfreundlichen und -fördernden Arbeitsbedingungen, die zugleich aber die "betrieblichen" Erfordernisse berücksichtigen müssen. Denn nur auf diesem Wege lässt sich eine produktive Arbeitskultur schaffen, die nicht zuletzt Voraussetzung für einen reibungslosen Lehr- und Forschungsbetriebs ist.

    Innerhalb ihres Lehrbetriebs übernimmt die Universität darüber hinaus die Verantwortung für die qualifizierte Ausbildung junger Menschen in der Lebensphase zwischen 20 und 40 Jahren, in der sich insbesondere auch die Frage der Familiengründung stellt. Daher sind familiengerechte Strukturen und Einrichtungen im besonderen Maße wichtig, um ein Studium und die weiteren Qualifikationsphasen in der akademischen Laufbahn auch mit Familienaufgaben kombinieren zu können. Die Frage 'Kind oder akademische Karriere' sollte sich heute niemand mehr stellen müssen. Daher hat es sich die Universität zum Ziel gesetzt, insbesondere eine adäquate Infrastruktur zur Kinderbetreuung aufzubauen. Insgesamt steht die Schaffung eines familienfreundlichen Klimas und Umfeldes auf der Agenda.

    Mit der Auditierung zur 'Familiengerechten Hochschule' möchte die Universität die erforderlichen Voraussetzungen zur Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und Familie in einem kontinuierlichen Prozess verbessern. Es sollen unter Einbezug der verschiedenen Interessengruppen, pragmatische Ansätze gefunden werden, die die Vereinbarkeit nachhaltig in der Praxis ermöglichen.

    Erstmals wurde der Universität Würzburg im April 2008 von der berufundfamilie gGmbH und der Hertie Stiftung das Zertifikat als 'Familiengerechte Hochschule' verliehen. In den Jahren 2011 und 2014 schlossen sich zwei erfolgreiche Re-Auditierungen an. Für die derzeitige neue Auditierungsphase stehen an oberster Stelle die Sensibilisierung und Einbindung der Führungsebenen, die Verbesserung der Kommunikation sowie familienorientierte Modifikationen der Studien- und Arbeitsorganisation.

    Mit dem Abschluss des Zwischenberichtes im Mai dieses Jahres hat die Universität erfolgreich die erste Hürde auf dem Weg zur erneuten Zertifizierung genommen. So wurde beispielsweise die gelebte, familienbewusste Hochschulkultur auch offiziell in das Leitbild der Julius-Maximilians-Universität aufgenommen. Weiterhin wurde die Betreuungsvereinbarung zur Rahmenpromotionsordnung familiengerecht angepasst, weitere langwierigere Projekte werden kontinuierlich vorangetrieben.

    Der neue Projektleiter, Vizekanzler Klaus Baumann, der seit Kurzem den Auditierungsprozess an der Universität leitet, entwickelt mit Hilfe eines kleinen Teams Ideen und Lösungen, wie die familienfreundlichen Ansätze im wissenschaftlichen und wissenschaftsunterstützenden Bereich weiter verbessert, verstetigt und ausgebaut werden können. Zusammen mit weiteren Arbeitsbereichen und Einrichtungen der Universität wird man sich dann auch um die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen kümmern.


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