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    UniZeit - Zeitung für Schüler

    Studieren an der Uni Würzburg - 2018/19

    Traumberuf Lehrer

    Abwechslung und Lebendigkeit: Das bietet ein Lehramtsstudium an der Uni Würzburg, dem größten Standort für die Lehrerbildung in Nordbayern. Wer hier „auf Lehramt“ studiert, findet mit Sicherheit seine Lieblingsfächer.

    Sowohl die Geistes- als auch die Naturwissenschaften bieten ein großes Repertoire an: Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Geographie, Musik, Sozialkunde, Religion oder Ethik, Chemie, Biologie und Physik sind nur ein paar davon.

    Berufsfelder außerhalb der Schule

    In bestimmten Lehramtsstudiengängen, wie dem fürs Gymnasium, berechtigt das Staatsexamen zur Promotion und führt damit zu einer wissenschaftlichen Laufbahn. Parallel zu den Lehramtsstudiengängen können je nach Schulart und Fächerkombination der Bachelor of Arts oder der Bachelor of Science erworben werden, die über den Schuldienst hinaus Berufsfelder erschließen.

    Studierende finden viele Möglichkeiten

    Die Uni Würzburg bietet für fast alle Schularten Studiengänge an, für Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Grundschule und Förderschulen. Das Studium ist vielseitig – dafür sorgen die fach-, bildungswissenschaftlichen und schulpraktischen Studienanteile, die Kooperationen zwischen Hochschullehrern und Schulpraktikern, das Angebot, in ausländischen Schulsystemen Praktika zu absolvieren, und das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung, das das Studium durch attraktive Angebote bereichert.

    Isabell Baus: "Warum ich mich dafür entschieden habe, Deutsch und Geschichte für das Lehramt am Gymnasium zu studieren? Weil mir Geschichte schon immer gut gefallen hat; ich hatte es deshalb auch als Leistungskurs. Und wenn das möglich gewesen wäre, hätte ich Deutsch als zweites Fach noch dazu genommen. Außerdem hatte ich schon immer Spaß daran, anderen etwas beizubringen. Ich habe viel Nachhilfe gegeben und mich in der Hausaufgabenbetreuung unserer Schule engagiert. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es mit dieser Fächerkombination nicht leicht sein wird, eine Anstellung zu bekommen. Aber ich versuche positiv zu denken – und mich besonders anzustrengen. Außerdem werde ich als „Plan B“ neben dem Staatsexamen noch den Bachelor machen; das eröffnet zusätzliche Wege neben dem Lehrerberuf. Für mein Studium bin ich von Fulda nach Würzburg umgezogen. Da ich mich frühzeitig einschreiben konnte, war es kein Problem, eine bezahlbare Wohnung in der Altstadt zu bekommen. Würzburg ist wirklich schön und nicht so unpersönlich wie eine Großstadt. Besonders gut gefällt mir der Ringpark, der sich um die Innenstadt zieht. Da liege ich oft und lese oder lerne."

    Annalena Fischer: Mathematik an der Uni ist ganz anders als in der Schule. Diese Erfahrung musste Annalena Fischer gleich zu Beginn ihres Studiums – Mathe und Physik für das Lehramt am Gymnasium – machen. „In der Schule wurde gerechnet, an der Uni stehen Beweise im Mittelpunkt“, sagt sie. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Angebote der Fakultäten, die den Wechsel erleichtern: „Die Vorkurse vor dem Studienstart helfen beim Einstieg ungemein“, sagt Annalena. Später bietet die Uni zusätzliche Tutorien zu den Vorlesungen und Übungen an, und wer dann noch Fragen hat, kann sich an „Erklär-Hiwis“ wenden. Den Bezug zur Praxis findet Annalena im Mathematik-Labor der Uni. An zahlreichen Stationen können Schüler dort alltagsnahe Anwendungen der Mathematik kennen lernen; betreut werden sie dabei von Studierenden. Annalena will in ihrer Zulassungsarbeit eine neue Station erstellen; diese wird sich mit Kryptografie beschäftigen. 2012 war Annalena übrigens Gedächtnis-Weltmeisterin. Unter anderem kann sie sich in einer Stunde eine Folge von 1444 Zahlen einprägen. Im Studium hilft ihr das leider nicht viel: Dort steht mehr das Verstehen im Mittelpunkt, nicht so sehr das Auswendiglernen.

    Tanja Heger: "Ein Lehramtsstudium war schon immer mein Traum. Aber weil ich kein allgemeines Abi habe, bin ich nach der Realschule auf die FOS und anschließend an die Fachhochschule. Allerdings war mir schon während meines Sozialpädagogikstudiums klar, dass ich danach noch an die Uni gehen würde. Jetzt studiere ich Mathe und katholische Religion für das Lehramt an der Realschule. Meiner Meinung nach ist das die optimale Kombination: Für Religion muss man viel lernen, in Mathe geht es eher ums Begreifen. Natürlich muss man in Mathe auch viel üben. Dafür gibt es glücklicherweise jede Menge Tutorien und Übungsgruppen – und Dozenten, zu denen man hingehen kann, wenn man eine Frage hat. Richtig cool finde ich die Lehr:werkstatt. Über ein ganzes Schuljahr hinweg bin ich dabei einem Lehrer an einer Realschule fest zugeteilt und verbringe einen bis zwei Tage pro Woche mit ihm gemeinsam an der Schule. Von Anfang an durfte ich in den 6. Klassen unterrichten – in der Regel eine komplette Stunde. Das ist zwar bisweilen anstrengend, aber man lernt dabei ungeheuer viel für den Beruf. Was ich mir dabei erarbeitet habe, davon kann ich später garantiert noch profitieren.“           

    Willst du wirklich an die Hauptschule? Da tanzen die Schüler dir doch auf der Nase herum!“ Diesen Spruch bekommt Luisa Tischler noch nach vier Semestern ihres Studiums zu hören. Allerdings fällt ihr das Kontern nicht schwer: In ihren Praktika hat sie gemerkt, dass ihr die Arbeit an der Hauptschule – die in Bayern seit Kurzem Mittelschule heißt – viel Freude bereitet. „Man darf aber nicht mit Vorurteilen antreten. Das merken die Schüler sofort“, sagt sie. Als Lehrerin am Gymnasium zu arbeiten, wäre für sie nicht in Frage gekommen. „Ich brauche den Bezug zu den Schülern und will nicht im Stundentakt die Klasse wechseln.“ Außerdem sei die Arbeit an der Hauptschule viel facettenreicher: „Man unterrichtet nahezu alle Fächer und lernt deswegen ständig Neues dazu“, sagt sie. Und dann ist man nicht nur als Lehrer gefordert: Hauptschullehrer sind auch Mentoren, Psychologen und Sozialpädagogen. Was Luisa motiviert: „Wenn du merkst, dass deine Schüler die Schulzeit genießen. Und wenn sie den Stoff verstanden haben.“
    Das Studium in Würzburg passt. Total kompetente Dozenten, tolle Seminare in den Didaktikfächern, eine große Auswahlmöglichkeit und viel Entscheidungsfreiheit sprechen ihrer Meinung nach für die Universität Würzburg. Wenn man dann, wie sie, auch noch richtig gute Praktikumslehrer erwischt, bleibt als Fazit: „Hier passt alles!“

    Das Studium ist nah an der Praxis, man versinkt nicht in der reinen Wissenschaft; die Dozenten waren oder sind alle Lehrer und können deshalb viel vom Schulalltag berichten; man sammelt frühzeitig in den zahlreichen Praktika eigene Erfahrungen im Unterrichten: Fragt man Felicitas Baar nach den positiven Seiten ihres Grundschullehramt-Studiums, kommt die Antwort schnell. Es ist vor allem der enge Bezug zur Praxis, den die 25-Jährige an ihrem Studiengang schätzt. Beispielsweise, wenn sie in ihrem Hauptfach Sport lernt, wie man Grundschüler an das Volleyball-Spiel heranführt. Oder in der Didaktik erfährt, was sie beachten muss, wenn sie jahrgangsübergreifende Klassen unterrichtet. Oder von einer tschechischen Dozentin hört, wie die ihren Landsleuten Deutsch beibringt – und dabei Prinzipien kennen lernt, die sich gut darauf übertragen lassen, wenn sie später mal Englisch geben soll. Ein weiterer Pluspunkt: Dass sie im Praktikum schnell testen kann, ob das an der Uni Erlernte in der Realität tatsächlich funktioniert – beispielsweise, wenn sie selbst vor einer jahrgangsgemischten Klasse steht und eine Stunde Mathematik unterrichtet – und dann merkt: Es klappt. Das Studium in Würzburg kann Felicitas deshalb empfehlen – auch weil die Stadt so viel bietet, angefangen bei Kneipen und Discos bis zum günstigen Semesterticket. 

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