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    Zentrale Studienberatung

    Geschichte

    UniZeit - Zeitung für Schüler

    Studieren an der Uni Würzburg - 2018/19

    Geschichte

    Geschichte studieren, das ist doch leicht – den Stoff hatte man ja schon in der Schule. „So denken viele, aber das ist falsch. An der Uni geht es deutlich stärker in die Tiefe“, sagt Max Wittmann.

    Für das Geschichtsstudium sei darum auch eine gewisse Hartnäckigkeit nötig, um aufwändige Dinge zu Ende zu bringen. Hausarbeiten zum Beispiel: „Davon schreibt man im Bachelor-Studium einige“, so Max.

    Hausarbeiten kosten viel Zeit

    Eine seiner Hausarbeiten drehte sich um den Streit zwischen den Reformatoren Martin Luther und Thomas Müntzer. Dafür musste Max in der Bibliothek Literatur recherchieren, sie lesen, exzerpieren, ordnen, gliedern und schließlich die Arbeit schreiben – und dabei gut aufpassen, dass er die Literatur richtig zitiert. Sonst wird eine Hausarbeit schnell zum Plagiat.

    Das alles kostet Zeit: Max hat in die Hausarbeit rund 100 Arbeitsstunden investiert, weil er etwas wirklich Gutes abliefern wollte. „Es ist in der Geschichtswissenschaft eben nicht so, dass sich alle Fragen schnell mal im Internet googeln lassen – gerade dann, wenn die Historiker unterschiedliche Meinungen zu einem Thema haben.“

    Ergeben sich bei einer Recherche dann die richtigen Antworten, sei das für ihn ein schönes Erfolgserlebnis. So war Max am Ende zufrieden mit seiner Hausarbeit.

    Kompetente Professoren und Unterricht in der Residenz

    Zufrieden ist der Student, der aus dem Allgäu stammt, auch mit der Studiensituation in Würzburg. „Die Professoren sind kompetent, die Stadt ist sehr grün und hat eine große Geschichte“, sagt er. „Und ich darf zum Unterricht in die Residenz, das ist etwas Besonderes.“

    Im Bachelor-Studium wird zuerst ein Überblick über Alte, Mittlere, Neuere und Neueste Geschichte sowie Fränkische Landesgeschichte vermittelt. Später kann man sich dann immer mehr auf eine Richtung spezialisieren.

    Berufsaussichten: "Man muss sich in alle Richtungen informieren"

    Max macht das viel Spaß: „Es ist spannend, Zusammenhänge zwischen historischen Ereignissen und der Gegenwart zu suchen.“ Was aber jedem von Anfang an klar sein müsse: „Es gibt keinen Freifahrschein für eine gesicherte Zukunft, man muss sich in alle Richtungen informieren.“

    Max zum Beispiel hat für die Zeit nach dem Uni-Abschluss noch eine dreijährige Ausbildung zum Archivar im Blick. Auch wegen der Berufsaussichten hat sich der Allgäuer eine Zeitlang gegen das Geschichtsstudium gesträubt. Er überlegte damals, ob er nicht besser einen Beruf anstreben solle, den die Gesellschaft als „nützlicher“ ansieht, Arzt oder Polizist zum Beispiel.

    Doch am Ende gab er seinen Interessen nach: „Es muss auch Leute geben, die unsere Geschichte ergründen und bewahren. Schließlich lässt sich aus der Geschichte immer noch viel für die Gegenwart lernen.“

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