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    Philosophie

    UniZeit - Zeitung für Schüler

    Studieren an der Uni Würzburg - 2018/19

    Anleitung zur Reflexion

    Wenn sich im Leben eine ungeahnte Chance eröffnet – ein Jobangebot, eine Promotionsstelle oder ein ganz neuer Karriereweg – ist häufig der Zufall dafür verantwortlich. Davon ist Alexander Schubmann überzeugt. Dann allerdings sollte man darauf vorbereitet sein: „Man muss die Möglichkeit ergreifen, wenn sie da ist“, sagt er. Was das mit seinem Philosophiestudium zu tun hat? Klare Antwort: „Hier wird man darauf vorbereitet, Möglichkeiten zu sehen!“

    Von Flensburg nach Würzburg

    Alexander hat einen weiten Weg für sein Studium zurückgelegt. Er kommt aus einem Ort nahe der dänischen Grenze; in Flensburg hat er die Schule besucht. Weil er Psychologie studieren wollte, hat er nach dem Abitur 14 Bewerbungen an Universitäten in ganz Deutschland verschickt; aus Würzburg kam die erste Zusage. Und als er im Nachrückverfahren an anderen Unis genommen wurde, war ihm schon klar, dass Würzburg eine Stadt ist, in der es sich bestens leben und studieren lässt.

    Warum studiert er zusätzlich zur so schon recht anspruchsvollen Psychologie jetzt auch noch Philosophie? „Ich wollte mich neben dem naturwissenschaftlich orientierten Psychologiestudium noch auf eine geisteswissenschaftliche Art und Weise mit dem Menschen auseinandersetzen“, sagt er.

    Nachdenken über die Welt und sich selbst

    „Philosophie ist ein Reflexionsfach. Das Fach liefert die Anleitung und die Methoden zum Reflektieren – über die Welt, über Texte und über sich selbst“, sagt Pierre Link. Der 25-Jährige studiert Philosophie bereits im dritten Semester des Masterstudiengangs; auch er absolviert ein Doppelstudium, ist „nebenbei“ noch im Master „Bildungswissenschaft“ eingeschrieben und ist überdies Gestalttherapeut in Ausbildung. Für Würzburg habe er sich bewusst entschieden, weil ihn hier das Konzept des Masterstudiengangs überzeugt habe. Was seiner Meinung nach noch für Würzburg spricht: Das interdisziplinäre Fellowship-Programm „Medizin­ethik und praktische Philosophie“ der Universitätsklinik, in dem er sich engagiert.

    „Philosophie ist ein Lesestudium. Das Arbeiten mit Texten wird sehr intensiv gelehrt“, sagt Alexander. Wer Spaß daran hat, die Gedanken Anderer nachzuvollziehen, sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen und diese zur Sprache zu bringen, sei in einem Philosophiestudium am richtigen Ort.

    Drei Säulen tragen das Philosophiestudium

    Die theoretische Philosophie, die sich mit den Bedingungen und Möglichkeiten von Erkenntnis befasst; die praktische Philosophie, der es um die Bedingungen und Normen menschlichen Handelns und Zusammenlebens geht, und die Geschichte der Philosophie bilden die drei Säulen des Philosophiestudiums in Würzburg. „Das Angebot ist sehr gut. Jeder kann eigene Schwerpunkte setzen“, sagt Alexander. „Hier hat man auch im Master die Möglichkeit, die Grundlagenfächer zu vertiefen, zu erweitern und sich zu spezialisieren“, ergänzt Pierre.

    Und was macht ein Philosoph nach dem Studium? Pierre Link sieht seine Zukunft im Bereich des Führungskräftecoachings, der Beratung und der freien Psychotherapie; zuvor will er noch eine Doktorarbeit schreiben, um sich die Möglichkeit einer universitären Laufbahn offen zu halten. Alexander Schubmann will einen ähnlichen Weg einschlagen. Alternativen bietet die Wirtschaft. „Philosophen verstehen Hintergründe und erkennen Zusammenhänge“, sagt Alexander. Das seien Eigenschaften, die in der Wirtschaft gesucht sind. Aus dem gleichen Grund sind auch Verlage und Stiftungen potentielle Arbeitgeber von Philosophen.

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