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    UniZeit - Zeitung für Schüler

    Studieren an der Uni Würzburg - 2018/19

    Katholische Theologie: Tolerantes Klima

    Wer Theologie studiert, betet gern und vertieft sich am liebsten in die Bibel. Was im Studium so auf dem Stundenplan steht? „Na ja, ihr werdet da halt Kirchenlieder singen“ – solche Aussagen hat Sabine Nebl schon oft gehört.

    „Viele belächeln unser Studium. Dabei ist es fordernd, aber auch sehr abwechslungsreich“, sagt die Studentin der katholischen Theologie. Philosophie, Geschichte, Auslegung des Neuen Testaments mit Methoden, wie sie auch beim Textstudium in der Germanistik eingesetzt werden: Das sind nur einige Gebiete, mit denen sich Theologiestudierende beschäftigen.

    Sabine hat zum Beispiel eine Vorlesung über Medizinethik besucht, in der es um Sterbehilfe ging. „Dabei war es überhaupt nicht so, dass nur die Position der Kirche besprochen wurde“, erklärt sie. Vielmehr befassten sich die Teilnehmer auch mit dem geltenden Recht und mit den verschiedenen Haltungen, die es in der Gesellschaft zur Sterbehilfe gibt, und das sogar im internationalen Vergleich.

    Latein, Althebräisch, Altgriechisch

    Für ein Theologiestudium sind Lateinkenntnisse nötig, dazu kommen Pflichtkurse in Althebräisch und Altgriechisch. Klingt ganz schön schwer. „Ein gewisser Fleiß ist sicher nötig, aber das ist schließlich bei allen Fremdsprachen so“, sagt die Studentin. Ihr jedenfalls macht die Beschäftigung mit den alten Sprachen viel Spaß. Dazu tragen auch die Dozenten bei, die den Stoff sehr gut vermitteln.

    Die Atmosphäre in ihrem Studiengang bezeichnet Sabine als „wahnsinnig gut“: Die Fakultät ist überschaubar, man kennt sich, man hilft sich. Anfangs hatte sie anderes erwartet und war nicht einmal sicher, ob sie „fromm“ genug für dieses Studium sei. Denn auch Sabine hatte die Vorstellung, dass die Theologie nur Strenggläubige und Moralapostel anzieht. Doch solche hat sie bislang nicht getroffen – im Gegenteil: „Unter uns Studierenden gibt es ganz viele verschiedene Standpunkte, über die wir viel diskutieren, und das immer in einer sehr toleranten Weise.“

    Pastoralreferentin als Berufsziel

    Wie geht es nach dem Studium weiter? Wie auch andere Theologie-Studierende will Sabine als Pastoralreferentin arbeiten. In diesem Beruf unterstützt man als theologische Fachkraft den Priester bei der Gemeindearbeit, in der Regel in einem Team mit ehrenamtlichen Helfern.

    Pastoralreferenten sind aber mehr als „nur“ Assistenten: Sie halten zum Beispiel Kindergottesdienste oder bereiten die jüngeren Gemeindemitglieder auf die Firmung vor. „Ich hatte schon immer den Eindruck, dass Pastoralreferenten in ihrem Beruf sehr zufrieden sind“, begründet Sabine ihr Ziel. Sie kennt aber auch Studierende, die andere Tätigkeiten anstreben: in den Medien, in Bildungseinrichtungen oder in Verbänden.

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