Forschung

 

Die Forschungsaktivitäten der Medizinische Fakultät fokussieren sich im wesentlichen auf fünf Forschungsschwerpunkte Infektion und Immunität, Herz-Kreislauf, Neurowissenschaften, Krebs, Wachstum und Differenzierung sowie Struktur und Funktion von Proteinen in die alle vorklinischen und klinisch-theoretischen Institute und alle Kliniken eingebunden sind. Ein neuer Forschungsschwerpunkt entwickelt sich momentan zum Thema Muskulo-Skelettale Erkrankungen

 

Infektion und Immunität

Der Forschungsschwerpunkt „Infektion und Immunität“ zählt zu den profilgebenden Bereichen der Medizinischen Fakultät sowie der Universität Würzburg insgesamt. Anliegen der Arbeiten ist es, die molekularen Mechanismen zu analysieren, die bei Etablierung und Verlauf von Infektionen eine essentielle Rolle spielen, sowie Grundlagen protektiver und pathophysiologischer Immunreaktionen zu verstehen. Dabei kommt den neuen Methoden der Genom- und Proteomforschung sowie der Generierung und Analyse transgener Tiermodelle eine besondere Bedeutung zu. Moderne Infektionsbiologie hat eine starke zellbiologische Komponente, so dass in Würzburg eine Reihe von Arbeiten zu Pathogen-Wirtsinteraktion mit Hilfe von Methoden der Zellbiologie durchgeführt werden. Die Untersuchungen sind wichtig für die Grundlagenforschung, aber auch für die Lehre sowie die klinische Anwendung, etwa für die Entwicklung neuer Impfstoffe und therapeutischer Antikörper. Das Spektrum der Studien im Bereich „Infektion und Immunität“ reicht von klinischen bis zu naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Die zentrale Struktur im  Forschungsschwerpunkt „Infektion und Immunität“ ist das „Zentrum für Infektionsforschung“ (ZINF) welches durch eine intensive interdisziplinäre und fakultätsübergreifende Zusammenarbeit gekennzeichnet ist, die eine besondere Stärke der Universität Würzburg zum Ausdruck bringt. Die Medizinische Fakultät mit dem Universitätsklinikum, die Biologische Fakultät und die Fakultät für Chemie und Pharmazie beteiligen sich mit 8 Lehrstühlen und Instituten am ZINF und tragen zu zahlreichen drittmittelgeförderten interdisziplinären Forschungsverbünden bei.

Weitere Informationen und Links zu den wichtigsten beteiligten Einrichtungen (Institute, Kliniken und Forschungsverbünde) finden sie auf den Internetseiten des ZINF.

Herz-Kreislauf

Die Herz-Kreislaufforschung spielt in der Würzburger Medizinischen Fakultät und im Klinikum seit vielen Jahren eine hervorgehobene Rolle. Zentrales Anliegen ist es, Ursachen und Pathogenese von Erkrankungen des Herzens und der Gefäße experimentell und klinisch zu erforschen und – darauf aufbauend – neue Konzepte für die Therapie und Prävention dieser volkswirtschaftlich so bedeutenden Erkrankungen zu entwickeln. Dabei werden grundlegende Aspekte mit einem großen Spektrum von Methoden naturwissenschaftlicher Fächer sowie theoretischer und klinischer Disziplinen der Medizin bearbeitet. Eine herausragende Rolle spielen auch hier die Generierung und umfassende Charakterisierung von Modellen für wichtige Herz-Kreislauferkrankungen. An diesen Arbeiten sind neben der Medizin insbesondere auch die Fakultäten für Physik, Chemie und Biologie beteiligt. Grundlage dafür ist die seit langem bestehende enge Kooperation von Medizinern, Naturwissenschaftlern, Grundlagen- und klinischen Forschern. Sie ist organisiert in Sonderforschungsbereichen, Forschungszentren sowie Forschergruppen der DFG (Rudolf-Virchow-Zentrum), im Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF), einer Graduiertenschule für Lebenswissenschaften sowie Graduiertenkollegs. Die interdisziplinäre translationale Forschung wird in einem kardiovaskulären Schwerpunkt des IZKF gefördert. Auch in der klinischen Herz-Kreislaufforschung sind interdisziplinäre Konzepte, die u.a. Arbeitsgruppen aus den Neurowissenschaften, der Endokrinologie und der Nephrologie integrieren, kennzeichnend für den Standort Würzburg und haben zur Gründung des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) geführt. Diese langfristig angelegten Förderungen durch DFG, BMBF und weitere Förderer unterstreichen die internationale Bedeutung des Standorts Würzburg im Bereich der Herz-Kreislaufforschung.

Eine Liste der wichtigsten beteiligten Einrichtungen mit weiterführenden Links finden sie hier

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Neurowissenschaften

An der Universität Würzburg besteht eine lange Tradition neurowissenschaftlicher Forschung an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Klinik. Die innerhalb der beteiligten Kliniken und Institute entwickelten Strukturen tragen ein Netzwerk von Forschungsaktivitäten, das gleichermaßen Naturwissenschaftler in klinische relevante Forschungsthemen einführt und junge Ärzte/innen während ihrer klinischen Ausbildung in modernen zell- und neurobiologischen Arbeitstechniken trainiert. Dafür wird ein breites Spektrum neuer Techniken für klinisch-wissenschaftliche Fragestellungen zur Verfügung gestellt und die Qualität der eingesetzten Methoden gesichert. Der Schwerpunkt der neurowissenschaftlichen Forschung in Würzburg liegt auf den molekularen Grundlagen der Funktion des Nervensystems bei neurodegenerativen Erkrankungen, Schlaganfall,  Bewegungsstörungen wie M. Parkinson, und bei Angsterkrankungen. Bei diesen Fragestellungen findet eine zunehmende Konzentration auf Mausmodelle für die Untersuchung komplexer physiologischer und pathophysiologischer Prozesse statt. Diese Arbeiten stehen in enger Kooperation mit Arbeitsgruppen aus den Fakultäten für Physik zum Thema Bildgebung, dem Rudolf-Virchow-Zentrum und der Fakultät für Chemie zu Fragestellungen auf dem Gebiet der Struktur-Wirkungsbeziehung von Signalmolekülen in Nervenzellen und der Biologischen Fakultät zu Projekten, in denen neben der Maus die Fruchtfliege Drosophila melanogaster als Modell dient.

Eine Liste der wichtigsten beteiligten Einrichtungen mit weiterführenden Links finden sie hier.

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Krebs, Wachstum und Differenzierung

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Struktur und Funktion von Proteinen

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Muskulo-Skelettale Erkrankungen

Muskuloskelettale Erkrankungen erlangen mit zunehmender Lebenserwartung und mit der Alterung der Gesellschaft eine immer größere Bedeutung. Derzeit verbrauchen Muskuloskelettale Erkrankungen und Verletzungen 16 % unserer gesamten Aufwendungen für die Gesundheit, sie sind die häufigste Ursache von Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung und bedingen in höherem Alter oft Institutionalisierung und Pflegebedürftigkeit. Erkrankungen von Knochen, Muskel und Gelenken beinhalten die Volkskrankheiten Osteoporose, Arthrose und das sich zur Volkskrankheit entwickelnde Problem des Muskelschwunds im Alter (Sarkopenie). Das Muskuloskelettale Centrum Würzburg (MCW) wurde 2008 als eine gemeinsame Einrichtung des Universitätsklinikums, der Universität und des Bezirks Unterfranken gegründet. Die Kerneinrichtungen für die interdisziplinäre klinische Versorgung der Patienten sind der Lehrstuhl für Orthopädie mit der Orthopädischen Klinik im König-Ludwig-Haus, die Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand, Plastische und Wiederherstellungschirurgie und die Klinik und Poliklinik für Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie. Problembezogen besteht eine intensive Interaktion mit den anderen Kliniken und Einrichtungen der Medizinischen Fakultät. Die interdisziplinäre Grundlagenforschung und die translationale Forschung wird getragen von den Lehrstühlen für Tissue Engineering und Regenerative Medizin und Fraunhofer IGB, Funktionswerkstoffe der Medizin und Zahnheilkunde, Technologie der Materialsynthese und Fraunhofer ISC, Pharmazeutische Technologie, sowie von den Forschungseinheiten der Kernkliniken. Unterstützung in der Netzwerkforschung erfährt der Verbund durch die Kooperation mit der Biologie, Biophysik, der Bioinformatik, sowie mit der Theologie und den Rechtswissenschaften für rechtliche und ethische Fragen. Die zentralen Anliegen des Verbunds im MCW sind die interdisziplinäre und fakultätsübergreifende Grundlagenforschung mit starker translationaler Ausrichtung, die interdisziplinäre Versorgung von Patienten nach dem allerneuesten Stand, und die Ausbildung und Weiterbildung in der Medizin und Medizintechnologie. Der aktuelle Forschungsschwerpunkt der Arbeit liegt in der Erforschung Regenerativer therapeutischer Strategien und Technologien bei Muskuloskelettalen Erkrankungen und Verletzungen.

Weitere Informationen und Links zu den beteiligten Einrichtungen (Institute, Kliniken und Forschungsverbünde) finden sie auf den Internetseiten des MCW http://www.mcw.medizin.uni-wuerzburg.de/startseite/.

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Weitere Informationen zu den vielfältigen Forschungsaktivitäten der Medizinischen Fakultät finden Sie auf den Seiten der Kliniken, Institute und im Forschungsbericht 2012 der Medizinischen Fakultät.

Links zu den fächerübergreifen Sonderforschungsbereichen (SFB), Transregio- Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs, Forschungszentren und Forschergruppen finden Sie auf der Homepage des Klinikums unter „Forschung“.

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